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Die alte Qin Kaiserstadt Xi’an (China)

Die alte chinesische Kaiserstadt Xi’an ist bekannt durch das Mausoleum vom Kaiser Qín Shǐhuángdì und seiner Terrakotta-Armee. Doch Xi’an selbst hat auch einiges zu bieten. Die Stadt ist ein sehenswerte Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart. Überall trifft man auf (gut renovierte) historische Bauten, umgeben von neuzeitlichen Hochhäusern. Drei der top Sehenswürdigkeiten sind die Kleine- und die Große-Wildgans-Pagode, sowie die historische, nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer. Es werden übrigens Radtouren auf der Mauer angeboten.
Auch die unzähligen lebendigen Nebenstraßen und Märkte sind durchaus sehenswert. Nur an die leisen aber schnellen Elektro-Roller, die dicht an einem vorbei fahren, muss man sich erst gewöhnen.

Eindrücke von der Terrakotta-Armee gibt es hier als Bilder und als Film.

Eine Sammlung eigenartiger Schilder in China

Notdurft verboten
Dieses einprägsame Schild fand ich an einem Kanal in Qibao, einem Stadtteil von Shanghai. Eigentlich sollte klar sein, dass man sich nicht in den Kanal, schon gar nicht am helllichten Tage, entleert. Und wenn es mal dringend ist, in China gibt es überall saubere, öffentliche Toiletten. Und bezahlen muss man für die Benutzung, anders als bei uns in Deutschland, auch nirgends.

Notdurft verboten

Bitte näher treten
Schilder dieser Art findet man an vielen Pissoirs. Viele chinesische Männer haben die Unart aus mindestens einem Meter Entfernung ins Becken zu pinkeln. Treffsicher sind sie dabei, dass muss ich zugeben. Aber die letzten Milliliter gehen, den Naturgesetzten entsprechend, auf den Boden.

Bitte zum Pinkeln näher treten

Buddha raucht auch nicht
Dieses schöne Hinweisschild steht am Fomudong Tempel im Wutai-Shan Gebirge. Und es ist wahrlich nötig, denn viele Chinesen sind starke Raucher. In diversen Hotels standen Aschenbecher im Zimmer mit dem dezenten Hinweis doch bitte nicht im Bett zu rauchen. In einem Hotel hatte ich sogar ein Brandloch im Duschvorhang.

Buddha raucht auch nicht

Alles ist verboten
Dieses Verbotsschild habe ich am Eingang zum Beihai-Park in Peking entdeckt. Es ist wirklich alles verboten was Spaß macht. Weder darf man mit automatischen Waffen schießen, noch darf man Trompete spielen. Das Symbol in der Mitte der letzten Reihe verbietet übrigens Feuerwerk abzubrennen.

Alles ist verboten

Rauchen für Könige verboten
Dieser herrliche Typo-Fehler verbietet das Rauchen für Könige bei der Großen Pagode in Xi’an. Und um ehrlich zu sein, ich habe auch keinen Monarchen mit einer brennenden Zigarette gesehen.

Rauchen für Könige verboten

Lass die Natur in Frieden
Dieser poetische Hinweis auf einem Stein findet sich im Shaolin-Kloster in Dengfeng. Er erinnert den Besucher dezent daran doch bitte keine Blumen zu pflücken und nicht das Grün zu zertrampeln. Das ist doch wesentlich schöner formuliert als unser „Betreten der Rasenfläche verboten“.

Lass die Natur in Frieden

Film von der alte chinesischen Kaiserstadt Xi’an

36 Kilometer nordöstlich der chinesischen Stadt Xi’an liegt die Grabanlage des Qin Kaisers Qín Shǐhuángdì. Bekannt wurde diese durch die Terrakotta-Armee die erst 1974 entdeckt wurde. Doch auch die Stadt Xi’an selber hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das sind zum Beispiel die Kleine- und die Große-Wildgans-Pagode, die historische Stadtmauer, diverse Tempel und die lebendigen Nebenstraßen und Märkte.

Eindrücke von der Terrakotta-Armee gibt es hier als Bilder und als Film.

 

Die Terrakotta Armee von Qín Shǐhuángdì

Erst 1974 wurde die Terrakotta-Armee zufällig von Bauern beim Graben eines Brunnens entdeckt. Bis dahin ahnte niemand etwas von ihrer Existenz und das obwohl die genaue Lage des Kaisergrabes, direkt daneben, schon lange bekannt war.
Im Jahr 221 v. Chr hatte der erste chinesische Kaiser Qín Shǐhuángdì mit dem Bau seiner gigantischen Grabanlage begonnen. 210 v. Chr. wurde er dann darin beigesetzt.

Die Terrakotta Armee besteht aus 7.278 lebensgroßen Soldaten, Pferden, Kriegswagen und Waffen. Die Holzwaffen, das Pferdegeschirr etc. sind aber schon fast vollständig zerfallen. Auch waren die Krieger einst bunt bemalt. Die Farbe hat sich aber bei dem Kontakt mit Sauerstoff nach Beginn der Ausgrabungen aufgelöst. Das ist unter anderem der Grund warum die zweite Grube noch nicht geöffnet wurde. Die Archäologen suchen noch einer Methode die Farben zu erhalten.
Auf den ersten Blick erscheint es so, als hätte jeder Krieger ein individuelles Gesicht. Dem ist aber nicht so, die Terrakotta-Figuren wurden in Einzelteilen wie am Fließband gefertigt. Es gibt nur eine kleine Anzahl von Basis-Gesichtern, bei jedem Kopf wurden lediglich kleinere Modifikationen an den Gesichtszüge vorgenommen. Deshalb erscheint jedes Kriegergesicht einzigartig.

Film von der Terrakotta Armee in Xi’an (China)

Ab dem Jahr 221 v. Chr begann der erste chinesische Kaiser Qín Shǐhuángdì mit dem Bau seiner gigantischen Grabanlage. 210 v. Chr. wurde er dann darin beigesetzt. Östlich vom Grabhügel wurde 1974 eher zufällig, die bis dahin unbekannten Gruben mit den Tonkriegern, der so genannten Terrakotta Armee, entdeckt. Bauern wollten einen Brunnen graben und stießen dabei auf Tonstücke, Pfeilspitzen und schließlich auf einen mit Stein ausgelegten Boden. Die Ausgrabungen an dieser Stelle dauern bis heute an.

Das Museum beherbergt drei Hallen. In der größten und interessantesten kann die bereits geöffnete Grube mit den unzähligen Terrakotta Kriegern besichtigt werden. Im rückwärtigen Teil befindet sich die Werkstatt in der die Figuren wieder zusammengesetzt werden. In der zweiten Halle befindet sich die noch nicht geöffnete Grube. Und die dritte, kleinste Halle, enthält eine Ausstellung mit Bildern und Artefakten.