Shaolin Kloster und Pagodenwald (China, Dengfeng)

Das Ursprungskloster der Shaolin befindet sich in China bei dem Ort Dengfeng. Das Shaolin-Kloster ist zwar heute hauptsächlich eine Touristen-Attraktion, aber es werden dort weiterhin Schüler in der Kunst des Kung Fu ausgebildet. Der erste Probemonat ist gratis, danach müssen die Eltern für die Ausbildung ihrer Sprösslinge jährlich eine Gebühr bezahlen. Im Ort Dengfeng sind noch weitere Kung Fu Schulen beheimatet.
Die Ausbildung ist nach wie vor hart. Bei einer Wanderung zum Gipfel des Songshan, das Shaolin-Kloster liegt am Fuße des Berges, trafen wir auf eine Gruppe Shaolin Schüler. Diese mussten immer wieder auf Händen und Knien eine steinerne Treppe herunter kriechen. Zurück nach oben ging es dann im Laufschritt. Man sahen ihnen die Schmerzen und Strapazen deutlich an. Waren sie zu langsam, wurden sie vom Ausbilder mit Stockhieben auf Rücken,Po und Waden angetrieben.
Am Eingang des Tempels stehen diverse alte Bäume die zahlreiche, tiefe Löcher aufweisen (siehe Foto). Diese Vertiefungen sind im Laufe der Jahrzehnte dadurch entstanden, dass die Shaolin-Mönche immer wieder ihre Finger gegen die selbe Stelle des Baumes gestoßen haben. Mit dieser Übung wollten sie ihre Finger stark und schmerzunempfindlich machen.
Im hinteren Bereich des Areals findet sich ein Raum mit zahlreichen Vertiefungen im Steinfussboden. Diese haben die Mönche im Laufe der Jahrhunderte bei unzähligen Übungen mit ihren Füßen in den Boden getreten.
Den erfolgreichen Absolventen, bzw. Absolventinnen winkt ein lukrativer Job als Leibwächter, Polizist oder in der Armee.

Ca. 300m westlich des Klosters befindet sich der Pagodenwald des Klosters. Dieser gehört, wie auch der Shaolin Tempel, seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe. Mit ca.14.000 qm Fläche und 248 Stupas ist der Pagodenwald des Shaolin Klosters der größte seiner Art. Die Bauwerke stammen aus der Tang-, Wudai-, Song-, Jin-, Yuan-, der Ming-Dynastie und aus der modernen Zeit.
Stirbt ein Abt des Klosters, wird seine Asche in einer Stupa beigesetzt. Die Freunde und „Abhängigen“ des verstorbenen Abts spenden für den Bau des Grabmals. Das spiegelt sich dann in der Höhe und Dimension des Bauwerks wieder. Aber viel wichtiger ist die Anzahl der Ringe an der Stupa. Diese wird nach dem Ableben des Abts durch die Mönche des Shaolin-Klosters bestimmt. Je beliebter ein Abt unter den Mönchen war, desto mehr Ringe werden seiner Stupa zugestanden. Sieben ist die maximale Anzahl an möglichen Ringen und bedeutet nichts anderes als das der Abt seine Arbeit sehr gut gemacht hat. Schaut man im Padgodenwald genauer hin, dann sieht man zahlreiche Stupas mit weniger Ringen. Es waren nicht alle Äbte wirklich beliebt.

Der letzte Abt wurde dafür kritisiert, dass auf seiner Stupa Abbildungen eines Laptops, eines Autos, eines Flugzeugs, eines ICEs (China baut die in Lizenz nach) und einer Videokamera zu finden seien (siehe Fotos). Er erwiderte sinngemäß, dass er den zukünftigen Generationen nur zeigen wollte, was zu seiner Zeit als modern und Hightech galt.

