{"id":637,"date":"2014-03-11T22:29:09","date_gmt":"2014-03-11T21:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berengi.de\/wpb\/?p=637"},"modified":"2019-09-23T22:56:55","modified_gmt":"2019-09-23T20:56:55","slug":"reisetagebuch-borneo-maratua-atoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/2014\/03\/reisetagebuch-borneo-maratua-atoll\/","title":{"rendered":"Reisetagebuch Borneo &#8211; Maratua Atoll"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt sie noch immer, diese Paradiese die eine lange und beschwerliche Reise wert sind. Das Maratua Atoll in Borneo ist eines davon. Und wenn du beim Tauchen Schildkr\u00f6ten, Schildkr\u00f6ten und noch mehr Schildkr\u00f6ten sehen willst dann erst recht.<\/p>\n<p>22.03.2012<br \/>\nAm Donnerstag bin ich gegen 15 Uhr daheim in Bielefeld abgefahren. Die Autobahnen waren \u00fcberraschenderweise frei und gegen 18:30 Uhr kam ich am Hotel in Frankfurt an. Martin und Ilka waren bereits kurz vor mir eingetroffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_655\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/blume-maratua-atoll.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-655\" class=\"wp-image-655 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/blume-maratua-atoll-150x150.jpg\" alt=\"Maratua Atoll\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-655\" class=\"wp-caption-text\">Maratua Atoll<\/p><\/div>\n<p>Das Hotel war nicht toll, aber f\u00fcr eine Nacht durchaus ertr\u00e4glich. Inklusive dem Parkplatz f\u00fcr die Dauer der Reise kostete es auch nur 120 Euro. Das Restaurant war nebenan, Mediterrane K\u00fcche, war etwas seltsam. Der Kellner war unfreundlich und unprofessionell. Das Essen kam sp\u00e4t und es war nicht lecker. Klasse war, als der Koch urpl\u00f6tzlich bei uns am Tisch stand, sich verbeugte und &#8222;Guten Tag&#8220; sagte. Anschlie\u00dfend r\u00e4umte er Martins und meinen Teller ab, obwohl Ilka noch am Essen war. Und dann war die Rechnung auch noch falsch, zu unseren Ungunsten. Danach ging es ins Hotel, habe noch etwas ferngesehen und mich dann schlafen gelegt.<!--more--><\/p>\n<p>23.\/24.03.2012<br \/>\nMorgens haben wir im Hotel gefr\u00fchst\u00fcckt und mittendrin die Autos ins Parkhaus gefahren. Um 9:15 Uhr ging es mit dem Hotel-Shuttle zum Flughafen.<br \/>\nDas Einchecken lief schnell und problemlos. Danach haben wir in der Raucher-Lounge noch schnell zwei Zigaretten durchgezogen.<\/p>\n<div id=\"attachment_656\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/batavia-air.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656\" class=\"wp-image-656 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/batavia-air-150x150.jpg\" alt=\"Die Maschine der Batavia Air\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-656\" class=\"wp-caption-text\">Die Maschine der Batavia Air<\/p><\/div>\n<p>In einem A380 von Singapur Airlines sind wir von Frankfurt nach Singapur geflogen. Wir sind 45 Minuten zu sp\u00e4t gestartet, da ein Passagier nicht erschienen war. Deshalb musste erst sein Gep\u00e4ck entladen werden, vorher ging e nicht los. Der Flug dauerte 12 Stunden, aber wir hatten zum Gl\u00fcck gute, sehr gute Sitzpl\u00e4tze im Oberdeck des A380. Nur die T\u00fcr an der ich sa\u00df, hat bei Start und Landung ziemlich laut geknarrt. Die Schlaftablette wollte irgendwie gar nicht wirken. Nach einer Stunde war ich wieder wach. Martin und Ilka nach 3 Stunden.<br \/>\nSingapur ist der sch\u00f6nste und leiseste Flughafen auf dem ich je war. Doch kaum angekommen, sind wir auch schon wieder in den n\u00e4chsten Flieger gesprungen. So kam wenigstens keine Langeweile auf. Weiter ging es 4 Stunden lang mit einem A320 nach Balikpapan in Indonesien.<br \/>\nDort wurden wir nach den Einreiseformalit\u00e4ten, Visum kaufen usw., von unserem Reiseagenten empfangen, der uns auf den weiteren Flug eincheckte. Ohne ihn und die Dollars die er den Flughafenangestellten mehr oder weniger heimlich zusteckte, w\u00e4ren wir wohl noch immer dort.<br \/>\nNachdem wir noch schnell Zigaretten gekauft hatten, bestiegen wir die Maschine der &#8222;Batavia Air&#8220; und flogen weiter nach Berau, einer kleinen Bergarbeiterstadt in Borneo. Im gesamten Flieger sa\u00dfen mit uns nur 4 Europ\u00e4er, sonst nur Einheimische. Nach nur einer Stunde Flug setzten wir zur Landung an. Der Landeanflug war f\u00fcr westliche Augen echt grausam. Je n\u00e4her wir der Stadt kamen umso gr\u00f6\u00dfer wurden die in den Urwald gerissenen, weit sichtbaren Narben. Angekommen stiegen wir mitten auf dem Rollfeld aus und die Einheimischen steckten sich direkt neben dem Flugzeug erst mal eine Zigarette an. Andere L\u00e4nder, andere Sitten.<br \/>\nAm Flughafen wurden wir Europ\u00e4er von den einheimischen Kindern bestaunt wie Aliens. Ein kleiner Junge hat mich erst 2 Minuten beobachtet und kam dann langsam n\u00e4her. Als er endlich genug Mut gesammelt hatte, fasste er mich kurz ans Bein. Wahrscheinlich um zu testen, ob ich echt bin. Seine Schwester hat mich die ganze Zeit beobachtet und immer schnell weggesehen wenn ich zu ihr r\u00fcber geschaut habe. Beim Weggehen habe ich ihr zugewunken, da hat sie gel\u00e4chelt und zur\u00fcck gewunken.<\/p>\n<div id=\"attachment_639\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/berau-borneo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-639\" class=\"wp-image-639 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/berau-borneo-150x150.jpg\" alt=\"Berau in Borneo\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-639\" class=\"wp-caption-text\">Berau in Borneo<\/p><\/div>\n<p>Vom Flughafen sind wir mit einem Pickup ans Flussufer gefahren worden. Der Flughafen liegt quasi mitten im Busch. Berau selber ist dreckig und der Stra\u00dfenverkehr ist selbstm\u00f6rderisch. Linksverkehr und alles voller Motorroller die links und rechts \u00fcberholten w\u00e4hrend sie auf dieselbe Weise \u00fcberholt werden. In einem Auto hatte der Fahrer sein kleines Kind auf dem Scho\u00df, das die H\u00e4nde am Lenkrad hatte. Oder, w\u00e4hrend wir im Auto links einen LKW \u00fcberholt haben, ist rechts am LKW ein Roller mit 3 Personen (Vater, Mutter und Kind) an uns vorbei gezogen. Was parallel im Gegenverkehr los war mag ich gar nicht erz\u00e4hlen, das glaubt mir eh keiner.\u00a0 Ich w\u00e4re dort keinen Meter gefahren. Auch schon wegen der unz\u00e4hligen Schlagl\u00f6cher, die auch noch umfahren werden mussten.<br \/>\nAm Fluss angekommen wartete das Speed Boot bereits auf uns und schnell wir luden unser Gep\u00e4ck um. Das Boot hatte zwei 250 PS Au\u00dfenborder, ein Dach und ein winzig kleines Seewasserklo das nur von Schlangenmenschen benutzt werden konnte. Aber mit gen\u00fcgend Druck auf der Blase mutierten auch wir zu eben diesen Schlangenmenschen. Nach drei endlosen Stunden Bootsfahrt \u00fcber den Fluss und das Meer, erreichten wir endlich unser Ziel, das Muratua Atoll.<br \/>\nBin v\u00f6llig fertig.<\/p>\n<p>25.03.2012<br \/>\n7:50 Uhr, ich habe die Nacht gut und ohne M\u00fcckenstich geschlafen. Das Wetter ist sch\u00f6n, der Himmel zu 50% bew\u00f6lkt. Beim morgendlichen Gang \u00fcber die Insel habe ich erste Fotos gemacht und an der Bar zwei kleine Warane gesehen. Gegen 8:30 Uhr sind wir drei dann gemeinsam zum Fr\u00fchst\u00fcck gegangen. Die anderen Tauchen auf der Insel waren schon zu ihrem Tauchausflug aufgebrochen, so hatten wir die \u00fcberdachte Restaurant-Terrasse ganz f\u00fcr uns allein. Klasse!<\/p>\n<div id=\"attachment_640\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-maratua-atoll.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-640\" class=\"wp-image-640 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-maratua-atoll-150x150.jpg\" alt=\"Nabuccu Island - Maratua Atoll\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-640\" class=\"wp-caption-text\">Nabuccu Island &#8211; Maratua Atoll<\/p><\/div>\n<p>Man kann so viel bestellen wie man mag und vertragen kann. Ich hatte zuerst die indonesischen, gebratenen Nudel und anschlie\u00dfend Pfannkuchen. Die Nudeln sind mit denen die es in Deutschland gibt nicht zu vergleichen, die sind einfach nur geil. Man schmeckt die ganzen Gew\u00fcrze und das frische Gem\u00fcse durch und nicht die billige Sojaso\u00dfe wie daheim.