{"id":428,"date":"2013-11-15T23:32:19","date_gmt":"2013-11-15T21:32:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berengi.de\/wpb\/?p=428"},"modified":"2019-09-23T23:05:29","modified_gmt":"2019-09-23T21:05:29","slug":"tauchurlaub-tobago","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/2013\/11\/tauchurlaub-tobago\/","title":{"rendered":"Reisetagebuch Tauchurlaub Tobago"},"content":{"rendered":"<p>Vom 19.09. bis zum 26.09.2011 besuchten mein Kumpel Martin und ich die Karibik Insel Tobago um dort gemeinsam einen entspannten Tauchurlaub zu verbringen. Es war gerade Regenzeit, trotzdem haben wir es nicht bereut. Viel Gro\u00dffisch, um es vorweg zu nehmen, bekamen wir nicht zu sehen, auch an Land war eher weniger los, aber allem in allem war es ein sch\u00f6ner Tauchurlaub f\u00fcr kleines Geld.<br \/>\nDies ist mein Reisetagebuch:<\/p>\n<p><strong>19.09.2011 Tobago, Speyside (Montag)<br \/>\n<\/strong>(Abends auf Tobago) Auf der Fahrt mit dem Auto zum Frankfurter Flughafen gab es kurz vor der Stadt auf der Autobahn etwas Stau. Einheimische w\u00fcrden es wohl eher den morgendlichen Berufsverkehr nennen. Doch trotz der ungeplanten Pause trafen Martin und ich im Abstand von ca. 45 Minuten mehr oder wenig p\u00fcnktlich am Parkhaus, in einem Vorort von Frankfurt, ein. Mit einer kleinen Reisewaage wurde dort das Gep\u00e4ck schnell auf je 19,5 kg pro Person aufgeteilt. Es war nur 20kg, inklusive Tauchgep\u00e4ck, pro Person erlaubt. Mit dem vorletzten Shuttlebus sind wir anschlie\u00dfend zum Flughafen gefahren worden. Das nennt man eine Punktlandung vor dem Abflug.<br \/>\nUm 11:40 (MEZ) ging dann der Flieger von Frankfurt nach Tobago. Wir sind mit Condor geflogen. Enge Sitze und schlechtes Essen. Ich habe viel Zeit auf dem Flugzeug WC verbracht, Durchfall vom Essen. Selber Schuld.<br \/>\nNach der Landung in Tobago standen wir wie \u00fcblich im Flughafengeb\u00e4ude lange an, bevor wir endlich einreisen konnten. Befremdlich war ein Schild, das darauf hinwies, dass es verboten sei &#8222;Milit\u00e4r- oder Tarnkleidung&#8220; (Camouflage) nach Tobago einzuf\u00fchren. Nachdem die Formalit\u00e4ten bew\u00e4ltigt waren und wir unseren &#8222;Abholer&#8220; vor dem Flughafengeb\u00e4ude gefunden hatten, sind wie eine Stunde lang mit einem Van bis zum Hotel kutschiert worden. Die Strecke f\u00fchrte an der Atlantikk\u00fcste der Insel entlang. Gef\u00e4hrlich enge und kurvige Stra\u00dfen, aber landschaftlich ausgesprochen sch\u00f6n. Leider waren wir vom Flug zu ermattet, um die Aussicht wirklich genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die schw\u00fclen 30\u00b0C Grad Au\u00dfentemperatur lie\u00dfen sich mit der Klimaanlage im Auto gut ertragen.<br \/>\nUnser Hotel, das Hotel Speyside Inn, ist einfach aber ok. Die Tauchbasis liegt direkt neben dem Hotelgeb\u00e4ude.<!--more--><\/p>\n<p><strong>20.09.2011 Tobago, Speyside (Dienstag)<\/strong><br \/>\n(Abends) Gestern Abend haben wir noch 2 Bier an der Bar getrunken und sind dann todm\u00fcde ins Bett gefallen. Trotz der bleiernen M\u00fcdigkeit konnte ich nur mit Ohrenst\u00f6pseln schlafen. Das Hotel lag direkt am Meer und die Brandung war unheimlich laut aber trotzdem irgendwie sch\u00f6n.<br \/>\nIch bin heute morgen um 6 Uhr aufgewacht, Jetlag. Anschlie\u00dfend mit Martin kurz im Meer baden gewesen. Das Meerwasser roch aber nicht sehr frisch.<\/p>\n<div id=\"attachment_434\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/pool.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-434\" class=\"wp-image-434 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/pool-150x150.jpg\" alt=\"Hotel Pool - Speyside - Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-434\" class=\"wp-caption-text\">Hotel Pool &#8211; Speyside &#8211; Tobago<\/p><\/div>\n<p>Deshalb sind wir danach in den Hotel-Pool gesprungen. Der war zwar alt, aber trotzdem noch sch\u00f6n. Danach sind wir mit dem Ehepaar aus dem Nachbarzimmer, wir Vier waren die einzigen G\u00e4ste im Hotel, die Hauptstra\u00dfen entlang gewandert. Es gab aber nicht viel zu sehen. Alles wirkte ziemlich \u00e4rmlich und heruntergekommen. Aber gerade deswegen erschien es uns fast schon wie ein kleines Abenteuer.<br \/>\nUm 7:30 Uhr gab es dann Fr\u00fchst\u00fcck. Ich hatte ein Omelett, nicht wirklich toll, aber essbar und nahrhaft.