Film von den Longmen Grotten – Luoyang (China)

Die Longmen-Grotten mit ihren über 100.000 Buddhastatuen liegen bei Luoyang in China. Nachdem im Jahr 493 n. Chr. mit dem Bau der Grotten begonnen wurde, dauerte es noch über 400 Jahre bis sie endlich fertig gestellt waren.
Viele Buddha-Figuren sind inzwischen leider durch Vandalismus, Witterungseinflüssen und durch die Auswüchse der Kulturrevolution zerstört bzw. beschädigt worden.
Wenn man Nord-China bereist, sollte ein Abstecher zu den Longmen Grotten auf jeden Fall mit eingeplanen werden.

Die Terrakotta Armee von Qín Shǐhuángdì

Erst 1974 wurde die Terrakotta-Armee zufällig von Bauern beim Graben eines Brunnens entdeckt. Bis dahin ahnte niemand etwas von ihrer Existenz und das obwohl die genaue Lage des Kaisergrabes, direkt daneben, schon lange bekannt war.
Im Jahr 221 v. Chr hatte der erste chinesische Kaiser Qín Shǐhuángdì mit dem Bau seiner gigantischen Grabanlage begonnen. 210 v. Chr. wurde er dann darin beigesetzt.

Die Terrakotta Armee besteht aus 7.278 lebensgroßen Soldaten, Pferden, Kriegswagen und Waffen. Die Holzwaffen, das Pferdegeschirr etc. sind aber schon fast vollständig zerfallen. Auch waren die Krieger einst bunt bemalt. Die Farbe hat sich aber bei dem Kontakt mit Sauerstoff nach Beginn der Ausgrabungen aufgelöst. Das ist unter anderem der Grund warum die zweite Grube noch nicht geöffnet wurde. Die Archäologen suchen noch einer Methode die Farben zu erhalten.
Auf den ersten Blick erscheint es so, als hätte jeder Krieger ein individuelles Gesicht. Dem ist aber nicht so, die Terrakotta-Figuren wurden in Einzelteilen wie am Fließband gefertigt. Es gibt nur eine kleine Anzahl von Basis-Gesichtern, bei jedem Kopf wurden lediglich kleinere Modifikationen an den Gesichtszüge vorgenommen. Deshalb erscheint jedes Kriegergesicht einzigartig.

Film vom Shaolin Tempel bei Dengfeng und dem Pagodenwald

Das Ursprungskloster der Shaolin liegt bei dem Ort Dengfeng in China. Es werden dort zwar weiterhin Schüler in der Kunst des Fung Fu ausgebildet, aber das Tempelgelände ist heute hauptsächlich eine stark frequentierte Touristen-Attraktion.
Westlich des Klosters liegt der Pagodenwald des Klosters. Hier wird die Asche der verstorbenen Äbte in Stupas beigesetzt. Aktuell stehen 248 Stupas auf dem Gelände, damit ist es der größte Pagodenwald.
Bei einem Besuch des Klosters sollte man auch eine Besteigung des Songshan mit einplanen. Der Gipfel kann über befestigte Wege und Treppen bestiegen werden. Eine spezielle Ausrüstung ist dazu nicht notwendig.

Longmen Grotten (Drachentor-Grotten)

Die Longmen-Grotten bei Luoyang zählen zu den vier berühmtesten buddhistischen Grotten in China. In der Longmen Grotte gibt es 2345 Nischen und über 100.000 Buddhastatuen. Die größte Buddha Statue misst 17,14 Meter, die Kleinste ist nur 2 Zentimeter hoch.
Im Jahr 493 n. Chr. wurde mit dem Bau der Grotten begonnen und es dauerte über 400 Jahre bis zur Fertigstellung.
Viele Buddha-Figuren wurden durch Vandalismus, Witterungseinflüssen oder während der Kulturrevolution zerstört.
Die Statue des Buddha Vairocana hat zwei unterschiedliche Gesichtshälften. Die eine lächelt, während die andere den Mundwinkel etwas nach unten zieht. Damit sollte der zwiespältige Charakter der Kaiserin Wu Zetian symbolisiert werden. Kaiserin Wu hat angeblich ihre eigene Tochter erstickt um auf den Thron zu gelangen.

