Lost Places – Habichtshöhe (Bielefeld)

Bei der Habichtshöhe in Bielefeld liegt dieses schöne verlassene Fachwerkhaus am Pfad unterhalb des Herrmannsweg. Die rückwärtige Haustür ist verrammelt und verriegelt, aber durch die eingeschlagenen Fenster kann man einen Blick in die verlassenen und leeren Räume werfen. Hinten am Haus befindet sich ein kleiner Schuppen in dem noch Kohlen lagern.
Weiß jemand wann das Haus aufgegeben wurde und wer dort früher gewohnt hat?
Die Bilder sind im Juli 2019 entstanden.

Das Wanderparadies Santo Antão (Kapverden)

Die Insel Santo Antão , die zweitgrößte der Inselgruppe, gilt nicht zu unrecht als das Wanderparadies der Kapverden. Da sie keinen Flughafen (mehr) hat, kann man sie nur per Fähre von der Nachbarinsel São Vicente aus erreichen.
Die eindrucksvollen Bilder sind unter anderem bei einem dreitägigen Trekking durch das tropisch anmutende Seitental „Ribeira de Chã das Pedras“, über „Chã de Igreja“ und an der Küste entlang bis zum schönen kleinen Ort „Ponta do Sol“ entstanden. Weitere Wanderungen führten zur Hochebene „Chã de Lagoa“ und dem grünen „Paúl-Tal“. Häufig wandert man auf alten Eselpfaden auf der man auch heute noch Lastesel treffen kann. Wer anspruchsvolle Berg- und Küstenwanderungen mag, ist hier genau richtig aufgehoben. Erlebenswert sind die krassen Unterschiede in der Vegetation. Einen Tag marschiert man durch trockene, karge Landschaft, den nächsten wähnt man sich, umgeben von Bananen, Mangos, Zuckerrohr usw., fast schon in den Tropen.
Die Bilder sind im Februar 2019 entstanden.

Fogo, die Insel des Feuers (Kapverden)

Fogo ist eine der kapverdischen Inseln. Sie gehören zu Afrika und liegen im Atlantik auf Höhe von Senegal. Fogo ist die einzige der kapverdischen Inseln mit einem aktiven Vulkan. Der letzte Ausbruch ereignete sich 2014/2015. Dabei wurden großen Teile der Siedlung „Chã das Caldeiras“, am Fuße des Vulkans, von der austretenden Lava zerstört. Das Dorf ist heute (2019) schon wieder fast vollständig aufgebaut. Wir haben dort 2 Nächte in der „Pension Casa Marisa II“ übernachtet. II weil die Erste beim letzten Ausbruch zerstört wurde.
Der Ort „Chã das Caldeiras“ (Ebene der Caldera) ist weder an das Wasser- noch an das Stromnetz angeschlossen. Wasser kommt entweder aus Regenwasser-Zisternen oder wird im Tankwagen angeliefert. Elektrische Energie wird per Diesel-Generator oder Sonnenkollektor erzeugt. Der Ort lebt unter anderem vom Weinanbau. Im Ort werden Weinproben angeboten.
Inmitten der riesigen Caldera thront der Vulkan Pico de Fogo (Gipfel des Feuers) mit einer Höhe von 2.829 m. An seinem Gipfel tritt an vielen Stellen Dampf aus, die Felsen sind teilweise heiß und es riecht ziemlich stark nach Schwefel. Der Ausblick von dort oben ist unbeschreiblich schön.
Die Bilder sind im Februar 2019 während Wanderungen an der Küste bei Mosteiros, beim Aufstiegs durch den Monte Velha zur Caldera, im Lavafeld und bei der Besteigung des Pico de Fogo Vulkans entstanden.

Ein altes Wartungshäuschen

In direkter Näher von Oerlinghausen liegt, versteckt im Wald, ein altes Wartungshäuschen über einem ungenutzten Versorgungsschacht. Das Objekt befindet sich direkt unterhalb des „verlassenem Gebäude im Wald„, deshalb gehen ich davon aus, dass die Leitungen zu diesem Gebäude gehören. Leider hat jemand die hölzerne Tür aufgebrochen und damit liegen die ehemaligen Versorgungsschächte nun offen. Sie sind IMHO eine tödliche Falle für Tiere. Deshalb eine Bitte, falls du das Häuschen besuchst, dann stell die Tür nachher wieder an ihren angestammten Platz damit niemand ungewollt zu Schaden kommen kann.