<br \/>\nUm 10 Uhr sind wir dann zu unserem ersten Tauchgang aufgebrochen. Der Tauchplatz war bereits nach 10 Minuten Fahrt erreicht. Martin und ich waren die einzigen G\u00e4ste an Bord. Die Sicht Unterwasser war nur mittelpr\u00e4chtig, aber f\u00fcr einen Checkdive ok. Hatte zu Anfang wieder meine \u00fcblichen Angstattacken, das scheint mit dem Alter schlimmer zu werden. Aber das hat sich dann wie immer schnell gelegt.<br \/>\nEs gibt hier unheimlich viele Schildkr\u00f6ten, beim ersten Tauchgang haben wir mindestens 20 von ihnen gesehen.<br \/>\nAls wir nach dem ersten Dive aus dem Wasser kamen, war es schwach am Regnen. Aber ok, wir sind auch am Ende der Regenzeit angereist. Zur\u00fcck auf der Insel hatten wir 3 Stunden Pause. D.h. faul in der Sonne, die inzwischen wieder schien, bzw. im Schatten liegen. Es war hei\u00df, hei\u00df, schei\u00dfe hei\u00df! Beim Checkdive war Martin aufgefallen, dass seine neue Taucherbrille nicht dicht war. Deshalb hatte er sie zur Reparatur im Office abgegeben. Um 15 Uhr war der zweite Tauchgang des Tages angesetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_641\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-ressort.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-641\" class=\"wp-image-641 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-ressort-150x150.jpg\" alt=\"Nabuccu Island Ressort\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-641\" class=\"wp-caption-text\">Nabuccu Island Ressort<\/p><\/div>\n<p>Diesmal hatten wir etwas Str\u00f6mung die nach 30 Minuten drehte. Wir haben viele kleine Fische gesehen und mehr als 10 Schildkr\u00f6ten. Die werden schon fast langweilig. Als wir nach dem Tauchen wieder auf der Insel ankamen, lag da schon das Boot mit den anderen Tauchern und wurde gerade entladen. Was f\u00fcr ein Gewusel am engen Steg. Als Willkommensgru\u00df gab es leckeren Kuchen. Backen k\u00f6nnen die hier, erste Sahne! Auf der Terrasse unseres Hauses konnten wir anschlie\u00dfend nicht sitzen, in der Abendsonne war es viel zu hei\u00df. Wie in einem Backofen.<br \/>\nJetzt bin ich, sind wir, geduscht und warten auf den Gong der uns zum Abendessen rufen soll. Der l\u00e4utet gegen 19 Uhr, bzw. gerade jetzt. 10 Minuten warten wir noch, dann geht es los. Ich habe schon wieder Hunger. Wir haben \u00fcbrigens Halbpension, also Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen gebucht, genau die richtige Wahl.<br \/>\nZum Abendessen gab es:<br \/>\n1. Zwiebelkuchen<br \/>\n2. Salat mit K\u00e4sestreifen<br \/>\n3. Gem\u00fcsesuppe<br \/>\n4. Fisch mit Kartoffeln und Brokkoli<br \/>\n5. Jack-Fruit-Rolle<\/p>\n<p>Martin und Ilka sitzen auf der Treppe um Meer und sehen sich Fische und Babyrochen an. Die Sterne funkeln am Himmel, wie in der letzten Nacht auch. Wenn wir das Licht ausmachen sieht man sie ganz gut, es gibt hier kein st\u00f6rendes Streulicht wie in Europa. Die Geckos machen wie \u00fcblich L\u00e4rm. Nach 2 Dosen Bier sind wir zu Bett gegangen.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nNabucco Island (Borneo)<br \/>\n54 Minuten, 27,3m maximale Tiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nCheckdive mit 7kg Blei. Viele Schildkr\u00f6ten, sehr viele! Kleinkram.<\/p>\n<p>Leo Wall (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n61 Minuten, 37,3m maximale Tiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nSehr, sehr viele Schildkr\u00f6ten. Wechselnde Str\u00f6mung. Sch\u00f6n<\/p>\n<p>26.03.2012<br \/>\nIn der Nacht tobte ein Tropengewitter \u00fcber die Insel. Am fr\u00fchen Morgen, gegen 5 Uhr, dr\u00fcckte der Sturm den Regen unter meiner T\u00fcr durch. Kurz danach rann dann das Wasser auch durchs Fenster ins Zimmer. Die Rinnsale flossen bis zum Bett. Nebenan, bei Martin und Ilka, tropfte es durchs Dach, genau auf das Moskitonetz und dann aufs Bett.<\/p>\n<div id=\"attachment_642\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/tropengewitter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-642\" class=\"wp-image-642 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/tropengewitter-150x150.jpg\" alt=\"Unsere H\u00fctte im Regen\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-642\" class=\"wp-caption-text\">Unsere H\u00fctte im Regen<\/p><\/div>\n<p>Nach Sonnenaufgang schlugen die Wellen noch immer unter unsere H\u00fctte, die auf Pf\u00e4hlen gebaut direkt am Meer stand. Der Regen war so dicht, dass man h\u00f6chstens 100m weit \u00fcber das Meer sehen konnte. Voll das Unwetter. Martin hatte seine Matratze hochgestellt, damit sie nicht noch nasser wird. Ich habe mein Bett vom Fenster und T\u00fcr weg geschoben. Gegen 8 Uhr sind wir dann gemeinsam, mit Regenschirmen bewaffnet, durch den immer noch prasselnden Regen zum Fr\u00fchst\u00fcck gegangen. Gut, dass ich die Regenjacke mit in die Tropen genommen hatte.<br \/>\nBeim Fr\u00fchst\u00fcck war ich mal wieder experimentierfreudig und hatte mir gebratenen Reis und Bananen bestellt. Sehr lecker, nur die Bananen waren leider etwas zu fettig. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sa\u00dfen wir in unserer H\u00fctte und tranken selbstgebr\u00fchten Instantkaffee bzw. Tee. Martin hatte zum Gl\u00fcck einen Reisewasserkocher eingepackt.<br \/>\nJetzt sitzen wir in der \u00fcberdachten Bar und rauche eine Zigarette. Es regnet noch immer, aber nicht mehr so heftig und das Gewitter war inzwischen auch abgeklungen. Am Horizont zeigten sich erste helle Streifen, bildete ich mir zumindest ein.<br \/>\nEiner der Taucher ist heute Morgen um 8 Uhr rausgefahren, bei Regen und ohne Sicht. Das ist mal Hardcore. Seine Frau ist aber hier geblieben, sie sitzt ein Buch lesend im Restaurant. Wir planen derzeit gegen 11 Uhr tauchen zu gehen.<\/p>\n<p>Den 11 Uhr Tauchgang haben wir wegen des anhaltenden Regens abgesagt. Bei so einem Wetter hat man Unterwasser eh schlechte Sicht und von den anderen Tauchern wollte auch niemand ins Meer.<\/p>\n<div id=\"attachment_643\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/huette-nabucco-island.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-643\" class=\"wp-image-643 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/huette-nabucco-island-150x150.jpg\" alt=\"Unsere Unterkunft\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-643\" class=\"wp-caption-text\">Unsere Unterkunft<\/p><\/div>\n<p>Die Unterkunft. Wir wohnen auf der Westseite der Insel in einem Doppelholzhaus auf Stelzen. Der hintere Teil der H\u00fctte steht auf dem Land und der vordere mit der Terrasse \u00fcber dem Meer. Sofern nicht gerade Ebbe war. Auf der Veranda k\u00f6nnen wir im Liegestuhl liegend die Abendsonne genie\u00dfen. Vor jedem Appartement stehen jeweils zwei Liegest\u00fchle mit Polster sowie je ein Tisch mit Glasplatte. Eine kleine Treppe f\u00fchrt direkt ins Wasser. Am Dachgiebel h\u00e4ngt ein Scheinwerfer, der das Meer vor der Treppe beleuchtet. Im Lichtschein tummeln sich viele Fische, Babyrochen und auch ab und zu mal eine Seeschlange.