Ein Teil von mir

Dein Lächeln,
dein Lachen,
ist ein Teil von mir.

Lange bin ich durch’s Leben geirrt,
auf der Suche nach dem ultimativen Kick,
dem Sinn,
dem Ziel,
nach etwas was mich berührt.

War immer auf der Suche,
habe mich umgesehen,
versucht alles zu absorbieren.

Doch das was mir fehlte,
das was mir wirklich fehlt
hatte ich nie gefunden.

Doch dann,
doch jetzt …

Was ich immer gesucht,
vermißt hatte,
dein Lachen,
dein Lächeln ….

Habe ich gefunden,
ohne danach gesucht zu haben.

Bielefeld, 10.04.1998

Auf dem Weg zur Hölle,

Auf dem Weg zur Hölle,
traf ich dich.

Kurz verweilt,
und gelächelt.
Die Wärme deiner Haut genossen,
mich nach dem Licht umgedreht,
doch nichts gesehen.

Richtig,
ich war auf dem Weg.

Mich losgerissen unter Tränen,
und wieder los auf den Weg,
auf dem Weg in die Hölle.

Hamburg, 16.05.2001

Gestern und Heute

Gestern noch,
genau zu dieser Zeit,
war ich mir sicher,
so sicher wie nie zuvor,
das es besser sei,
die Vergangenheit vergehen zu lassen.

Gestern noch,
warst du in Gedanken bei mir,
habe ich die letzte Verbindung gekappt,
den Schlußstrich gezogen,
und war mir sicher …

Doch heute,
genau zu dieser Zeit,
fehlst du mir,
und ich bin mir gar nicht mehr so sicher …

Scheiße,
denn genau jetzt,
wo ich nicht mehr zurück kann,
zu dir,
wird mir bewußt wie sehr ich dich liebe.

Doch zu spät,
nichts macht meine Worte ungeschehen,
nichts bringt uns zurück,
dorthin wo wir gestern noch waren …

Nun sind,
und bleiben wir Vergangenheit,
nur noch Erinnerung …

Hamburg, 18.10.2000

Die Vögel

Die Vögel,
auf dem Dachfirst sie sitzen,
ihre Schwingen ausbreiten um in den Weiten zu entschwinden,
ich wünscht ich wäre eine von ihnen,
könnt umherziehen,
unbemerkt von der Welt,
frei von Zwängen und Pflichten.

Zu dir würd‘ ich fliegen,
auf dem Fensterbrett mich niederlassen,
leise und still.
Dich einfach nur betrachten,
an deinem Anblick mich erfreuen.

Mir fehlt der Mut
zu sagen was ich empfinde,
was ich fühle für dich.
Und so leide ich still
und Träume.

Hamburg, 26.08.1999

Sehnsucht nach Zärtlichkeit

Da sind soviel Leute zum reden,
soviel Möglichkeiten um sich zu zerstreuen,
soviel um sich abzulenken.

Und doch,
es fehlt mir die Zärtlichkeit,
die stillen Stunden,
in denen man nichts sagen muß,
nur geben und nehmen,
Wärme und Zuneigung,
Liebe und Verständnis,
ohne Worte.

Das sind die Augenblicke die mir fehlen.
Nicht der dieser alltägliche Kram.
Nicht der Luxus,
nicht der Erfolg.

Doch,
wo ist die Frau,
die Person,
mit der ich eins sein kann ?
Verschmelzen zu einem Wesen,
gemeinsam in der Dunkelheit versinken,
die Welt hinter sich lassen,
erkennen was zählt,
sich,
und nur sich,
uns genießen.

So viele um mich herum,
doch niemand der mich versteht.

Bielefeld, 09.06.1999

Das Leben

Das Leben
alle lieben es,
alle erwarten soviel davon,
jeder will es genießen,
niemand bekommt genug davon.

Doch was ist damit,
wie sieht es aus wenn man es mal näher betrachtet,
unter die Oberfläche schaut ?

Ist es wirklich so toll ?

Niemand kann ewig leben,
und ich glaube das ist gut so …

Paderborn, 29.01.1996

Warten auf den Tag

Der Tag ist vorüber,
an seine Stelle trat die Nacht, und sie ist es die mich jetzt umgibt,
sanft deckt die Dunkelheit die Wahrheit zu,
verborgen bleibt all das Elend,
der Dreck,
die anderen Menschen.

Hier und da aufdringliche Lichter,
geschaffen von Menschenhand
sollen sie Menschen in ihren Bann ziehen,
sie locken wie die Kerze die Motte.

Doch ich warte auf den Morgen,
das neue Licht der Sonne,
lege mich ruhig in meine Kissen,
schließe die Augen
und warte.