Eindrücke aus Mindelo (Kapverden)

Mindelo liegt auf der Kapverdischen Insel São Vicente und ist die zweitgrößte Stadt der Kapverden. Zu Zeiten der Dampfschifffahrt war sie ein wichtiger Ort an dem Kohlen für die Weiterfahrt über den Atlantik gebunkert wurde. Ein alter, 4km großer Vulkankrater bildet den natürlichen Hafen.
Es gibt auch einen kleinen aber feinen Badestrand mit einigen Bars und Restaurants. Die Stadt ist sehenswert und viele Häuser sind hübsch bunt. Bei einem Aufenthalt sollte man auf jeden Fall am Morgen einmal den kleinen Fischmarkt besuchen. Dort wird der frisch gefangene Fisch angelandet und verkauft. Gut möglich das man den einen oder anderen Fisch beim Abendessen wieder sieht.
Von Mindelo aus geht die Fähre zur Nachbarinsel Santo Antão, dem Wanderparadies der Kapverden. Die Überfahrt dauert circa eine Stunde.

Wanderung durch den Serra Malagueta Nationalpark (Kapverden)

Der Serra Malagueta Nationalpark liegt auf Santiago, die mit 990 km2 größte der kapverdischen Inseln. Die vulkanischen Gebirgszüge der Serra Malagueta ziehen sich in einem Bogen von der Westküste bis zur Ostküste der Insel. Eine Wanderung durch den Park bietet grandiose Fernsichten, Wälder, abwechslungsreiche Vegetation und auch Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.
An den Park angrenzend liegt die kleine Stadt Tarrafal. Hier kann man gut übernachten und sich nach der anstrengenden Wanderung am Strand mit einem erfrischendes Bad im Atlantik erfrischen. Den Sonnenuntergang genießt man danach am besten bei einem leckeren Caipirinha in der Strandbar (Santiago Lounge Bar & Restaurante).
Die Bilder sind im Februar 2019 entstanden.

Die Kaiserpaläste in Peking (China)

Der kleine Bildergalerie zeigt Eindrücke aus der berühmte Verbotenen Stadt, der ehemaligen Residenz der Ming- und Qing-Kaiser im heutigen Peking. Das einzigartige Museums-Areal ist mit seinen 720.000 m² Grundfläche riesig. Man könnte einen ganzen Tag in der Anlage verbringen und hätte doch noch nicht alle der 890 Paläste gesehen.
Weiterhin zu sehen ist der Himmelstempel und der Sommerpalast der Kaisers. Die Bilder sind alle im Sepember 2018 entstanden.

Wanderung auf der chinesischen Großen Mauer

Über die Große Chinesische Mauer im Allgemeinen muss man nicht mehr viel sagen, es gibt genug Informationen im Netz. Der Teil der Großen Mauer bei Jinshanling ist insgesamt 10,5 km lang und hat 67 Verteidigungs- sowie 3 Signaltürme. Sie wurde 1569 bis 1582 unter dem Kommando von Qi Jiguang, dem berühmten nationalen Helden der Ming Dynastie, erbaut. Im September 2018 sind wir zwei Tage auf ihr gewandert. Ein unvergessliches Erlebnis.
Die erste Etappe führte von dem kleinen Ort Gubeikou in Richtung Jinshanling. Dieser Teil der Mauer ist größtenteils noch unrenoviert und entsprechend „verfallen“. Doch genau das macht den Charme dieses Abschnittes aus.
Die zweite Wanderung führte uns über die Mauer bei Jinshanling. Dieser Teil ist touristisch voll erschlossen. Im Tal gibt es ein neu errichtetes Touristenzentrum. Von dort bringt eine Seilbahn den faulen Touristen bis an das Fundament der Großen Mauer. Alternativ gibt es auch eine mit Musik beschallte Treppe die einen nach oben führt. Der Weg auf der Mauerkrone ist teilweise sehr steil und damit beschwerlich. Doch der Ausblicke die man bei dieser Wanderung genießen kann sind unbeschreiblich.

Der Ost- und Südgipfel des Wutai Shan (China)