<br \/>\nDie H\u00fctte ist in der Mitte geteilt. Die zwei Wohnungen haben separate Eing\u00e4nge. Die Zwischenwand ist sehr d\u00fcnn und man versteht jedes Wort das nebenan gesprochen wird. In den Zimmern stehen jeweils zwei Betten die man aber bei Bedarf zusammenschieben kann. Dar\u00fcber h\u00e4ngt ein Moskitonetz das dem Ganzen den Touch eines Prinzessinnenbettes gibt. Daneben steht eine Lampe die wunderbar warmes, romantisches Licht verbreitet. Der Boden ist mit dunklen Holzdielen ausgelegt. Das Zimmer ist durch einen Raumteiler (Bretterwand) unterteilt. Im vorderen Teil steht das Bett. Im Hinteren steht ein kleiner Schrank aus Holz und Rattan. Dem gegen\u00fcber stehen eine Kofferablage und ein Schreibtisch aus Holz. Das Zimmer hat auch eine Klimaanlage, die hatte ich aber bislang noch nicht in Betrieb. Daf\u00fcr l\u00e4uft aber st\u00e4ndig der eine Deckenventilator, der \u00fcber dem Bett h\u00e4ngt, auf kleiner Stufe. An der R\u00fcckwand des Raumes befindet sich die T\u00fcr zum Bad. Dieses ist \u00fcberdacht und nach oben hin offen, trotzdem ist es nat\u00fcrlich blickdicht. Die gro\u00dfe Dusche ist voll gekachelt. Das Nutzwasser ist ein Gemisch aus Regen- und entsalztem Meerwasser, erw\u00e4rmt wird es in schwarzen Tanks durch die Sonne. Das Abwasser wird anschlie\u00dfend in gro\u00dfen Tanks mit der Hilfe von Bakterien gekl\u00e4rt.<br \/>\nDamit man nicht \u00fcber Sand oder die spitzen Lavasteine laufen muss, f\u00fchren h\u00f6lzerne Stege \u00fcber die gesamte Insel. Sie f\u00fchren auch links und rechts an unserem Haus vorbei bis auf die Terrasse.<\/p>\n<div id=\"attachment_638\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabucco-island-restaurant.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-638\" class=\"wp-image-638 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabucco-island-restaurant-150x150.jpg\" alt=\"Restaurant - Nabucco Island\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-638\" class=\"wp-caption-text\">Restaurant &#8211; Nabucco Island<\/p><\/div>\n<p>Das offene, \u00fcberdachte Restaurant liegt sich auf der S\u00fcdseite der Insel und ist ebenfalls auf Pf\u00e4hlen \u00fcber dem Meer errichtet worden. Je nach Wetterlage k\u00f6nnen die offenen Seiten mit Bambusmatten verh\u00e4ngt werden. Z.B. als Wind- oder Regenschutz. Das Restaurant schlie\u00dft sich an die K\u00fcche, einem Steinbau auf festen Grund, an. Von dort f\u00fchrten dann die besagten Stege \u00fcber die ganze Insel.<br \/>\nEin kleines St\u00fcck weiter, auf der Ostseite, steht die kleine, \u00fcberdachte Bar. Einzig, die bunten Lichterketten wollen nicht wirklich zum idyllischen Aussehen der Umgebung passen. Hinter der Bar befindet sich das Divecenter. Ein kleiner zweiteiliger Holzbau auf Stelzen. Links das &#8222;Office&#8220; und Rechts der Ausr\u00fcstungsraum f\u00fcr die Tauchg\u00e4ste. Hinter dem Geb\u00e4ude befinden sich die Bootsanleger.<br \/>\nEs regnet immer noch, ich sitze im Restaurant und beobachte die Spatzen, die l\u00e4rmend umher h\u00fcpfen oder sich im Dachgeb\u00e4lk tummeln. Es sind drei oder vier. Schwer zu z\u00e4hlen, da sie flink und scheinbar \u00fcberall zugleich sind. Am Tisch gegen\u00fcber sitzt ein \u00e4lteres Ehepaar und spielt Karten. Sonst ist es hier menschenleer. Martin und Ilka sind im Appartement.<br \/>\nDas Meer ist trotz des Regens noch immer wunderbar vielfarbig. Blau, T\u00fcrkis, Ocker und hellbraun.<br \/>\nIch bin m\u00fcde, wegen dem Unwetter habe ich heute Nacht scheinbar zu wenig geschlafen. Gerade auf eine Zigarette in der Bar gewesen, ich wollte hier niemanden vollqualmen. H\u00f6lle, war der nasse Steg mit meinen Flip-Flops glatt. Langeweile macht sich breit. Die Spatzen schauen immer mal wieder vorbei, es k\u00f6nnte ja vielleicht etwas zu essen geben. Martin hatte sie zum Beispiel heute Morgen beim Fr\u00fchst\u00fcck mit Brotkr\u00fcmeln gef\u00fcttert.<br \/>\nIn der K\u00fcche wird gerade das Mittagessen zubereitet, aber leider nicht f\u00fcr uns. Wir hatten, wie bereits erw\u00e4hnt, Halbpension gebucht und bekommen deshalb auch erst heute Abend wieder etwas zu essen. Das reicht auch v\u00f6llig, das Essen ist hier, wie gesagt, lecker und reichhaltig.<\/p>\n<div id=\"attachment_644\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/waran.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-644\" class=\"wp-image-644 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/waran-150x150.jpg\" alt=\"Waran bei Ebbe\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-644\" class=\"wp-caption-text\">Waran bei Ebbe<\/p><\/div>\n<p>Ich habe ein Nickerchen von 1,5 Stunden L\u00e4nge gehalten. Wie ein Toter habe ich geschlafen und wurde dann von einem Alptraum geweckt. Deshalb f\u00fchlte ich mich noch immer ziemlich matschig. Da der Regen zwischenzeitlich aufgeh\u00f6rt hatte, hatten Martin und Ilka uns f\u00fcr den 15 Uhr Tauchgange angemeldet. Das war eine gute Idee, der Tauchgang war sch\u00f6n entspannt. Wir haben zwei Schildkr\u00f6ten gesehen, dazu noch einen Tunfisch, 2 Sepia, einen Blaupunktrochen und noch viel Kleinkram. Echt toll!<br \/>\nBin inzwischen geduscht und sitze rauchend auf der Terrasse. Einen selbstgebr\u00fchten Pfefferminztee habe ich auch schon getrunken. Habe mal wieder Wasser im Ohr, diesmal links. Wollte vorhin eine SMS in die Heimat schicken, sie ging aber nicht raus. Auf dem ganzen Atoll gibt es nur einen Funkmasten und den lasten die Einheimischen bereits zu 100% aus. Sagt zumindest der Basenleiter.<br \/>\nDas sch\u00f6nste auf unserer Veranda sind die Sonnenunterg\u00e4nge. Es ist gerade 17 Uhr und die Angestellten beenden ihr Volleyballspiel. Langsam f\u00e4ngt das Schauspiel am Horizont an, heute nur leider hinter Wolken. Mit der Flut kommt das Meer langsam zur\u00fcck. Wir waren vorhin bei Ebbe tauchen und gegen Ende hat die Str\u00f6mung gedreht. Das ist hier scheinbar der Standard, gestern war es genauso, nur deutlich heftiger.<br \/>\nVorhin lief einer der kleinen Warane vor unserer Terrasse entlang. Sch\u00f6ne Tiere. Davor, auf dem R\u00fcckweg vom Tauchen, vernahmen wir einen wundersch\u00f6nen Vogelgesang, direkt neben uns aus einem Busch. Neugierig machten wir uns auf die Suche und wurden schnell f\u00fcndig. Der S\u00e4nger entpuppte sich als ein schwarzer, amselgro\u00dfer und unscheinbarer Vogel.<\/p>\n<p>Zum Abendessen gab es heute:<br \/>\n1. Selbst gebackenes Brot<br \/>\n2. Den besagten Shrimps-Gem\u00fcse-Salat<br \/>\n3. M\u00f6hren-Orangen-Suppe<br \/>\n4. Rind, bzw. Fisch mit Reis und Gem\u00fcse<br \/>\n5. Schokokuchen<br \/>\nIch wurde nicht ganz satt, bin wohl zu verfressen, wegen der vielen frischen Luft.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSmall Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n59 Minuten, 26,3m maximale Tiefe, Sicht gut, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nViel Kleinkram, 2 Schildkr\u00f6ten, ein Tunfisch, zwei Sepia. Entspannt. Gut.<\/p>\n<p>27.03.2012<br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen war es zwar immer noch bew\u00f6lkt aber zumindest trocken. Da wir unseren ersten Tauchgang auf 8 Uhr terminiert hatten, waren wir schon um viertel nach sieben beim Fr\u00fchst\u00fcck. Viel zu fr\u00fch und irgendwie schmeckte es heute nicht so gut wie sonst. Die angestellten Einheimischen kommen langsam mit unseren Sonderw\u00fcnschen durcheinander. Ich, der Vegetarier der Fisch und frische Shrimps isst, und dazu Martin und Ilka die zwar Fleisch aber keinen Tintenfisch oder Shrimps essen. Gestern Abend hatte ich den Shrimps freien Salat und die Beiden jeweils einen mit Shrimps bekommen. Wir haben dann getauscht, wie immer.<\/p>\n<div id=\"attachment_645\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/maratua-atoll.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-645\" class=\"wp-image-645 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/maratua-atoll-150x150.jpg\" alt=\"Das Ressort auf der Nachbarinsel\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-645\" class=\"wp-caption-text\">Das Ressort auf der Nachbarinsel<\/p><\/div>\n<p>Zum Tauchen sind wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck auf die Nachbarinsel, dort wo sich das 2. Ressort befindet, gefahren. Wow ist das sch\u00f6n dort. Alles ist deutlich nobler ausgestattet als bei uns auf der Insel. Die Einzelbungalows stehen nebeneinander am Sandstrand, gefolgt von einem wunderbar T\u00fcrkis farbigen und flachen Meer. F\u00fcr frisch verliebte Taucher muss diese Insel das Paradies sein. Jedes H\u00e4uschen hat drau\u00dfen auf der Veranda zus\u00e4tzlich noch ein gro\u00dfes Bett inklusive Moskitonetz stehen. Zwei G\u00e4ste von unserer Insel sind nach einer Woche in dieses Ressort umgezogen. Auch eine gute Idee beide Inseln zu bewohnen.