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Wandern in Jordanien – Wadi Rum

Am Anfang von Wadi Rum, also in der Nähe des gleichnamigen Ortes, trifft man noch häufiger auf Touristen. Nach wenigen Stunden wandern ist man aber schon fast allein. In der von Sandsteinfelsen durchsetzte Wüste ist es unheimlich ruhig. Außer den eigenen Geräuschen und dem Wind hört man nichts. Es gibt zahlreiche schöne und geschützte Plätze zum Zelten und rasten.
Im Wadi Rum liegt der mit 1854m höchste Berg Jordaniens, der Jebel Um ad-Dhami. Er lässt sich, etwas Trittsicherheit vorausgesetzt, gut ersteigen. Eine Bilderserie vom Berg und dem Wadi Rum gibt es hier.

Wandern in Jordanien – Vom Wadi Finan nach Klein Petra

Für die Strecke haben wir im November 2017 fünf Tage benötigt. Gestartet sind wir an der Ökolodge im Wadi Finan, dort hatten wir auch übernachtet. Die ausschließlich vom Kerzenschein erleuchtet Lodge ist unheimlich romantisch. Auf der Dachterasse liegend kann man nächtens den klaren Sternenhimmel betrachten.
Von dort ging es 1100 Hm das Wadi Dhana hinauf zum Dorf Dhana. Der letzte Anstieg hat es in sich. Übernachtet haben wir im Dhana Guesthouse, bei Sonnenuntergang konnten wir die Wölfe in den Bergen heulen hören.
Weiter ging es Richtung Mansura und am Wadi Arab entlang bis nach Klein Petra. Die Aussichten sind unbeschreiblich schön und die Landschaft ändert sich fast hinter jeder Kurve.
Siehe auch die Bilderserie und den Film zu Klein Petra.

Nationalpark Dhana (Jordanien)

Die folgenden Bilder sind im November 2017 beim Trekking in und um den Dhana Nationalpark in Jordanien entstanden. Startpunkt war die Ökolodge in Wadi Finan. Eine Übernachtung in der Ökolodge kann ich jeden wärmstens empfehlen. Das gesamte Haus, mit Ausnahme des Büros und der Badezimmer, ist lediglich mit Kerzen beleuchtet. Das vegetarische Abendessen wird bei Kerzenschein eingenommen. Die Wände der stillvoll gestaltete Gästezimmer haben kleine, mit bunten Spiegelscherben verzierte Nischen für die Kerzen. Die Atmosphäre die das flackernde Kerzenlicht im Zimmer verbreitet, ist einfach unbeschreiblich romantisch. Auf dem Flachdach des Gebäudes kann man nach Sonnenuntergang, auf einer weichen Matte sitzend oder liegend, bei einem arabischen Tee den meist klaren Sternenhimmel bewundern. Da es so gut wie keine Lichtverschmutzung gibt, kann man die Milchstraße und andere kleine Sterne klar und deutlich erkennen. Ein Anblick den man bei uns in Deutschland eher selten sieht.
Die Wanderung führte von dort durch das Wadi Dhana, 1000 Meter hoch zum Dorf Dhana. Vom Balkon des dortigen Gästehauses konnten wir bei Sonnenuntergang die wilden Wölfe in den Bergen heulen hören. Das Trekking führte am nächsten Tag weiter in Richtung Mansura.

Mülleimer dieser Welt – Al-Mughayer (Jordanien)

Diese schöne Mülltonne (im wahrsten Sinne des Wortes) steht neben einer KFZ-Werkstatt in Al-Mughayer. Wir hatten mit dem Bus eine Reifenpanne und haben hier den defekten Reifen reparieren lassen (in Jordanien ist das noch möglich). Trotz der späten Stunde hatte die Werkstatt noch offen und wir wurden prompt und zuvorkommend bedient. Die Mechaniker hatten viel Spaß mit den 15 Touristen die ungeplant ihr Geschäft „stürmten“. Eine der drei Garagen war zum Wohnzimmer umgestaltet worden. Auf einem der alten aber bequemen Sofas wurden wir zum Tee eingeladen. Ohne Tee geht in Jordanien scheinbar gar nichts.