Paderborn, 14.03.1997

Sinnlosigkeit

Ihr habt mich in diese Welt geworfen,
doch wer hat mich gefragt ?
Jetzt irre ich hier umher,
ohne Ziel,
ohne Sinn.

Ihr habt mich in diese Welt geworfen,
doch einen Weg,
gabt ihr mir nicht.
Wie soll ich hier existieren,
wenn ich nicht mal weiß warum.

Ihr habt mir das Leben gegeben,
ohne mich vorher zu fragen.
Doch zurückgeben darf ich es nicht.
Alles wird versucht mich hier am Leben zu halten,
Entertainment, Therapie, und Reanimation.

Was soll das ?
Ein Hauptgewinn ?
Ich habe an keiner Lotterie teilgenommen,
behaltet euren scheiß Gewinn,
ich will ihn nicht.
Es gibt bestimmt genug Idioten die ihn liebend gerne nehmen.
Gibt das Leben einen von denen,
aber nicht mir.

Doch leere Worte in kalter Nacht in den Himmel geschrien,
keine Antwort habe ich bekommen.
Und so sitze ich hier,
mit einem Geschenk,
so unnütz wie ein Kropf.

Doch eine Angst bleibt,
daß irgendein Wissenschaftler die Unsterblichkeit entdeckt.

Paderborn, 29.05.1997

Liebe

Du liegst in meinen Armen und ich fühle mich wohl,
spüre deine Wärme,
deinen Atem,
fühle dein Haar,
deine Haut.

Du bist bei mir,
ich bin nicht allein, was für ein Gefühl,
Geborgenheit.
Doch dann mußt du gehen,
und zurück bleibe ich,
mit meinen Ängsten,
meine Zweifeln.

Ganz allein,
habe ich angst,
weiß nicht was oder wohin.

Ohne dich,
bin ich nur einer von vielen,
doch mit dir,
ja dann bin ich einzigartig.

Bielefeld, 05.07.1997

Warten auf die Dunkelheit

Du siehst aus dem Fenster,
der Herbst färbt das Laub der Bäume bunt,
doch in deinem Herz bleibt alles grau.
Kein Witz, kein Lächeln kann dich länger als 2 Minuten aufmuntern,
jeder Versuch dem kalten Griff des Todes zu entkommen mißlingt,
muß mißlingen,
und so sitzt du hier,
starrst aus dem Fenster,
siehst die Jahreszeiten verstreichen,
und wartest,
wartest darauf das sich die Tür öffnet und er dich holt.

Gütersloh, 29.10.1997

Ein Liebesgedicht

Es ist gelogen,
ich sage es dir trotzdem,
ich liebe dich.

Dies ist wahr,
darum sage ich es dir,
du fehlst mir sehr.

Ihr fragt,
wie paßt dies zusammen ?

Es ist nicht einfach in den kalten Nächten allein zu sein
und schnell gewöhnt man sich an eine Lüge,
wenn der Körper des Anderen einen wärmt.

Die Liebe ist schon lange ausgestorben,
geblieben ist nur die Sehnsucht danach.
Doch viele verwechseln genau das,
sie haben nicht begriffen.

Paderborn, 15.08.1996

Heute Nacht

Heute Nacht,
ist es dunkel,
wie in jeder Nacht,
die Fenster fest verschlossen,
Kerzen brechen die Finsternis,
und selbst tief in mir ist etwas Licht,
etwas Wärme.

Heute Nacht,
ist die Nacht nach der gestrigen,
heute Nacht ist nicht so wie die, zwei Tage zuvor,
in mir ist wieder etwas Leben,
der Magier scheint erneut zu erwachen.

Der knochige Hand der Gleichgültigkeit,
der Resignation schien mich schon fest im Griff zu haben,
doch letzte Nacht konnte ich ihr entkommen,
sie hat sich zurückgezogen,
sucht nun nach einem neuem Opfer,
mich soll sie nie wieder erwischen,
mich nicht.

Paderborn, 23.09.1996

Tränen auf Beton

Wo ist der Garten,
in dem als Kinder wir gespielt ?
Wo ist der Kirschbaum geblieben ?
Dessen Früchte so süß,
und aus dem ich viel
und den Arm mir dabei brach ?

Wo ist der Bach,
der unsere Papierboote forttrug,
hinaus auf das große, ferne Meer ?

Wo sind die Kinder,
die hier einst gespielt ?
Wo ist das Lachen,
das an diesen Ort immer zu hören war ?

Ein Supermarkt mit großem Parkplatz,
ist alles was ich jetzt davon noch finde,
und Kinder,
die lachend die Einkaufswagen ihrer Eltern füllen.

Bielefeld, 27.02.2003

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