<br \/>\nIn ca. einem Kilometer Entfernung befindet sich eine weitere aber deutlich kleinere Insel. Dort ist ein Luxus-Ressort geplant. Sie ist nur \u00fcber einen langen Steg von der Hauptinsel aus zu erreichen.<\/p>\n<p>Wir haben dort zwei Tauchg\u00e4nge absolviert. W\u00e4hrend der obligatorischen Obenfl\u00e4chenpause haben wir uns im Ressort umgesehen. Die Tauchg\u00e4nge waren wenig spektakul\u00e4r, nur im oberen Bereich war es ganz nett. Aber die Riffe haben schon ganz sch\u00f6n gelitten. Viele der Korallen sind bereits abgestorben. Evtl. vom Dynamitfischen, das hier bis vor wenigen Jahren noch praktiziert wurde, zerst\u00f6rt. F\u00fcr morgen haben wir einen Early-Morning-Dive im Kanal geplant. Dann soll die Tide richtig sein und wir h\u00e4tten in der Str\u00f6mung die Chance auf Gro\u00dffisch. Die Hoffnung stirbt zuletzt.<br \/>\nHeute am fr\u00fchen Nachmittag haben sie mal wieder den M\u00fcll auf unserer Insel verbrannt, der stinkende Rauch zog direkt bei uns \u00fcber die Terrasse. Normalerweise brennen sie nur, wenn die G\u00e4ste zum Tauchen weg sind. Denn eine M\u00fcllabfuhr gibt es hier am Ende der Welt nicht. Aufgrund des Gestanks bin ich zum Schreiben ins Restaurant umgezogen. Dort habe ich mir auch einen Kaffee geg\u00f6nnt. Martin kommt und wir reden.<\/p>\n<p>Das Abendessen war mal wieder umwerfend.<br \/>\n1. Brot<br \/>\n2. Sushi (echt gut)<br \/>\n3. Kokossuppe, lecker<br \/>\n4. Gegrillten Red Snapper (Einen gro\u00dfen kompletten Fisch f\u00fcr uns drei)<br \/>\n5. Karamell Pudding<br \/>\nDer Fisch war echt super und eigentlich viel zu gro\u00df f\u00fcr uns, wir haben ihn trotzdem fast alle gemacht.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nNunukan (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n61 Minuten, 24,1m maximale Tiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nNachbar Ressort. Entspannter Schnulli.<\/p>\n<p>Nunukan (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n60 Minuten, 24,1 maximale Tiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nNachbar Ressort. Schlafende Schildkr\u00f6ten. Kleinkram. Riff ziemlich zerst\u00f6rt. Deko auf 3m f\u00fcr 3 Minuten<\/p>\n<p>28.03.2012<br \/>\nGestern Abend genossen wir nach dem Abendessen noch einen Wodka zur Verdauung an der Bar, Grappa kennen sie hier nicht. Vor dem Einschlafen hatte ich dann noch eine Dose Bier auf der Treppe unseres Hauses getrunken und dabei die Fische zu meinen F\u00fc\u00dfen beobachtet. Wir sind fr\u00fch zu Bett gegangen, da wir heute um 6 Uhr morgens im Kanal tauchen wollten. Nachts brach allerdings wieder ein Unwetter los und der Tauchgang wurde um 5:30 Uhr abgesagt. So habe ich mir die Ohrenst\u00f6psel reingesteckt und bis 8 Uhr weiter geschlafen. Die St\u00f6psel waren aufgrund des laute Regens und dem Tosen des Meeres n\u00f6tig.<\/p>\n<div id=\"attachment_646\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-bar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-646\" class=\"wp-image-646 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/nabuccu-island-bar-150x150.jpg\" alt=\"Die Bar auf der Insel\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-646\" class=\"wp-caption-text\">Die Bar auf der Insel<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Aufwachen war es noch immer am Regnen. So sind wir dann um 8:40 Uhr zum Fr\u00fchst\u00fcck getrottet. Ich habe heute mal den indonesischen Porridge probiert. Das sind kleine Haferflocken die in Kokosmilch gekocht wurden. Erstaunlich lecker. Der Regen hatte inzwischen aufgeh\u00f6rt und so sind Martin und ich um 11 Uhr zum Tauchen rausgefahren. Die Sicht Unterwasser war nicht besonders und es war recht dunkel. Wir haben wieder Unmengen von Schildkr\u00f6ten gesehen, unter anderem eine richtig Gro\u00dfe. Matze, der Basisleiter, hat uns erkl\u00e4rt, dass es in der N\u00e4he ein Schildkr\u00f6tenschutzgebiet g\u00e4be. Dieses wurde vor 15 Jahren eingerichtet. Dort befindet sich eine Insel die f\u00fcr Menschen gesperrt ist und auf der die Schildkr\u00f6ten ungest\u00f6rt ihre Eier ablegen k\u00f6nnen. Deshalb gibt es hier so viele Schildkr\u00f6ten. Neben den Schildkr\u00f6ten haben wir noch viel Kleinkram und einen Black-Stingray gesehen. Der Rochen war zuerst in der Sandwolke, die er bei der Nahrungssuche aufwirbelt, am Meeresboden verborgen. Nach wenigen Sekunden kam er dann raus und zeigte sich uns in seiner ganzen Pracht. Leider nur kurz, dann zog er schnell weiter.<\/p>\n<div id=\"attachment_653\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/einheimischen-boot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-653\" class=\"wp-image-653 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/einheimischen-boot-150x150.jpg\" alt=\"Einheimischen Boot\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-653\" class=\"wp-caption-text\">Einheimischen Boot<\/p><\/div>\n<p>Ich habe auf der Veranda die Kokosnuss, die wir gestern gefunden hatten, ge\u00f6ffnet. Die Nuss war gestern neben unserer H\u00fctte von einer Palme gefallen. Normalerweise holen die Angestellten die Kokosn\u00fcsse von den Palmen bevor sie einem Touristen auf den Kopf fallen k\u00f6nnen. Die Kokosnuss war randvoll mit k\u00f6stlicher Milch. Ganz anders als bei uns. Das Fleisch war lecker und s\u00e4ttigend. Die M\u00fccken sind trotz der fortgeschrittenen Zeit noch, bzw. schon aktiv. Normalerweise kommen die nur in der D\u00e4mmerung.<br \/>\nIch sitze immer noch auf der Terrasse und warte auf den 15 Uhr Tauchgang. Gerade zieht l\u00e4rmend ein Boot mit Einheimischen vorbei. Schalld\u00e4mpfer sind hier scheinbar unbekannt. Die Ebbe kommt.<br \/>\nDas Meer ist hier relativ dreckig, viel Plastikm\u00fcll und Holz schwimmen darin herum. Wirklichen Umweltschutz gibt es hier nicht, die Menschen sind wahrscheinlich viel zu sehr mit dem \u00dcberleben besch\u00e4ftigt. Alles andere sind Luxusprobleme die sie (noch) nicht interessieren.<\/p>\n<p>Als wir in Berau zur Landung angesetzt hatten sind wir zuerst \u00fcber den Urwald geflogen, alles gr\u00fcn und dicht bewachsen. dann zeigten sich langsam immer mehr giftig gelbe Wunden in dem gr\u00fcnen Teppich. Dort war bereits alles mit gro\u00dfen Maschinen gerodet worden und es wuchs nichts mehr. Die Gr\u00f6\u00dfe und Anzahl dieser Abbaugebiete nahm zu je n\u00e4her wir der Stadt kamen. Berau selber ist dreckig und \u00fcberf\u00fcllt. Eine indonesische Arbeiterstadt. Die Autofahrt vom Flughafen zum Fluss hatte ich ja bereits geschildert. \u00dcberf\u00fcllte, schlechte Stra\u00dfen auf denen scheinbar das Recht des St\u00e4rken gilt. Aber irgendwie scheint es trotzdem zu funktionieren, der Verkehr floss.<br \/>\nAls wir mit dem Boot \u00fcber den Fluss in Richtung Meer fuhren, konnten wir diverse Minen und qualmende Fabriken sehen. Dahinter kamen die langweilig gleichf\u00f6rmigen \u00d6lpalmen-Plantagen. Das Wasser des Flusses war brackig gelb und \u00fcberall schwamm M\u00fcll herum. Hier auf dem Atoll bauen sie gerade einen Flughafen. Das Ressort hofft, dass die Touristen m\u00f6glichst bald direkt von Balikpapan bis zum Atoll fliegen k\u00f6nnen und die langwierige Bootsfahrt damit \u00fcberfl\u00fcssig w\u00fcrde.<br \/>\nLangsam m\u00fcssen wir uns auf den n\u00e4chsten, den letzten Tauchgang des Tages vorbereiten. Badehose an, Tasche kontrollieren, gen\u00fcgend Trinkwasser einpacken, noch einmal aufs Klo gehen und dann Abmarsch.