Al-Mughayer

Das Bild wurde am 12.11.2017 aufgenommen.

Wandern in Jordanien – Wadi Ibn Hammad

Das Wasser im Wadi wird von einer abgelegenen heißen Quelle gespeist. Der Bach zwischen den steilen Felswänden ist die ganze Strecke über lauwarm und mit Trekkingsandalen lässt es sich im Wasser gut laufen. Das Wadi Ibn Hammad, das übrigens 170m unterhalb des Meeresspiegel liegt, ist ein echter Geheimtipp für Wanderer. Bei Hochwasser kann es allerdings nicht begangen werden. Eine Bilderserie vom Wadi Ibn Hammad gibt es hier.

Wadi Rum (Jordanien)

Das Wadi Rum, gesprochen Wadi Ram, ist ein 74.000 Hektar großes Schutzgebiet im Südwesten von Jordanien. Das Wadi besteht überwiegend aus Fels- und Sandwüste. Es ist, nach Petra, eines der wichtigsten touristischen Ziele im Land. Besonders Bergsteiger und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Es ist wunderbar ruhig und Nachts leuchtet dazu ein unbeschreiblich klarer Sternenhimmel. Ein mehrtägiges Trekking macht hier richtig Spaß und wirkt unheimlich entspannend auf die gereizten Nerven eines europäischen Großstadtbewohners. Mit etwas Glück man auf eine Kamelherde treffen. Die Beduinen züchten die Tiere für den Verkauf. Die Vorderläufe sind mit einem Strick zusammen gebunden. Damit können die Kamele frei umher wandern aber nicht weglaufen.
Vom Jebel Um ad-Dhami, den mit 1854m höchsten Berg in Jordanien, hat man eine überragende Aussicht auf die Umgebung. An klaren Tagen kann man bis zum Roten Meer sehen. Mit Wanderschuhen und ausreichend Trittsicherheit kann der Gipfel ohne Probleme erstiegen werden.

Die Bildersind im November 2017 auf einer dreitägigen Trekkingtour durch das Wadi Rum entstanden.

Wadi Ibn Hammad (Jordanien)

Das Wadi Ibn Hammad ist ein Geheimtipp für eine Tageswanderung in Jordanien. Durch lauwarmes Wasser watet man zwischen steilen Schluchten und üppiger Vegetation. Von oben ranken sich hängende Gärten hinab. Das mineralienreiche Wasser hat an den Felsen bunten Spuren hinterlassen. Ein Wasserfall speist den warmen, knöcheltiefen Bach durch den man geht. Am Ende steigt man durch eine Mondlandschaft wieder aus dem Tal herauf. Vier Stunden sollte man mindestens für die Wanderung einplanen.
Der Staat Jordanien baut am Ende vom Wadi Ibn Hammad ein Staudamm um das Wasser nutzen zu können (Stand 2017). Deshalb kann man es leider nicht mehr komplett durchwandern. Aber in dieser trockenen Gegend ist jeder Tropfen Wasser kostbar. Die Beduinen zapfen mit schwarzen Plastik-Schläuchen Wasser aus dem Bach ab um ihre Ziegen zu tränken.

Die Bilder sind am 13.11.2017 aufgenommen worden.

Die ehemalige Nabatäerstadt Petra im Film

Die folgenden Aufnahmen sind im November 2017 in und um Petra, der ehemalige Hauptstadt der Nabatäer, in heutigen Jordanien entstanden. Der Film zeigt den Siq, das Schatzhaus der Beduinen, die Königswand, den Tempel Ad-Deir, Eindrücke vom Al-Madras Trail, den hohe Opferplatz und vieles mehr. Der Film kann die Realität nur ungenügend wiedergeben. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich schön und spannend. Überall trifft man auf alte Gräber, Wohnungen und Tempel. Im Sand verstreut findet man an vielen Stellen immer noch Jahrhunderte alte Tonscherben.

