Mülleimer dieser Welt

In Puerto Natales (Chile) habe ich im Januar 2017 den folgenden, witzigen Mülleimer in der Stadt entdeckt. Hier muss Homer Simpson den Müll einsammeln. Eine schöne Idee. Die Aufschrift auf der Figur lautet übrigens Homero, so wird Homer hier in der Landessprache genannt.

In der Stadt gibt es noch andere, z.B. Bauarbeiter, Mülleimer-Figuren.

Wenn Frauen ihre Autos lieben

Das Foto stammt von einem Grabmal auf dem Friedhof La Recoleta in Buenos Aires. Die Dame scheint ihren Edsel wirklich geliebt zu haben, denn nur ihr Portrait und das  Bild mit dem Auto zieren ihr Mausoleum. Ihr Geburtsdatum sucht man auf der Marmorplatte, wie übrigens bei fast allen Grabstätten auf dem Friedhof, vergebens.

Vom Edsel hat Ford von 1957 bis 1960 nur 111847 Stück gebaut, der Wagen kam bei den potentiellen Kunden nicht gut an. Bemängelt wurde unter anderem ein zu kleines Handschuhfach.

Diese Bilder sind eine schöne Sitte wie ich finde, kann sich doch der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von der hier ruhenden Person machen.

Siehe auch Cementerio de la Recoleta

Eichelkaffee

Aus reifen Eicheln lässt sich mit etwas Arbeit ein leckerer Kaffee-Ersatz zubereiten. Dieser Eichelkaffee hat einen komplett eigenen Geschmack und erinnert nicht die Bohne an echten Kaffee. Der Arbeitsaufwand ist relativ hoch, bei mir hat es zwei Stunden gebraucht, aber das neue Geschmacks-Erlebnis war es wert.

1. Reife Eicheln sammeln.

Eicheln für den Eichelkaffee

2. Die Eicheln müssen von der Schale befreit werden. Am Besten geht dies mit einem Nussknacker oder einer Wasserpumpenzange. Ich habe die Eicheln hochkant mit der Zange geknackt, das klappte ganz gut und ohne nennenswerte Verluste.

Geschälte Eicheln für den Eichelkaffee

3. Nun müssen die Kerne von der inneren, braunen Schale befreit werden. Diese kann man mit einem Messer mühsam und zeitaufwendig abkratzen oder aber die Kerne kurz in nicht mehr kochendes Wasser legen und kurz ziehen lassen. Danach lässt sich die Pelle ganz leicht entfernen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Eicheln sofort weiter verarbeitet werden müssen. Ansonsten laufen sie sehr schnell schwarz an.

Eicheln für den Eichelkaffee

4. Noch schnell die dunklen und schlechte Stellen abschneiden und die Eicheln sind sauber.

Geputzte Eicheln

5. Mit dem Messer die Eicheln klein würfeln und in eine Pfanne ohne Fett geben. Ich habe eine Eisenpfanne benutzt, was prima funktioniert hat. Die Würfel bei milder Hitze und unter stetigem Wenden, langsam rösten. Die Pfanne nicht zu heiß werden lassen, sonst brennen die Eicheln schnell an und verderben den Geschmack.

Eicheln vor dem Rösten

6. Wie gesagt, langsam und behutsam rösten. Bei mir hat es 20 Minuten gedauert bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht war. Die Pfanne vom Feuer nehmen.

Geröstete Eicheln

7. Die gerösteten Würfel im Mörser zu einem feinen Pulver zerstoßen. Die Würfel waren bei mir sehr hart und so war das Mörsern entsprechend anstrengend und langwierig.

Eicheln im Mörser

8. Um ehrlich zu sein, nach 5 Minuten schweißtreibender Arbeit am Mörser, habe ich aufgegeben. Die Würfel habe ich dann im Thermomix schnell und mühelos zu Pulver zermahlen.

Eichelkaffee Pulver

9. Pro Tasse habe ich 2 gehäufte Teelöffel in einer Topf gegeben und anschließend mit Wasser übergossen. Pro gewünschter Tasse muss die 1,5 fache Menge an Wasser verwendet werden. Das Pulver saugt viel Wasser auf, das gilt es auszugleichen. Dann das Gebräu weniger als 5 Minuten aufkochen lassen und dabei ab und an umrühren, damit nichts anbrennt.

Eichelkaffee kochen

10. Den fertigen Eichelkaffee durch ein Teesieb in die Tassen füllen. Fertig.
Wenn gewünscht kann der Eichelkaffee mit etwas Zimt oder Zucker „verfeinert“ werden. Aber pur schmeckt er immer noch am Besten.

Eichelkaffe

Danke an Addi für den Tipp

Das siebente Siegel

Das Schwerste auf diese Welt ist das Glauben,
dass ist als würde man jemanden lieben,
der draußen der in Finsternis ist,
und der sich nie zeigt,
wenn man nach ihm ruft…

Aus dem Film „Das siebente Siegel“ (1957)

The Greatest Speech Ever Made

Die Abschlussrede von Charlie Chaplin aus dem Film „Der große Diktator“, komponiert mit aktuellen Bildern. Einfach nur Gänsehaut! Seine Worte haben auch nach über 70 Jahren nichts an Brisanz verloren.

Sir Charles Chaplin (1889-1977) spielt in dieser genialen Nazi-Verarsche aus dem Jahr 1940 den Führer wider Willen. Die Abschlussrede gibt es auch im Original. Den kompletten Film in deutsch gibt es hier. Sehr empfehlenswert. Chaplin wußte sehr genau wie man den Nazis den Spiegel vorhält.