<\/p>\n<p>Der Tauchgang war ganz nett, wir waren 4 Touristentaucher und 2 Guides. Der Tauchplatz hie\u00df zwar &#8222;Small Fish Country&#8220;, aber trotzdem zeigten sich zwei Adlerrochen und zwei Haie. Diese haben wir aber nur noch wegschwimmen gesehen. Beim Austauchen haben wir wieder viele Schildkr\u00f6ten getroffen. Zur\u00fcck an Land haben wir gemeinsam auf der Veranda einen frisch gebr\u00fchten Kaffee bzw. Tee getrunken. Hoch lebe der Erfinder des Reisewasserkochers. Anschlie\u00dfend ging es unter die Dusche, das Salz abwaschen. Jetzt ist das Abendessen nur noch 30 Minuten entfernt.<br \/>\nMorgen fr\u00fch wollen wir wieder &#8222;Big Fish Country&#8220; versuchen, also den Kanal. Wieder um 6 Uhr morgens.<br \/>\nDas Autan-Tropen-M\u00fcckenspray scheinen die hiesigen M\u00fccken nicht zu kennen und ignorieren es deshalb. Manchmal habe ich das Gef\u00fchl, dass sie sie sich stattdessen vom M\u00fcckenspray angezogen f\u00fchlen. Die Flut kommt wieder und das Wasser hat schon fast die Treppe am Haus erreicht. Die See ist spiegelglatt, es regt sich kein L\u00fcftchen, nur der Himmel ist noch bew\u00f6lkt.<\/p>\n<p>Das Abendessen:<br \/>\n1. Brot<br \/>\n2. Fr\u00fchlingsrolle mit Tunfisch<br \/>\n3. Brokkoli Suppe<br \/>\n4. Rind mit Gem\u00fcse, f\u00fcr mich Fisch.<br \/>\n5. Cr\u00eapes mit Honig, gef\u00fcllt mit Kokosraspeln<\/p>\n<div id=\"attachment_647\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/palmendieb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-647\" class=\"wp-image-647 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/palmendieb-150x150.jpg\" alt=\"Ein Palmendieb\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-647\" class=\"wp-caption-text\">Ein Palmendieb<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Essen hat der Koch Gustav einen Palmendieb gefangen um ihn uns zu zeigen. Beim Einfangen des gro\u00dfen Krebses ist er in die Lavafelsen gest\u00fcrzt und hat sich dabei leicht verletzt. Angeblich soll es nur ein kleines Tier gewesen sein das er uns zeigte, aber es sah trotzdem sehr beeindruckend aus. Wenn sich ein Palmendieb \u00e4rgert, dann verf\u00e4rbt er sich an einigen Stellen blau. Das konnten wir sehr sch\u00f6n sehen.<br \/>\nDer gro\u00dfe Palmendieb wohnt neben der Satellitensch\u00fcssel in einer Felsenh\u00f6hle. Er soll ca. einen Meter gro\u00df sein. Gesehen haben wir ihn bisher noch nicht, denn die Tiere kommen nur nachts raus. Dann steigen sie auf eine Palme und schneiden mit ihrer Schere eine Kokosnuss ab. Diese bringen sie dann zu ihrer H\u00f6hle, wo sie sie erst knacken und dann das Fruchtfleisch verspeisen. Gustav f\u00fcttert die Krebse mit bereits geknackten Kokosn\u00fcssen. Die Palmendiebe sind auf der Insel gesch\u00fctzt, niemand isst sie.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\n(Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n59 Minuten, 28,7m maximale Tiefe, Sicht mies, 27\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram und Schildkr\u00f6ten<\/p>\n<p>(Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n61 Minuten, 36,9m maximale Tiefe, Sicht mies, 27\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram und Schildkr\u00f6ten<\/p>\n<p>29.03.2012<br \/>\nEs ist 13:20 Uhr und dr\u00fcckend hei\u00df, nach dem Regen und den vielen Wolken gestern, tut das aber gut. Der f\u00fcr heute Morgen angesetzte Early-Morning-Dive hat diesmal funktioniert, kein Regen und\u00a0 kein Gewitter. So konnten wir dann um 6 Uhr in der Fr\u00fch mit dem Tauchboot Richtung Kanal abfahren. Die Str\u00f6mung war eher laff, trotzdem waren einige wenige graue Riff-Haie da. An der anderen Ecke des Kanaleinganges standen dann auch die versprochenen Barrakudas. Richtig viele davon haben wir aber erst etwas sp\u00e4ter im Kanal angetroffen. Ein sch\u00f6ner gro\u00dfer Schwarm. Nach Auskunft von Matze, der heute den Guide machte, war es aber nur der halbe Schwarm. Trotzdem beeindruckend. Ich habe es geschafft mich langsam von unten in den Schwarm zu schieben. Martin ist mir unter das Heer der Fische gefolgt. Matze und Bertus, ein anderer Tauchgast, standen weit ab und schienen zum Weitertauchen zu dr\u00e4ngeln. So haben wir uns aus von den Barrakudas gel\u00f6st und wollten uns zusammen mit den Anderen durch den Kanal treiben lassen. Aber wegen der geringen Str\u00f6mung hat das nur mehr schlecht als recht funktioniert.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf der Insel gab es dann Fr\u00fchst\u00fcck. Gebratene Nudel, Pfannkuchen und Toast. Danach im Appartement habe ich dann erst auf der Terrasse etwas ged\u00f6st und anschlie\u00dfend zwei Stunden im Zimmer geschlafen.<br \/>\nIn 1 1\/2 Stunden steht der n\u00e4chste Tauchgang an. Den Tauchgang am Mittag haben wir ausgelassen, sonst reichen unsere Inklusive-Tauchg\u00e4nge nicht aus. Au\u00dferdem wollten wir es nicht \u00fcbertreiben. Am Horizont f\u00e4ngt es gerade wieder an zu donnern.<\/p>\n<div id=\"attachment_657\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/liegestuhl-nabucco-island.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-657\" class=\"wp-image-657 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/liegestuhl-nabucco-island-150x150.jpg\" alt=\"Entspannen auf Nabucco Island\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-657\" class=\"wp-caption-text\">Entspannen auf Nabucco Island<\/p><\/div>\n<p>Das Donnern hielt nur kurz an, es scheint noch immer die Sonne. Wir waren inzwischen bei &#8222;Turtle Bay&#8220; tauchen. Ein entspannter Schnulli, einige Schildkr\u00f6ten waren auch da. Habe vorhin bei einem Spaziergang Waran Spuren im Sand gefunden, so gro\u00df wie Kinderh\u00e4nde. Das muss der Gro\u00dfe gewesen sein. Der kleine Waran ist vorhin mehrmals vor unserer Terrasse auf und ab geschwommen. Ein wirklich eleganter Schwimmer. Die Warane wohnen ebenfalls hier auf der Insel, in Frieden. Auf den Eingeborenen Inseln landen sie hingegen nicht selten im Kochtopf.<br \/>\nF\u00fcr morgen ist ein Tagesausflug zur Manta-Insel geplant. Manchmal soll man dort bis zu hundert Mantas sehen k\u00f6nnen, wurde uns gesagt. Letzte Woche waren allerdings nur 3 Tiere anwesend. Wir sind als gespannt.<br \/>\nDie Sonne neigt sich langsam dem Horizont zu. Im Meer vor uns ist scheinbar ein Raubfisch auf der Jagd. Wir sehen ganz deutlich die kleinen Wellen, die die fl\u00fcchtenden Fische erzeugen.<br \/>\nDie Fruchtflederm\u00e4use, die auf einem gro\u00dfen Baum nahe der Bar wohnen, sind aufgewacht und fliegen um die Palmen herum. Sch\u00f6ne, gro\u00dfe Tiere die einen Heidenl\u00e4rm machen k\u00f6nnen. Im Moment schimpfen aber nur die Geckos, die V\u00f6gel sind bereits zu Bett gegangen und verstummt. Die Flut kommt heute Abend ganz langsam angeschlichen. Am Horizont zeigen sich Wolken die mit dem Abendrot spielen. Dort hinten sollen sie auch bitte sch\u00f6n bleiben. Im Hintergrund dr\u00f6hnt leise, 24 Stunden am Tag, der Generator der Insel. Er st\u00f6rt aber nicht wirklich. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber, das heutige Abendessen:<br \/>\n1. Schinkenbrot, f\u00fcr mich ohne Schinken<br \/>\n2. Eiersalat<br \/>\n3. H\u00fchnersuppe, bzw. Knoblauchsuppe f\u00fcr mich<br \/>\n4. Gegrillte Fisch- und Fleischspie\u00dfe<br \/>\n5. Apfelkuchen mit Puddingf\u00fcllung<\/p>\n<p>Die Suppe war eine Do-It-Yourself Suppe, denn die Zutaten: Glasnudeln, R\u00f6stzwiebeln, Gem\u00fcsew\u00fcrfel, Limetten und Ei, kamen separat und konnten nach Belieben von uns zugef\u00fcgt werden. Eine sch\u00f6ne Idee.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nBig Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n53 Minuten, 27,1m maximale Tiefe, Sicht ok, 27\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nLasche Str\u00f6ung am Kanal. Early morning dive. Graue Riffhaie (klein). Gro\u00dfer Barrakudaschwarm. Sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Turtle Bay (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n66 Minuten, 28,1m maximale Tiefe, Sicht mies, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nEntspannter Schnulli. Schildkr\u00f6ten und Kleinkram. Tote Korallen.