Der Wutai Shan ist der wichtigste der vier heiligen Bergen des Buddhismus. Viele chinesische Kaiser reisten mehrfach in das Fünf-Terassen-Gebirge. Zwischen den fünf Gipfeln des Wutai Shan liegt unten im Tal die kleine Ortschaft Taihuai. Hier hatten wir in einem der zahlreichen Hotels Quartier bezogen. eben der Ortschaft Taihuai liegt ein kleines, touristisches Klosterdorf. Überragt wird es von der großen weißen Stupa.
Unterhalb des Ostgipfels liegt ein kleiner Parkplatz mit einem chinesischen Torbogen, das ist der Ausgangspunkt für den kurzen Aufstieg zum Gipfel. Das Kloster auf dem Gipfel wurde bei unserem Besuch gerade renoviert. Trotzdem konnten wir es besichtigen.
Die Aussicht vom Gipfel ist wunderschön und je nach Wetterlage auch weit.
Auf dem halben Weg zum Südgipfel liegt der Fomudong Tempel, bzw. Kloster. Dieses kann man bequem mit der kleinen, aber feinen Seilbahn oder zu Fuß über steile Treppen erreichen. Das Kloster ist bewohnt und beherbergt die berühmte Fomu Höhle (Fomu Cave). Diese 15 Meter tiefe und 5 mal 4 Meter breite Höhle soll seinen Besuchern Gesundheit und ein langes Leben bescheren. Reibt man seinen Körper an einer bestimmten, bereits stark abgenutzten, Stelle des Felsens, so soll dies heilende Wirkung haben. Der Fomudong Tempel, früher auch Qianfodong Temple, wird u.a. auch deshalb oft besucht. Etwa 500m vom Kloster entfernt beginnt der Wanderweg zum Gipfel. Der steile Trail ist gesäumt von unzähligen Gebetsfahnen in den Bäumen und an den Felsen. Auf dem Gipfel befindet sich ein weiteres Kloster das besichtigt werden kann.
Beide Gipfel können übrigens auch bequem mit dem Auto erreicht werden.

Der heilige Berg Hua Shan (China)

Der Huà Shān ist einer der fünf heiligen Berge des Daoismus in China. Das Gebirge liegt in der chinesischen Provinz Shaanxi. Über zwei Seilbahnen gelangt man in die Gipfelregionen. Wer es sportlich mag, kann stattdessen die Treppen nehmen. Oben angekommen führen Betonwege und -Treppen zu den einzelnen Gipfeln. Die Aussicht die man dabei genießen kann, läßt einen aber schnell alle erlittenen Strapazen vergessen.

Die alte Qin Kaiserstadt Xi’an (China)

Die alte chinesische Kaiserstadt Xi’an ist bekannt durch das Mausoleum vom Kaiser Qín Shǐhuángdì und seiner Terrakotta-Armee. Doch Xi’an selbst hat auch einiges zu bieten. Die Stadt ist ein sehenswerte Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart. Überall trifft man auf (gut renovierte) historische Bauten, umgeben von neuzeitlichen Hochhäusern. Drei der top Sehenswürdigkeiten sind die Kleine- und die Große-Wildgans-Pagode, sowie die historische, nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer. Es werden übrigens Radtouren auf der Mauer angeboten.
Auch die unzähligen lebendigen Nebenstraßen und Märkte sind durchaus sehenswert. Nur an die leisen aber schnellen Elektro-Roller, die dicht an einem vorbei fahren, muss man sich erst gewöhnen.

Eindrücke von der Terrakotta-Armee gibt es hier als Bilder und als Film.

Huang Shan – Die Gelben Berge (China)

Das Huang Shan Gebirge, mit seinen 72 Gipfeln, gehört mit zu den schönsten Gebirgen in China. Die steil aufragenden Felsen, die knorrigen Kiefern und die geisterhaften Nebelschwaden dazwischen können auf gut ausgebauten, betonierte Wanderwege zu Fuß erkundet werden. In der Gipfelregion gibt es einige wenige Berghotels die über eine Seilbahn erreicht werden können. Den Lastentransport übernehmen nach wie vor menschliche Kulis die sich schwer bepackt die steilen Treppen rauf und runter „quälen“. Die Träger mögen es übrigens nicht fotografiert zu werden.
Man sollte die Berge am besten während der Woche erkunden, speziell an Wochenenden und Feiertagen ist das Gebiet durch chinesische Touristen stark frequentiert.
Das Gelbe Gebirge wurde als einziges gleichzeitig zum UNESCO Weltnatur- und -kulturerbe erklärt.

Die mingzeitliche Altstadt von Pingyao (China)

Pingyao, in der Provinz Shanxi gelegen, wird auch das chinesische Rothenburg genannt. Die mingzeitliche, historische, von einer Stadtmauer umgebene Altstadt wirkt wie ein bewohntes Museum. Die kleinen Hotels sind durchgehend „antik“ eingerichtet. Wir haben zum Beispiel in einem kleinen, hübschen Zimmer mit Himmelbett geschlafen (das ordentlich hart war).
Leider lag bei unserem Besuch viel Smog in der Luft, deshalb wirkt auf den Bildern der Himmel so hell. Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten im Ort die man alle mit einer Eintrittskarte besuchen kann. Ohne diese Eintrittsberechtigung geht hier aber fast gar nichts.
Wenn man Pingyao betritt ist man zuerst total überwältig von den ausnahmslos alten Gebäuden und engen Gassen. Wandelt man aber eine Stunde durch eben diese Gassen, wird einem schnell bewusst, dass es sich hier um eine Touristenattraktion handelt. Einen Tag und Nacht kann man es in Pingyao gut aushalten ohne das es langweilig wird.
Als wir im September 2018 den Ort besuchten lief in jeder zweiten Attraktion dieser eingängige Song.