Lost Place in Steinhorst (Delbrück)

Am Rand des kleinen Dorfes Steinhorst, bei Delbrück, steht ein verlassenes, rotes Backstein-Gebäude. Der Zahn der Zeit hat schon arg an ihm genagt. Das Dach ist bereits teilweise eingefallen und der eingedrungene Regen hat im Inneren deutliche Spuren der Verwüstung hinterlassen.

Film von der Terrakotta Armee in Xi’an (China)

Ab dem Jahr 221 v. Chr begann der erste chinesische Kaiser Qín Shǐhuángdì mit dem Bau seiner gigantischen Grabanlage. 210 v. Chr. wurde er dann darin beigesetzt. Östlich vom Grabhügel wurde 1974 eher zufällig, die bis dahin unbekannten Gruben mit den Tonkriegern, der so genannten Terrakotta Armee, entdeckt. Bauern wollten einen Brunnen graben und stießen dabei auf Tonstücke, Pfeilspitzen und schließlich auf einen mit Stein ausgelegten Boden. Die Ausgrabungen an dieser Stelle dauern bis heute an.

Das Museum beherbergt drei Hallen. In der größten und interessantesten kann die bereits geöffnete Grube mit den unzähligen Terrakotta Kriegern besichtigt werden. Im rückwärtigen Teil befindet sich die Werkstatt in der die Figuren wieder zusammengesetzt werden. In der zweiten Halle befindet sich die noch nicht geöffnete Grube. Und die dritte, kleinste Halle, enthält eine Ausstellung mit Bildern und Artefakten.

Mülleimer dieser Welt – Shaolin Kloster (China)

Wer kennt sie nicht, die guten alten Kung Fu Filme über die Shaolin Mönche mit ihrer einmaligen Kampfkunst. Das echte Shaolin Kloster steht in China im Ort Dengfeng, am Fuße des Berges Songshan. Heute ist das Kloster auch eine stark frequentierte Touristen-Attraktion mit Souvenirläden, Tourismusbüro und einem Restaurant.
Auf dem Areal finden sich zahlreiche Mülleimer mit je zwei Drachenköpfen. Der eine frisst recyclebaren, der andere sonstigen Müll. Diese Mülltrennung findet man bei fast allen Mülleimern in Nordchina. Nur, es hält sich niemand so wirklich daran.

Weitere Beiträge aus der Serie Mülleimer dieser Welt findest du hier.

Lost Places – Ruine am Wasser in Vinsebeck (Steinheim)

Das kleine aber feine Lost Place liegt am Heubach in der Nähe von Vinsebeck (Steinheim). Die ungefähren Koordinaten sind N51° 50.564 E008° 59.774. Wozu genau diese Ruinen einmal benutzt wurde,konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen. Es hat den Anschein als könnte es sich um die Reste eine alten Wassermühle bzw. eines Sägewerks handeln.

Al Kapri Trinkwasser (Jordanien) – Getränke dieser Welt

Al Kpari ist der Name eines günstigen jordanischen Trinkwassers in 1,5 Liter PET Flaschen. Abgefüllt wird es von „Shawkat & Ziyad Al Shaboul Foodstuff Co“. Es schmeckt wie Trinkwasser schmecken soll.

Nord Molukken – Halmahera (Indonesien)

Anfang Februar sind wir mit der „Maluku Explorer“ auf den Nord Molukken die Halmahera-Tour gefahren. Die Molukken, eine Inselgruppe in Indonesien, sind für Taucher sehr zu empfehlen. Die Riffe sind fast alle noch in Ordnung und voller Fische. Auch Haie gibt es fast an jedem Tauchplatz zu sehen. An Land sind Touristen noch eine Seltenheit, deshalb wird man allerorts bestaunt und mit dem Handy fotogrofafiert als ei man ein wie ein Alien.

Bilder von den Molukken gibt es hier.