<\/p>\n<p>30.03.2012<br \/>\nDer f\u00fcr heute geplante Tagesausflug ist abgesagt worden, es hat bis in den Nachmittag geregnet. Also erst Fr\u00fchst\u00fcck und dann im Restaurant sitzend gelesen. In der Bibliothek hatte ich eines meiner bereits gelesenen B\u00fccher gegen den &#8222;Zeitdieb&#8220; von Terry Pratchett eingetauscht. Den hatte ich bis dahin nur auf Englisch gelesen.<br \/>\nUm 15 Uhr konnten wir dann endlich zum Tauchen rausfahren. Ein entspannter Schnulli mit vielen Schildkr\u00f6ten, einem gro\u00dfen Barrakuda und einer Mur\u00e4ne. Ansonsten war es ein m\u00fc\u00dfiger Tag, das Buch habe ich bereits halb durchgelesen. Ein kleiner Waran ist heute wieder vor unserer H\u00fctte mehrmals am Strand auf und ab gelaufen. Der Tagesausflug ist nun f\u00fcr morgen geplant, der Himmel zieht sich aber schon wieder zu.<br \/>\nDas heutige Abendessen:<br \/>\n1. Lecker Brot<br \/>\n2. Salat mit Huhn, bzw. Tunfisch<br \/>\n3. Zwiebelsuppe<br \/>\n4. Garnelen mit Gem\u00fcsebeilage und Kartoffeln<br \/>\n5. Kaffee-Eis<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen haben wir an der Bar noch Rommee gespielt und dabei zwei gro\u00dfe Bier getrunken. Gro\u00df hei\u00dft hier, eine 0,7 Liter Flasche. Unter der Decke der Bar h\u00e4ngt oft eine kleine Fledermaus und schl\u00e4ft. Gegen 21:30 Uhr hat sie sich heute fallen lassen und ist hinaus in die Nacht entschwunden.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSnapper Run (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n61 Minuten, 27,6m maximale Tiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nSchildkr\u00f6ten, Schildkr\u00f6ten&#8230; Gro\u00dfer Barrakuda. Sch\u00f6n, entspannter Schnulli.<\/p>\n<p>31.03.2012<br \/>\nHeute waren wir endlich am Manta Point und beim Quallen See. Um 8:30 Uhr ging es los. Das Wetter war erst etwas unbestimmt, aber zumindest trocken. Da wir gerade Flut hatten, konnte das Boot den direkten Weg nehmen und musste nicht erst umst\u00e4ndlich um das Atoll herum fahren. Bei der \u00dcberfahrt sahen wir in hundert Meter Entfernung Delphine, der Kapit\u00e4n ist aber unbeeindruckt weitergefahren, schade. Stunde f\u00fcr Stunde klarte das Wetter auf und bereits nach dem ersten Tauchgang hatten wir strahlenden Sonnenschein. Oder anders formuliert, es war hei\u00df, br\u00fcllend hei\u00df.<\/p>\n<div id=\"attachment_648\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/quallensee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-648\" class=\"wp-image-648 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/quallensee-150x150.jpg\" alt=\"Der Quallensee\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-648\" class=\"wp-caption-text\">Der Quallensee<\/p><\/div>\n<p>Den erw\u00e4hnten ersten Tauchgang absolvierten wir am Manta Point, ein kleines Boot mit Schnorchlern war auch schon da. Die Mantas, es waren ca. 4 bis 5 Exemplare, zeigten sich beim Fressen an der Oberfl\u00e4che. Manchmal schauten dabei ihre Fl\u00fcgelspitzen aus dem Wasser. Als wir endlich anger\u00f6delt waren und ins Wasser sprangen, schienen die Mantas bereits verschwunden zu sein. Martin tauchte auf um sie weiter oben zu suchen, ich h\u00e4ngte mich stattdessen an unseren Tauchguide. Zu zweit schwammen wir zur Putzerstation und haben sie in 10 bis 12 Meter tiefe abgetaucht. Dabei haben wir drei gro\u00dfe Mantas zu Gesicht bekommen. Die Tiere waren aber sehr scheu und sind schnell von dannen &#8222;geflogen&#8220;. Etwas sp\u00e4ter entdeckten wir ein viertes Exemplar. Ein riesiger Manta mit einer Musterung an der Unterseite, die aussah wie die &#8222;Jack Wolfskin Tatze&#8220;. Langsam konnten wir uns in Bodenn\u00e4he an den Manta anpirschen ohne das er Anstalten machte zu fl\u00fcchten. Schlie\u00dflich lagen der Guide und ich nebeneinander fast vollst\u00e4ndig unter dem gro\u00dfen Tier und konnte es in aller Ruhe betrachten. GEIL! Als der Manta wenige Minuten sp\u00e4ter weggeschwebt ist, hat sogar der Guide Unterwasser gejubelt und wir haben mit High Five abgeklatscht. So etwas hatte ich bis dahin noch nie erlebt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unserer Oberfl\u00e4chenpause im Boot, zeigten sich wieder die fressende Mantas an der Oberfl\u00e4che. Martin und Bertus gingen deshalb mit Schnorchelausr\u00fcstung ins Wasser und konnten die Tiere beobachten. Ich blieb an Bord und versuchte die Mantas von dort aus zu filmen. Was aber leider misslang. Das Mittagessen nahmen wir danach im Boot ein. Ich hatte mir Fr\u00fcchte bestellt.<\/p>\n<p>Beim zweiten Tauchgang, ebenfalls an der Putzerstation, zeigte sich kein einziger Manta. Trotzdem war es\u00a0 ein sch\u00f6ner Tauchgang.<br \/>\nUnweit vom Manta Point, in Sichtweite, liegt die bereits erw\u00e4hnte Schildkr\u00f6teninsel. Dort k\u00f6nnen die Echsen, wie erw\u00e4hnt, ungest\u00f6rt ihre Eier ablegen. Vier Wachen wohnen st\u00e4ndig auf der Insel und passen auf die Tiere und die Eier auf. Als wir aus den Tauchklamotten raus waren, fuhren wir weiter zu der Insel mit dem Quallen See. Bei der \u00dcberfahrt sahen wir einige springende Tunfische.<\/p>\n<div id=\"attachment_649\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/qualle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-649\" class=\"wp-image-649 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/qualle-150x150.jpg\" alt=\"Eine der harmlosen Quallen\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-649\" class=\"wp-caption-text\">Eine der harmlosen Quallen<\/p><\/div>\n<p>Am Bootssteg der Insel legten wir dann an. Von dort f\u00fchrte ein Holzsteg durch den Urwald bis zum See. Der idyllische Eindruck wurde aber durch den zahlreichen M\u00fcll, der im Urwald am Wegesrand lag, stark getr\u00fcbt. Der See wurde vor langer Zeit vom Meer abgetrennt, die Quallen blieben dabei zur\u00fcck. Da sie im See ohne Feinde sind, haben sie sich stark vermehrt und auch ihr Nesselgift verloren. Martin und ich gingen im See schnorcheln, allerdings mit Neoprenanzug. Die Quallen n\u00e4sseln zwar nicht, aber wir trauten ihnen nicht.<br \/>\nIm Wasser waren wir umringt von tausenden von Quallen. Ihre F\u00e4rbung am Rand und am hinteren Teil war br\u00e4unlich bis Ocker. Der Schirm f\u00fchlte sich an wie Wackelpudding.<br \/>\nAls wir vor Jahren auf Palau waren, hatte man uns erz\u00e4hlt, der dortige Quallen See sei einmalig in der Welt. Quatsch, hier gibt es gleich zwei. Und im Gegensatz zu Palau muss man hier auch keinen Eintritt zahlen wenn man darin schnorcheln will.<br \/>\nDie schwebenden Quallen sehen beim Schwimmen wunderbar aus. Es ist ein unbeschreiblich sch\u00f6nes Gef\u00fchl durch den Schwarm zu gleiten.<br \/>\nDer dritte und damit letzte Tauchgang des Tages fand an dem einen Ende der Insel statt. Es hatte gute Str\u00f6mung. Neben dem Leopardenhai sahen wir an der Riffkante noch drei bis vier graue Riffhaie. Das Riffdach war toll. Wunderbar bunt und voller Fische, so wie es auf den Malediven vor 15 Jahren war. Also fast so als tauche man in einem Aquarium. Das gesamte Riff war noch intakt, das ist hier leider eher selten der Fall.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSchildkr\u00f6teninsel (Mataki \/ Borneo)<br \/>\n58 Minuten, 15,9m maximale Tiefe, Sicht mies, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nFetter Manta, ganz nah, allein mit Diveguide. GENIAL!<\/p>\n<p>Schildkr\u00f6teninsel (Mataki \/ Borneo)<br \/>\n53 Minuten, 12,6 maximale Tiefe, Sicht mies, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram, Mur\u00e4ne. Sch\u00f6ner entspannter Schnulli.<\/p>\n<p>Quallensee-Insel (Kakaban \/ Borneo)<br \/>\n53 Minuten, 30,4m maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nLeopardenhai, graue Riffhaie, Str\u00f6mung.