Petra – Teil 2 (Jordanien)

Vor vielen der alten Behausungen findet man im Sand kleine und große antike Tonscherben. Diese stammen aus den unterschiedlichsten Epochen. Die Nabatäischen erkennt man daran, dass sie hauch dünn und meist bemalt sind. Petra war im dritten Jahrhundert vor Christus eine blühende Handelsstadt. Sie lag am Knotenpunkt wichtiger Karawanenrouten und die Nabatäer kontrollierten den Handel, das machte sie reich. Da der Siq, der lange und enge Zugang zu Petra, nicht für Kamel-Karawanen geeignet war, rasteten diese in Klein Petra und schlugen dort auch auch ihre Waren um.
Petra muss man selbst erlebt haben, jede Beschreibung verblasst hinter der Realität. Mindestens zwei, besser drei Tage sollte man für einen Besuch einplanen, so weitläufig ist das Gelände. Aber man muss nie weit laufen um etwas neues zu entdecken, hinter fast jeder Ecke trifft man auf Ruinen und Tempel. Bis auf das Schatzhaus kann man fast alle Bauten betreten, so man sie denn erreicht.
Ein unvollendetes Grab, siehe Bild, veranschaulicht wie die alten Nabatäer gebaut haben. Nur der obere Teil des Grabes wurde fertiggestellt. Das bedeutet, der Sandstein wurde von oben nach unten und von außen nach innen bearbeitet. Somit konnten die Arbeiter den unteren, unbearbeiteten Sandstein als Arbeitspodest nutzen. Die Verwendung eines Holzgerüsts war aufgrund der Holzknappheit im Land nicht rentabel.

Die Bilder sind im November 2017 entstanden.

Petra – Teil 1 (Jordanien)

Petra ist die alte Nabatäer Hauptstadt im heutigen Jordanien. Sie ist die Touristenattraktion Nummer Eins im Land. Der weitere Talkessel ist übersät mit mehr als 800 Ruinen von alten Tempeln, Gräbern und Wohnungen die direkt in die Sandsteinfelsen gehauen worden sind. Noch zweimal so viele sollen Sand verborgen liegen. Egal wo man hin geht oder sich wendet, überall trifft man auf alte Bauten und Touristen. Zum Glück gibt es diverse Wandertrails die einen zu weniger stark frequentierten Sehenswürdigkeiten führen, sofern man gut zu Fuss und entsprechend trittsicher ist.
Eine etwa 1km lange, enge Schlucht, der Siq, führt zum so genannten Schatzhaus der Beduinen. Das Schatzhaus ist aber eigentlich ein zum Tempel umgebautes altes Grabmal, bzw. ein ehemaliges Grabmal das man zum Tempel umgestaltet hat. So ganz sicher sind sich die Experten da noch nicht. Dahinter öffnet sich das Tal und quasi jeder Felsen ist behauen. Unglaublich. Die Bauwerke weisen sowohl römische, ägyptische, mesopotamische als auch nabatäische Baumerkmale auf.

Die Bilder sind im November 2017 entstanden.

Klein Petra (Siq el-Barid) im Film

Die Aufnahmen sind am 17.11.2017 während einer Wander-Reise durch Jordanien entstanden. Die Nabatäer-Stadt Klein Petra fungierte als Rast- und Umschlagplatz für die großen Kamel-Karawanen. Vor dem Tor der kleinen Stadt liegt ein freier, ebener Platz, direkt neben der Zisterne, ideal für die vielen Kamele. Die Zisterne ist heute leer, früher verhinderte der Putz an den Wänden, dass das Wasser durch den porösen Sandstein versickerte. Der Eingang zur Stadt konnte früher durch ein Tor verschlossen werden.

Klein Petra (Jordanien)

Klein Petra oder Siq el-Barid wirkt fast wie eine kleine Version der Nabatäerstadt Petra, in deren direkter Nähe sie liegt. In Wahrheit war sie aber ein Karawanenrastplatz vor Petra. Hier haben die Karawanen vom Mittelmeer und vom Roten Meer gerastet und ihre Waren umgeschlagen. Der lange schmale Siq, der Zugang zu Petra, ist für Kamelkarawanen zu eng. Die Lage von Klein Petra ist günstig gewählt. Der Zugang erfolgt über eine enge Schlucht die durch eine Tü verschlossen werden konnte und davor befindet sich ein großer, ebener Platz. Ideal für die vielen Kamele. Das Wasser kam unter anderem aus einer in den Fels gebauten Zisterne in der Nähe. Die Zisterne ist offen und kann ebenfalls besichtigt werden.
Auch in Klein Petra sind die Gräber, Tempel und Wohnungen, wie in Petra, direkt in den Sandsteinfels gehauen worden. Allerdings sind es deutlich weniger als in Petra. Klein Petra hat seinen Charme, vor allem weil sich hier deutlich weniger Touristen aufhalten als in Petra.

