Da ist Liebe

Da ist Liebe,
da ist Gefühl
und soviel Hoffnung.

Und doch die Angst sie frißt,
Zentimeter für Zentimeter,
das Gebäude aus naivem Glück zerfällt,
zerbröselt zu Staub,
den dann der Wind fort trägt.

Zurück bleibst du,
allein,
und die Sonne geht bald unter,
die Schatten werden länger,
und wenn sie geht,
kommt die Kälte,
die dich tötet.

Das weißt du,
und so stehst du hier und hoffst,
doch eigentlich weisst du,
dass Hoffnung trügerisch ist,
und doch klammerst du dich an sie,
woran auch sonst ?

Woher kommt die Angst,
wenn du eigentlich unendlich glücklich sein solltest ?

Bielefeld, 23.02.2000

Deine Augen

Erinnerst du dich an diesen Moment ?
Als unsere Augen sich trafen,
Blicke bohrten ineinander,
verharkten,
konnte mich nicht von dir lösen.

Das ist der Augenblick,
der Moment in dem ich dir verfiel,
nichts ist mehr wie es war.

Hamburg, 19.10.1999

Um dich zu spüren

Und plötzlich ist alles anders,
alle Pläne durcheinander,
jeder Sicherheit beraubt,
plötzlich beginnt dein Herz zu schlagen.

Mit jeder Sekunde die Sehnsucht wächst,
jeder Schlag aber auch die Angst in dir nährt,
Angst enttäuscht, belogen zu werden.
Unsicherheit macht sich breit.

Doch sei dir gewiss,
ich bin hier um dir die Angst zu nehmen,
langsam und behutsam,
dir zu zeigen das ich die Wahrheit sprach und spreche.

Darum reich ich dir meine Hand,
um dich zu halten wenn du fällst,
dich zu wärmen wenn du frierst,
um dich zu spüren.

Hamburg, 19.10.1999

Wenn du einmal traurig bist

Wenn du einmal traurig bist
in einer einsamen Nacht,
den Schlaf nicht finden kannst,
Verzweiflung dein Herz umklammert.

Dann geh zum Fenster,
sieh den Mond dir an,
die Sterne.
Sieh ganz genau hin,
sie blinken dir zu,
du bist nicht allein.

Und aus den Augenwinkeln,
eine Bewegung du vielleicht dann erkennst.
Es ist mein Drache,
der durch die Nacht zieht,
um eine Botschaft dir zu bringen.

Doch sieh nie direkt hin,
wie alle Fabelwesen, Geister,
kann man nur aus den Augenwinkeln ihn erspähen,
Erwachsene sind blind,
doch Kinder haben ein Auge dafür.
Und keine Angst vor ihrer Phantasie.

Hamburg, 31.08.1999

Manchmal fehlst du mir noch …

Heute ist mal wieder einer dieser Tage,
Einsamkeit meine Gedanken lähmt,
der Körper sich nach einer liebenden Berührung sehnt.

Und dann muß ich immer wieder an dich denken,
an die Zeit die wir gemeinsam verbracht,
an all die guten aber auch schlechten Stunden.
Denn die Schmerzen sind lange nicht vergessen,
wie könnte ich auch.
Aber das Gute überwiegt.
Eine Stunde voller Glückseeligkeit
macht eine ganze Woche voller Angst vergessen.

Aber es ist Vergangenheit
und es soll Vergangenheit bleiben.
Aber denken tue ich trotzdem an dich.

Und zum Glück bist du vorhin nicht ans Telefon gegangen …

Bielefeld 27.06.1999

Green Eyes

Deine grünen Augen,
waren das letzte was ich sah,
was dann folgte war Dunkelheit,
angenehme Stille.

Ruhig lagen wir in den zerwühlten Kissen,
der Atmen beruhigte sich,
der Schweiß trocknete.

Als ich am Morgen erwachte,
warst du fort,
allein lag ich da.

Doch noch immer blicke ich in deine grünen Augen.
Der Blick läßt mich nicht mehr los.
Niemals wieder kann ich so ruhig schlafen.

Bielefeld, 24.06.1999

Der Drache der Nacht

Der Drache ruft mich,
in meinen Träumen.
Ein furchterregendes Wesen,
mit scharfen Klauen,
großen Flügeln und ein Maul das den Tot dir bringen kann.

Doch ich hab keine Angst,
bin frei von Furcht,
wenn er jede Nacht kommt um mich zu holen.

Gemeinsam gleiten wir durch die Nacht,
ungesehen,
ungehört,
stille Beobachter einer Welt die am Abgrund sich bewegt.

Und vor dem Morgengrauen bringt er mich zurück,
wir trennen uns,
für einen Tag.
Und in der nächste Nacht,
mit dem Mond ist er wieder da.
Erneut vereint.

Das Ungeheuer,
mit dem sanften Wesen,
und den Gedanken weit weg von Gier und Haß.

Doch man muß mit der reinen Seele des Kindes sehen,
fühlen,
hören,
um das zu erkennen.
Und so hat er nicht viele Freunde.

Bielefeld, 08.06.1999

Erinnerst du dich?

Weißt du noch,
dieses Lied,
ich verbinde soviel damit.
Bei diesem Lied,
haben wir uns geliebt,
alles schien so klar,
so wunderbar.

Wir waren frei,
bei diesem Lied,
wir waren glücklich,
wir WAREN.

Doch jetzt läuft dieses Lied,
erneut,
doch du bist nicht bei mir,
ich nicht bei dir,
und unsere Liebe,
vergessen.

All die Wünsche,
Hoffnungen,
die Zukunft,
die wir uns ausgemalt,
ein gemeinsames Leben,
das LEBEN,
scheinen nun verloren.