<\/p>\n<p>01.04.2012<br \/>\nDer Tag begann mit starkem Wind, der gegen 6 Uhr einsetzte. Dank der Ohrenst\u00f6psel konnte ich aber bis 8 Uhr weiter schlafen. Nach einer schnellen Katzenw\u00e4sche eilte ich zum Fr\u00fchst\u00fcck, wo Ilka und Martin schon auf mich warteten. Nach dem reichhaltigen Mahl bin ich noch etwas sitzen geblieben und habe gelesen. Um 11 Uhr ging es dann mit 3 Guides los zum ersten Tauchgang des Tages. Als Tauchplatz war das &#8222;Small Fish Country&#8220; vorgesehen. Die 4 neuen G\u00e4ste, ein Vater mit seinen zwei S\u00f6hnen, sowie ein Einzeltyp, sind ebenfalls mitgekommen. F\u00fcr den Vater mit seinen S\u00f6hnen war es der erste Tauchgang, der Typ war schon heute Morgen um 8:30 Uhr im Wasser.<\/p>\n<div id=\"attachment_661\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/seestern-jellyfish-lake.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-661\" class=\"wp-image-661 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/seestern-jellyfish-lake-150x150.jpg\" alt=\"Ein Seestern im Jellyfish Lake\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-661\" class=\"wp-caption-text\">Ein Seestern im Jellyfish Lake<\/p><\/div>\n<p>Nun steht der 15 Uhr Tauchgang an, die Zeit seit dem ersten Tauchgang hatte ich mir mit Lesen vertrieben. Immer noch der Pratchett, bin allerdings schon fast durch. Das Wetter hat sich seit dem Mittag deutlich verbessert, die Sonne scheint und der Himmel ist nur noch zur H\u00e4lfte bew\u00f6lkt.<br \/>\nSo langsam fangen wir an, an die R\u00fcckfahrt zu denken. Bedr\u00fcckende Gedanken.<\/p>\n<p>Der zweite Tauchgang war sch\u00f6n. Der Guide hat uns ein kleines, sehr kleines Seepferdchen gezeigt. Es war in einer F\u00e4cherkoralle versteckt und fast nicht zu sehen. Im Schein von Martins Lampe konnten wir es dann aber doch ausgiebig betrachten. Ein Adlerrochen kam aus dem Blau vorbei, auch ein grauer Riffhai soll sich gezeigt haben. Den habe ich aber \u00fcbersehen, da ich auf Ilkas Signal (B\u00e4nger am Tank) nicht reagiert hatte. Ich hatte irrt\u00fcmlich gedacht, sie wolle mir eine Schildkr\u00f6te zeigen. Egal, ich habe in meinem Leben schon genug Haie gesehen. Obwohl, kann man je genug von diesen eleganten Tieren sehen?<\/p>\n<div id=\"attachment_652\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/flughunde-am-baum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-652\" class=\"wp-image-652 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/flughunde-am-baum-150x150.jpg\" alt=\"Die fliegenden Hunde an ihrem Baum\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-652\" class=\"wp-caption-text\">Die fliegenden Hunde an ihrem Baum<\/p><\/div>\n<p>Der Waran hat heute Abend vor unserer Veranda wieder ein Schauschwimmen veranstaltet. Gerade fliegen die Flughunde aufs Meer hinaus zum Atoll. Ein sch\u00f6nes Bild. Vom Atoll schalt leise der Ruf zum Abendgebet her\u00fcber.<br \/>\nEs ist 22 Uhr wir sitzen an der Bar. Die Nachbarn stehen gerade auf und begeben sich zur Ruhe. Wir werden ihnen gleich folgen.<br \/>\nAuf der Veranda sitzend, trinke ich alleine noch ein Bier. Der Himmel ist sternenklar. Bei dem Gespr\u00e4ch in der Bar vorhin, hatte ich noch ein sch\u00f6nes Detail aufgeschnappt. Wenn in Indonesien ein Mann einen Ring am linken kleinen Finger tr\u00e4gt, dann signalisiert er damit, dass er schwul ist. Mit so einem Ring am Finger w\u00fcrde man dann als Ausl\u00e4nder von den ganzen einheimischen Prostituierten in Ruhe gelassen.<br \/>\nDas erz\u00e4hlte uns ein deutscher Gast, der hier im Land als Hafenmeister arbeitet und auf dem Atoll eine Woche ausspannen will.<br \/>\nAm Horizont ausnahmsweise mal kein Gewitter.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSmall Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n60 Minuten, 41,2 maximale Tiefe, Sicht ok, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nSchildkr\u00f6ten wie immer, Mur\u00e4ne, viel buntes Kleinzeugs.<\/p>\n<p>Sea Garden (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n60 Minuten, 35,3m maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleines Seepferdchen! S\u00fc\u00df! Schildkr\u00f6ten, Mur\u00e4ne, Adlerrochen. Den Haie habe ich \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>02.04.2012<br \/>\nEin sonniger Tag der f\u00fcr uns um 7:30 Uhr mit dem ersten Tauchgang begann. Anschlie\u00dfend, nach einem schnellen Fr\u00fchst\u00fcck, brachen wir f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden Tauchg\u00e4nge mit dem Boot in Richtung Norden auf. Bei den beiden Tauchg\u00e4ngen gab es nicht viel zu sehen, hat sich nicht wirklich gelohnt. F\u00fcr morgen ist wieder der Kanal geplant, der verspricht Besserung.<\/p>\n<div id=\"attachment_650\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/mangroven-walk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-650\" class=\"wp-image-650 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/mangroven-walk-150x150.jpg\" alt=\"Gang durch die Mangroven\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-650\" class=\"wp-caption-text\">Gang durch die Mangroven<\/p><\/div>\n<p>Um 14:30 bin ich auf dem Boot mit zum Jellyfish Lake von Maratua gefahren. Das ist der erw\u00e4hnte zweite Quallen See, nur 10 Bootsminuten von unserer Insel entfernt. Vor vier Jahren gab es dort noch einen Jetty (Steg), der bis zum See f\u00fchrte. Heute sind nur noch vereinzelte \u00dcberreste davon zu sehen. Deshalb mussten wir durch die Mangroven klettern und stapfen. Ein abenteuerlicher und nicht ganz ungef\u00e4hrlicher Marsch zum See.<br \/>\nAber die Strapazen haben sich gelohnt. Denn der See ist wundersch\u00f6n, nur der Einstieg war beschwerlich. Im Uferbereich lagen die Quallen zusammen mit Seesternen am Grund. Wir mussten ein St\u00fcck in Richtung Seemitte schwimmen bis wir einen gro\u00dfen Schwarm Quallen fanden. Wir waren mit Neopren aber ohne Flossen im Wasser. Mit den Flossen h\u00e4tten wir die empfindlichen Tiere sonst verletzt. Der Anzug hielt sowohl die Sonne als auch die Moskitos ab. Die Qu\u00e4lgeister waren fast so zahlreich wie die Quallen.<\/p>\n<div id=\"attachment_651\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/jellyfish-lake-maratua.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-651\" class=\"wp-image-651 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/jellyfish-lake-maratua-150x150.jpg\" alt=\"Der Jellyfish Lake auf dem Maratua Atoll\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-651\" class=\"wp-caption-text\">Der Jellyfish Lake auf dem Maratua Atoll<\/p><\/div>\n<p>Bin inzwischen geduscht, die Sonne geht bald unter und das Warten aufs Abendessen beginnt. Touristenprobleme. Beim Schreiben dieser Zeilen tropft mir der Schwei\u00df auf die Sonnenbrille.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nTable Dance (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n61 Minuten, 32,1m maximale Tauchtiefe, Sicht mies, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram und Schildkr\u00f6ten<\/p>\n<p>Gorgonzola (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n66 Minuten, 35,4m maximale Tauchtiefe, Sicht mies, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram und Schildkr\u00f6ten<\/p>\n<p>03.04.2012<br \/>\nEin sch\u00f6ner Tag, es verspricht hei\u00df zu werden. Oder um es direkt zu sagen, es ist schon hei\u00df. Den ersten Tauchgang am &#8222;Sea Garden&#8220; haben wir schon hinter uns. Nicht viel gesehen, nur wieder viele Schildkr\u00f6ten und zwei Blaupunktrochen. Ein entspannter Schnulli, wie bislang fast alle Tauchg\u00e4nge hier. Um 14 Uhr fahren wir zum Kanal, also &#8222;Big Fish Country&#8220;, raus. Wie immer hoffen wir auf viel Str\u00f6mung und gro\u00dfe Fische. Bis dahin entspanne ich auf der Veranda.<\/p>\n<p>Mittagssonne, es ist eigentlich zu hei\u00df zum Schreiben. Man kann gar nicht so viel trinken wie man schwitzt. Am Horizont bauen sich langsam dicke Wolkent\u00fcrme auf. Ilka f\u00fcttert an der Treppe des Hauses die Fische mit einem alten Br\u00f6tchen.