Lost Places – Jinshanling (China)

Am Fuße der Großen Chinesischen Mauer bei Jingshanling habe ich durch Zufall dieses schöne verfallene Haus gefunden. In direkter Nähe gab es noch diverse verwitterte Fundamente und Reste von alten Brunnen.

Shaolin Kloster und Pagodenwald (China, Dengfeng)

Das Ursprungskloster der Shaolin befindet sich in China bei dem Ort Dengfeng. Das Shaolin-Kloster ist zwar heute hauptsächlich eine Touristen-Attraktion, aber es werden dort weiterhin Schüler in der Kunst des Kung Fu ausgebildet. Der erste Probemonat ist gratis, danach müssen die Eltern für die Ausbildung ihrer Sprösslinge jährlich eine Gebühr bezahlen. Im Ort Dengfeng sind noch weitere Kung Fu Schulen beheimatet.
Die Ausbildung ist nach wie vor hart. Bei einer Wanderung zum Gipfel des Songshan, das Shaolin-Kloster liegt am Fuße des Berges, trafen wir auf eine Gruppe Shaolin Schüler. Diese mussten immer wieder auf Händen und Knien eine steinerne Treppe herunter kriechen. Zurück nach oben ging es dann im Laufschritt. Man sahen ihnen die Schmerzen und Strapazen deutlich an. Waren sie zu langsam, wurden sie vom Ausbilder mit Stockhieben auf Rücken,Po und Waden angetrieben.
Am Eingang des Tempels stehen diverse alte Bäume die zahlreiche, tiefe Löcher aufweisen (siehe Foto). Diese Vertiefungen sind im Laufe der Jahrzehnte dadurch entstanden, dass die Shaolin-Mönche immer wieder ihre Finger gegen die selbe Stelle des Baumes gestoßen haben. Mit dieser Übung wollten sie ihre Finger stark und schmerzunempfindlich machen.
Im hinteren Bereich des Areals findet sich ein Raum mit zahlreichen Vertiefungen im Steinfussboden. Diese haben die Mönche im Laufe der Jahrhunderte bei unzähligen Übungen mit ihren Füßen in den Boden getreten.
Den erfolgreichen Absolventen, bzw. Absolventinnen winkt ein lukrativer Job als Leibwächter, Polizist oder in der Armee.

Ca. 300m westlich des Klosters befindet sich der Pagodenwald des Klosters. Dieser gehört, wie auch der Shaolin Tempel, seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe. Mit ca.14.000 qm Fläche und 248 Stupas ist der Pagodenwald des Shaolin Klosters der größte seiner Art. Die Bauwerke stammen aus der Tang-, Wudai-, Song-, Jin-, Yuan-, der Ming-Dynastie und aus der modernen Zeit.
Stirbt ein Abt des Klosters, wird seine Asche in einer Stupa beigesetzt. Die Freunde und „Abhängigen“ des verstorbenen Abts spenden für den Bau des Grabmals. Das spiegelt sich dann in der Höhe und Dimension des Bauwerks wieder. Aber viel wichtiger ist die Anzahl der Ringe an der Stupa. Diese wird nach dem Ableben des Abts durch die Mönche des Shaolin-Klosters bestimmt. Je beliebter ein Abt unter den Mönchen war, desto mehr Ringe werden seiner Stupa zugestanden. Sieben ist die maximale Anzahl an möglichen Ringen und bedeutet nichts anderes als das der Abt seine Arbeit sehr gut gemacht hat. Schaut man im Padgodenwald genauer hin, dann sieht man zahlreiche Stupas mit weniger Ringen. Es waren nicht alle Äbte wirklich beliebt.

Der letzte Abt wurde dafür kritisiert, dass auf seiner Stupa Abbildungen eines Laptops, eines Autos, eines Flugzeugs, eines ICEs (China baut die in Lizenz nach) und einer Videokamera zu finden seien (siehe Fotos). Er erwiderte sinngemäß, dass er den zukünftigen Generationen nur zeigen wollte, was zu seiner Zeit als modern und Hightech galt.

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