Bintang Bier (Indonesien) – Getränke dieser Welt

In Indonesien wird das durchaus leckere Bintang Bier gebraut und verkauft. Es enthält 4,7 Vol.-% Alkohol und wird unter anderem in der praktischen 620 ml Flasche verkauft. Das ist die perfekte Menge für exakt zwei Glas Bier, die große Flasche ist also gut zum Teilen geeignet. Trinkt man es alleine, wird es im tropischen Klima schnell warm. Schmecken tut es aber nur kalt. Das Bier wird auch in 330 ml Flaschen und in Dosen angeboten.
Gebraut wird es mit Wasser, Gerstenmalz, Saccharose, Gerste und Hopfen. Es erfüllt also nicht das deutsche Reinheitsgebot.

Eindrücke von den Nord Molukken (Indonesien)

Die Nord Molukken, speziell Halmahera, sind ein noch nahezu unbekanntes Paradies für Taucher. Die indonesische Inselgruppe ist touristisch noch nicht erschlossen und nur kompliziert zu erreichen. Als Tourist wird man von den Einheimischen bestaunt wie ein Wesen von einem anderen Stern. Die Riffe sind durchweg in einem guten Zustand, unter anderem auch deshalb, weil das Gebiet bislang von der Korallenbleiche verschont geblieben ist.
Zahlreiche Fische und große Schwärme tummeln sich an den vielen Korallen. Für die Großfischfreunde gibt es Schwarzspitzen, Weißspitzen und Graue Riffhaie. Während der Tage um Vollmond herum, treffen sich in der „Manta Bay“ dutzende Mantas zum fressen. Vor Schnorchlern zeigen sie keinerlei Scheu und schwimmen mit weit geöffneten Maul auf die auf der Wasseroberfläche treibenden Menschen zu, um dann mit nur einen Meter Abstand vorbei zu ziehen.
Der einzige Wermutstropfen ist der viele Plastikmüll im Meer, selbst hier im Nirgendwo haben wir beim Tauchen diverse Müllfelder an uns vorbei treiben sehen.

Die folgenden Bilder sind auf einer Tour mit dem Tauchschiff „Maluku Explorer“ im Januar/Februar 2018 entstanden.

Wandern in Jordanien – Wadi Rum

Am Anfang von Wadi Rum, also in der Nähe des gleichnamigen Ortes, trifft man noch häufiger auf Touristen. Nach wenigen Stunden wandern ist man aber schon fast allein. In der von Sandsteinfelsen durchsetzte Wüste ist es unheimlich ruhig. Außer den eigenen Geräuschen und dem Wind hört man nichts. Es gibt zahlreiche schöne und geschützte Plätze zum Zelten und rasten.
Im Wadi Rum liegt der mit 1854m höchste Berg Jordaniens, der Jebel Um ad-Dhami. Er lässt sich, etwas Trittsicherheit vorausgesetzt, gut ersteigen. Eine Bilderserie vom Berg und dem Wadi Rum gibt es hier.

Wandern in Jordanien – Vom Wadi Finan nach Klein Petra

Für die Strecke haben wir im November 2017 fünf Tage benötigt. Gestartet sind wir an der Ökolodge im Wadi Finan, dort hatten wir auch übernachtet. Die ausschließlich vom Kerzenschein erleuchtet Lodge ist unheimlich romantisch. Auf der Dachterasse liegend kann man nächtens den klaren Sternenhimmel betrachten.
Von dort ging es 1100 Hm das Wadi Dhana hinauf zum Dorf Dhana. Der letzte Anstieg hat es in sich. Übernachtet haben wir im Dhana Guesthouse, bei Sonnenuntergang konnten wir die Wölfe in den Bergen heulen hören.
Weiter ging es Richtung Mansura und am Wadi Arab entlang bis nach Klein Petra. Die Aussichten sind unbeschreiblich schön und die Landschaft ändert sich fast hinter jeder Kurve.
Siehe auch die Bilderserie und den Film zu Klein Petra.

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