<\/p>\n<div id=\"attachment_658\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/einsiedlerkrebse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-658\" class=\"wp-image-658 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/einsiedlerkrebse-150x150.jpg\" alt=\"Einsiedlerkrebse beim Fressen\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-658\" class=\"wp-caption-text\">Einsiedlerkrebse beim Fressen<\/p><\/div>\n<p>Der Tauchgang im Kanal war entt\u00e4uschend, kaum Str\u00f6mung, keine Haie und die Barrakudas standen diesmal vor dem Kanal, man konnte sie kaum sehen. Einmal wollen wir heute noch Tauchen gehen, wir sind uns nur noch nicht schl\u00fcssig an welchem Tauchplatz.<br \/>\nDie G\u00e4rtner haben vorhin hinter unserem Haus die reifen Kokosn\u00fcsse von den Palmen geholt. Ich habe einen von ihnen freundlich gefragt, ob ich eine haben k\u00f6nnte. Mit seiner Machete hat er zuerst die \u00e4u\u00dfere faserige Schicht entfernt. Anschlie\u00dfend hat er fachgerecht mit der Klinge so lange die harte Schale der Nuss abgeschlagen, bis nur noch der wei\u00dfe Kern aus Fruchtfleisch \u00fcbrig blieb. In ihm war noch immer die Milch. Wir bohrten mit einem kleinen Messer vorsichtig ein Loch hinein und f\u00fcllten einen Teil der Milch in eine Tasse. K\u00f6stlich. Anschlie\u00dfend haben wir gemeinsam die H\u00e4lfte des Fruchtfleisches verspeist. Es war viel zarter als der Fleisch der N\u00fcsse die man daheim im Supermarkt bekommt. Was \u00fcbrig blieb hoben wir auf um damit die Einsiedlerkrebse anzulocken. Ich hatte bis dahin noch nie gesehen, dass man eine Kokosnuss auch &#8222;sch\u00e4len&#8220; kann. T\u00e4te ich das versuchen, w\u00fcrden mir anschlie\u00dfend bestimmt ein paar Finger fehlen.<br \/>\nGestern gab es zum Abendesse indonesische K\u00f6stlichkeiten. Huhn, Rind, Tofu, K\u00fcrbis, Sojabohnen Varianten, Gem\u00fcse, Auberginen und anderes, separat in kleinen T\u00f6pfen angerichtet. Dazu nat\u00fcrlich Reis.<\/p>\n<p>&#8222;Hati, Hati&#8220; bedeutet so viel wie &#8222;Vorsicht&#8220; oder auch &#8222;mach langsam&#8220;. &#8222;Haram&#8220; ist das arabische Wort f\u00fcr das B\u00f6se. Eine &#8222;Pizza Haram&#8220; mit Zwiebeln ist somit eine Pizza mit Salami (Schwein = b\u00f6se) und Zwiebeln.<br \/>\nEs ist 17:40 Uhr und der Schwei\u00df l\u00e4uft mir noch immer in Str\u00f6men am K\u00f6rper herunter. Das Duschen vorhin war vertane Zeit.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSea Garden (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n63 Minuten, 42,3 maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram und Schildkr\u00f6ten<\/p>\n<p>Big Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n50 Minuten, 27,2m maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 28\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nWenig Str\u00f6mung. Barrakudas nur kurz. \u00d6de. Der AOWD Sch\u00fcler hat Unterwasser durch den Lungenautomat gekotzt.<\/p>\n<p>04.04.2012<br \/>\nDer letzte Tauchtag. Heute Morgen waren wir wieder im &#8222;Small Fish Country&#8220;. Das w\u00e4re eigentlich unser letzter Dive gewesen, aber mit viel Geschick konnte Martin noch einen weiteren Tauchgang f\u00fcr uns zwei rausschlagen. Und so fahren wir gegen 14 Uhr noch einmal zum Kanal, hoffentlich ist heute mehr los als gestern.<\/p>\n<div id=\"attachment_659\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/schule-maratua-atoll.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-659\" class=\"wp-image-659 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/schule-maratua-atoll-150x150.jpg\" alt=\"Dein einheimische Schule - Maratua Atoll\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-659\" class=\"wp-caption-text\">Dein einheimische Schule &#8211; Maratua Atoll<\/p><\/div>\n<p>Das Wetter war bis zirka 12 Uhr gut, doch nun zog es sich zu und es tr\u00f6pfelt auch schon ein wenig. Heute Morgen trieb viel Treibgut auf dem Wasser. Eine K\u00fchlschrankt\u00fcr und ein altes Fischerboot, zum Beispiel.<br \/>\nDer letzte Tauchgang liegt nun auch hinter uns. Die Str\u00f6mung kam heute falsch und wir mussten bis zum Kanaleingang gegen sie anschwimmen. Im Kanal selber konnten wir dann ohne den Riffhaken benutzen zu m\u00fcssen stehen. Keine Haie aber daf\u00fcr ein kreisender Barrakudaschwarm. Ich habe unten drunter, genau in der Mitte, gehangen. Dann bin ich langsam in den Schwarm hinein getaucht. Martin nat\u00fcrlich auch. Anschlie\u00dfend am Riff h\u00e4tte Martin seinen Haken fast in einen Drachenkopf gehauen, so gut getarnt war der Fisch. Erst der Guide hat ihn uns gezeigt. Heute Morgen habe ich meinen ersten Kofferfisch gestreichelt. Das hat ihn scheinbar auch nicht gest\u00f6rt.<br \/>\nNoch einen Tag und zwei N\u00e4chte, dann geht es wieder los. Mir graut vor der R\u00fcckreise.<br \/>\nDie Energie wird auf der Insel \u00fcber zwei Generatoren gewonnen. Die verbrauchen zusammen 170 Liter Diesel am Tag. Der Liter kostet hier angeblich ungef\u00e4hr einen Euro. Das S\u00fc\u00dfwasser ist entweder Regen- oder entsalztes Meerwasser. Es gibt hier eine eigene Entsalzungsanlage. M\u00fcll wird auf der Insel in einer Grube verbrannt. Glas und Dosen gehen zur\u00fcck aufs Festland.<br \/>\nDie ersten Teile unserer Tauchausr\u00fcstungen h\u00e4ngen schon zum Trocknen an unserer H\u00fctte. Es ist bew\u00f6lkt aber trocken.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSmall Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n60 Minuten, 45,4m maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKleinkram, Kofferfisch gestreichelt<\/p>\n<p>Big Fish Country (Nabucco Island \/ Borneo)<br \/>\n58 Minuten, 24m maximale Tauchtiefe, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nKanal, Str\u00f6mung kam falsch, Barrakudaschwarm, war drin. Drachenkopf.<\/p>\n<p>05.04.2012<br \/>\nDer letzte Tag, morgen um 8 Uhr in der Fr\u00fch geht es zur\u00fcck. Wir sind heute mit einem Einheimischen Boot aufs Atoll gefahren und haben dort das Dorf besucht. Das Boot hatte wie \u00fcblich keinen Schalld\u00e4mpfer und ein Dach gab es auch nicht. So mussten wir uns mit Handt\u00fcchern gegen die brennende Sonne sch\u00fctzen. Der Ort selber ist f\u00fcr unsere westlichen Augen sehr schmutzig, \u00fcberall liegt M\u00fcll herum. Sie bauen gerade an einer neuen Autostra\u00dfe. Es ist 13 Uhr und es hat zu regnen begonnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_660\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dorf-maratua-atoll.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-660\" class=\"wp-image-660 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dorf-maratua-atoll-150x150.jpg\" alt=\"Einheimischen Dorf auf dem Maratua Atoll\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-660\" class=\"wp-caption-text\">Einheimischen Dorf auf dem Maratua Atoll<\/p><\/div>\n<p>Niemand von uns hat wirklich Lust auf die lange R\u00fcckreise. Mit dem Boot nach Berau, mit dem Pickup zum Flughafen, weiter nach Balikpapan, neu einchecken und ab nach Singapur. Dort haben wir dann 4-5 Stunden Aufenthalt. Dann kommt der 13 Stunden Flug nach Frankfurt. Von dort geht es mit dem Shuttlebus zum Parkhaus und dann folgen 3-4 Stunden auf der Autobahn.<br \/>\n15:20 Uhr, der Koffer ist gepackt, das Unausweichliche r\u00fcckt immer n\u00e4her. Bald ist das alles hier nur noch Phantasie, die in meinem Kopf weiterlebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>07.04.2012<br \/>\nAnkunft in Frankfurt.<\/p>\n<p>Weitere Bilder findest du im Beitrag <a title=\"Borneo \u2013 Maratua Atoll \u2013 Nabucco Island Resort\" href=\"\/wpb\/2013\/03\/borneo-maratua-atoll-nabucco-island-resort\/\">Borneo \u2013 Maratua Atoll \u2013 Nabucco Island Resort<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sie noch immer, diese Paradiese die eine lange und beschwerliche Reise wert sind. Das Maratua Atoll in Borneo ist eines davon. Und wenn du beim Tauchen Schildkr\u00f6ten, Schildkr\u00f6ten und noch mehr Schildkr\u00f6ten sehen willst dann erst recht. 22.03.2012 Am Donnerstag bin ich gegen 15 Uhr daheim in Bielefeld abgefahren. 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