Die Realität hat uns eingeholt,
jeden für sich,
und so bleiben wir uns fremd.

Doch dabei waren wir uns einmal so nah …

Paderborn, 13.11.1996

Es ist an der Zeit

Nichts was dich mehr aufmuntert,
kein Lachen verzaubert dein Gesicht,
keine Hoffnung wärmt den Körper,
es ist an der Zeit …

Um dich rum nur Leichen,
kalt und steif vor dem Fernseher,
die Witze der Anderen sind dumpf,
langweilig und sexistisch,
es ist an der Zeit …

Schon lange niemanden mehr getroffen,
der Liebe nicht mit Sex verwechselt,
mit dem man einfach reden kann,
ohne aufzupassen was man sagt,
es ist an der Zeit …

Das Grün der Natur wird langsam grauer,
das Blau des Himmels,
durchzogen mit Kondensstreifen,
Mutter Erde verseucht mit Giften,
es ist an der Zeit …

Die Flamme der Kerze erlischt,
die Zigarette verglimmt,
das Glas Wein gelerrt,
ein letzter, schneller Blick aus dem Fenster,
denn es ist an der Zeit zu gehen.

Bielefeld, 26.10.1998

Meine Träume

Leer und ausgebrannt sitze ich hier,
kein Lächeln verzaubert mein Gesicht,
kein fröhlicher Gedanke in meinem Kopf.

Was ist mit meinen Träumen geschehen ?

Die Freiheit die ich wollte,
habe ich nirgends gefunden,
bin eingebunden in Zwänge,
genau wir ihr.

Die Offenheit,
die ich erwartet hatte,
entpuppte sich als Lüge.

Jeder ist sich selbst am nächsten,
was ist aus meinen Träumen geworden ?

Die grüne Wiese zubetoniert,
die Liebe nur noch Illusion,
die Lebensaufgabe nur noch ein Job.

Habe in die Zukunft gesehen,
konnte sehen,
was aus mir und meinen Träumen wird.

Und so sitze ich hier,
und weine.

Bielefeld, 18.11.1998

Ein Teil von mir

Dein Lächeln,
dein Lachen,
ist ein Teil von mir.

Lange bin ich durch’s Leben geirrt,
auf der Suche nach dem ultimativen Kick,
dem Sinn,
dem Ziel,
nach etwas was mich berührt.

War immer auf der Suche,
habe mich umgesehen,
versucht alles zu absorbieren.

Doch das was mir fehlte,
das was mir wirklich fehlt
hatte ich nie gefunden.

Doch dann,
doch jetzt …

Was ich immer gesucht,
vermißt hatte,
dein Lachen,
dein Lächeln ….

Habe ich gefunden,
ohne danach gesucht zu haben.

Bielefeld, 10.04.1998

Auf dem Weg zur Hölle,

Auf dem Weg zur Hölle,
traf ich dich.

Kurz verweilt,
und gelächelt.
Die Wärme deiner Haut genossen,
mich nach dem Licht umgedreht,
doch nichts gesehen.

Richtig,
ich war auf dem Weg.

Mich losgerissen unter Tränen,
und wieder los auf den Weg,
auf dem Weg in die Hölle.

Hamburg, 16.05.2001

Gestern und Heute

Gestern noch,
genau zu dieser Zeit,
war ich mir sicher,
so sicher wie nie zuvor,
das es besser sei,
die Vergangenheit vergehen zu lassen.

Gestern noch,
warst du in Gedanken bei mir,
habe ich die letzte Verbindung gekappt,
den Schlußstrich gezogen,
und war mir sicher …

Doch heute,
genau zu dieser Zeit,
fehlst du mir,
und ich bin mir gar nicht mehr so sicher …

Scheiße,
denn genau jetzt,
wo ich nicht mehr zurück kann,
zu dir,
wird mir bewußt wie sehr ich dich liebe.

Doch zu spät,
nichts macht meine Worte ungeschehen,
nichts bringt uns zurück,
dorthin wo wir gestern noch waren …

Nun sind,
und bleiben wir Vergangenheit,
nur noch Erinnerung …

Hamburg, 18.10.2000

Die Vögel

Die Vögel,
auf dem Dachfirst sie sitzen,
ihre Schwingen ausbreiten um in den Weiten zu entschwinden,
ich wünscht ich wäre eine von ihnen,
könnt umherziehen,
unbemerkt von der Welt,
frei von Zwängen und Pflichten.

Zu dir würd‘ ich fliegen,
auf dem Fensterbrett mich niederlassen,
leise und still.
Dich einfach nur betrachten,
an deinem Anblick mich erfreuen.

Mir fehlt der Mut
zu sagen was ich empfinde,
was ich fühle für dich.
Und so leide ich still
und Träume.

Hamburg, 26.08.1999

Sehnsucht nach Zärtlichkeit

Da sind soviel Leute zum reden,
soviel Möglichkeiten um sich zu zerstreuen,
soviel um sich abzulenken.

Und doch,
es fehlt mir die Zärtlichkeit,
die stillen Stunden,
in denen man nichts sagen muß,
nur geben und nehmen,
Wärme und Zuneigung,
Liebe und Verständnis,
ohne Worte.

Das sind die Augenblicke die mir fehlen.
Nicht der dieser alltägliche Kram.
Nicht der Luxus,
nicht der Erfolg.

Doch,
wo ist die Frau,
die Person,
mit der ich eins sein kann ?
Verschmelzen zu einem Wesen,
gemeinsam in der Dunkelheit versinken,
die Welt hinter sich lassen,
erkennen was zählt,
sich,
und nur sich,
uns genießen.

So viele um mich herum,
doch niemand der mich versteht.

Bielefeld, 09.06.1999

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