Die Bilder sind am 17.11.2017 entstanden.

Die Ruinen von Jerash, dem römische Gerasa (Jordanien)

Erste Spuren menschlicher Besiedlung in der Gegend stammen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. Bis zum 1 Jahrhundert n. Chr. spielte Gerasa aber nur eine unbedeutende Rolle als Stadt. Im Jahr 63 vor Christus wurde sie durch den römischen General Pompeius erobert. Im folgenden blühte die Stadt unter römische Herrschaft förmlich auf. Als Handelsstadt machte sie fortan Petra Konkurenz. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer starken Bautätigkeit und damit zu einer Fülle an noch erhaltenen Baudenkmälern.
Heute gilt Gerasa eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt Ein ovales Forum, eine 600 m lange von Säulen gesäumte Allee, diverse Tempel und mit Mosaiken geschmückte Kirchen, ein Nymphäum mit fließendem Wasser und ein 5000 Zuschauer fassendes Amphitheater mit super Akustik sind nur einige der Sehenswürdigkeiten dieser großen römisch-byzantinischen Stätte.
Man darf fast alle Objekte betreten und besichtigen. Das Gelände ist riesig und noch nicht vollständig ausgegraben, bzw. restauriert.

Die Bilder sind am 12.11.2017 entstanden.

Die Ruinen von Jerash (Jordanien) im Film

Im November 2017 besuchten wir in Jordanien die Ruinen von Jerash, das römischen Gerasa. Dabei sind die folgende Filmaufnahmen entstanden. Die Tour startet am außerhalb der alten Stadt gelegenen Hadriansbogen, führt vorbei an der alten Rennbahn hin zum berühmten ovalen Forum. Von dort ging es weiter durch den Säulengang, vorbei am Nymphäum (einem Brunnen) zum Nordtheater. Dieses bot ca. 800 Zuschauern Platz. Die folgenden Bilder zeigen die Kirche St. Cosmas und Damian, den Artemis Tempel und schließlich das große Südtheater das 5000 Zuschauer aufnehmen konnte.
Das Gelände ist riesig und es gibt sehr viel zu sehen, man sollte für einen Besuch mindestens einen halben Tag einplanen.

Kreuzfahrerburg Kerak (Jordanien)

Die im Jahre 2008 renovierten Überreste der alten Kreuzfahrerburg Kerak, auch Crac des Moabites genannt, thronen auf einem Felsvorsprung über der Stadt Kerak in Jordanien. Die massive Nord-Front wurde durch zwei Ecktürme verstärkt. An der östlichen Mauer befanden sich vier Türme. Die südliche Seite wird durch den, auf einer Klippe stehenden, Burgfried dominiert.
Die Burg wurde von 1142 bis 1188 von den Kreuzfahrern erbaut und 1263 bis 1517 von den Mameluken erweitert. Die beiden Bauabschnitte lassen sich auch heute noch anhand der verwendeten Steine gut erkennen. Die Kreuzfahrer verwendeten große, grob behauene Blöcke aus hartem, dunklen Kalkstein. Die Mameluken hingegen bauten mit weicherem Kalkstein, präzise in quadratische Blöcke geschnittenen, aber mit einer rauen bzw. rustikalen Oberfläche.
Die aus zwei Ebenen bestehende Burg ist eine gelungene Mischung aus europäischem, byzantinischem und arabischem Baustil. Die obere Ebene beherrbergte die meisten der Hauptgebäude, wie z.B. die alte Kreuzfahrerkirche, die Empfangshalle der Mameluken und die Moschee.
Die teilweise unterirdisch gelegenen Räume sind fast alle begehbar und verströmen eine einmalige Atmosphäre.

Die Bilder sind am 13.11.2017 entstanden.

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