<br \/>\nAnschlie\u00dfend sind wir zu unserem ersten Tauchtag, zusammen mit der Ausr\u00fcstung, hinten auf der Ladefl\u00e4che eines alten Pickups sitzend, zum Steg am Hafen gefahren worden. Nachdem wir unsere Ausr\u00fcstung inklusive der Pre\u00dfluftflaschen auf dem nicht mehr ganz neuen Tauchboot verstaut hatten, sollte es endlich losgehen. Aber der Motor sprang nicht an. Das Boot hatte zwar zwei 85 PS Au\u00dfenborder, aber wir sollten nur den einen Motor nutzen. Nach diversen Reparaturversuchen (u.a. wurden die Z\u00fcndkerzen mehrmals in Benzin gewaschen) lie\u00df er sich dann endlich starten. Nach 200m Fahrt war es dann aber vorbei mit der Herrlichkeit. Der Motor blieb stotternd stehen. Nach mehr als 10 Startversuchen, per Hand mit Seilzug, sprang er endlich stotternd wieder an. Der zweite Motor war als Notmotor gedacht. Der war schon so fertig, dass er nur noch einmal laufen w\u00fcrde. Als Letzte Reserve, wenn der andere Motor endg\u00fcltig ausfallen sollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_436\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/motoren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-436\" class=\"wp-image-436 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/motoren-150x150.jpg\" alt=\"Au\u00dfenborder Speyside Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-436\" class=\"wp-caption-text\">Au\u00dfenborder Speyside Tobago<\/p><\/div>\n<p>Wir waren nur 6 Taucher an Bord. Cincia unser Diveguide (weiblich), Martin, ich, das Paar aus dem Nachbarzimmer und ein Einheimischer der aber wie ein Europ\u00e4er wirkte. Das Ehepaar erz\u00e4hlte w\u00e4hrend die Fahrt von ihren vielen Tauchg\u00e4ngen die sie schon absolviert h\u00e4tten. Und wo sie schon alles zum Tauchen gewesen w\u00e4ren. Bei unserem ersten, gemeinsamen Tauchgang an diesem Tag, kamen sie aber schon nach 30 Minuten mit leeren Tanks wieder nach oben. Die Sicht Unterwasser war eher mies. Bis 7 Meter gab es eine gr\u00fcne Warmwasserschicht in der es nur flimmerte, das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Darunter wurde es klarer. Au\u00dfer einigen kleinen Fischen gab es nichts zu spannendes zu entdecken. Mal abgesehen von Korallen, Sand und Felsen. Der erste Tauchgang war locker, entspannt und eher langweilig. Anschlie\u00dfend haben wir die obligatorische Stunde Oberfl\u00e4chenpause auf dem Boot, naher einer kleinen Insel, eingelegt. Ich bin dabei an Land geschwommen, es waren ca. 50 Meter. Die Insel hatte einen kurzen Sandstreifen, danach ging es steil bergauf, mit Fels und einem steilen Urwald, der nicht zu erklimmen war.<br \/>\nDer zweite Tauchgang fand an einer kargen Felseninsel im Meer statt. Der Fels war ca. 50 Meter lang und 15 Meter breit. Bei der Wende Unterwasser gab es eine ziemlich starke Str\u00f6mung, teilweise zog es auch nach unten. Martin und ich mussten heftig k\u00e4mpfen bis wir endlich um die Felsnase rum waren. Aber darauf hatte uns Cincia, vorher beim Briefing an Bord, extra hingewiesen. Nach der Wende fehlten in unserer kleinen Gruppe drei Taucher, das P\u00e4rchen und der Einheimische. Unser Guide schien das irgendwie nicht bemerkt zu haben. Sie ist ruhig vor Martin und mir ausgetaucht. Auf dem Tauchboot wartete dann aber nur der einheimische Taucher auf uns, das P\u00e4rchen fehlte weiterhin. Nach 5 min\u00fctiger Suche fanden wir sie dann endlich. Er stand auf einem Felsen in tosender Brandung und sie d\u00fcmpelte davor im Meer. Was f\u00fcr ein Schei\u00df. Zus\u00e4tzlich hatte er beim sinnlosen Erklimmen der Klippen noch einen Teil seiner Ausr\u00fcstung verloren. Erfahrene Taucher w\u00fcrden mit gesetzter Boje im Wasser warten.<br \/>\nNach diesem Ereignis ging es zur\u00fcck ins Hotel. Das wird gerade renoviert. H\u00e4mmern und S\u00e4gen \u00fcberall. Robert, der Basis- und Hotelleiter, sagte uns, dass die Handwerker eigentlich versprochen h\u00e4tten bis zum Mittag, also vor unserer R\u00fcckkehr vom Tauchen, fertig zu sein. So viel zu Absprachen mit Handwerkern auf Tobago. Aber ok, das ist bei uns in Deutschland auch nicht wirklich anders.<br \/>\nNach dem Duschen gingen wir dann &#8222;shoppen&#8220;. Martin und ich hatten das Lebensnotwendigste f\u00fcr die Urlaubstage gekauft: Wasser, Bier, Zigaretten, Chips und N\u00fcsse. Superm\u00e4rkte wie wir sie kennen gab es auf Tobago nicht. Nur kleine, bunte Holzbuden in denen man mal dies und mal das kaufen kann. In der einen Bude gab es Bier, aber keine Kippen. In der Anderen gab es dann die Zigaretten aber keine Chips, usw. In einem Markt bekamen wir gar nichts. Die Betreiberin sa\u00df mit Bekannten auf einer Bank neben ihrem Markt und war am schwatzen. Als wir nach Zigaretten fragten, schickte sie uns einen Supermarkt weiter, sie h\u00e4tte keine Lust jetzt aufzustehen. Ein ganz neues Erlebnis f\u00fcr uns konsumverw\u00f6hnten Europ\u00e4er. Einen Tag sp\u00e4ter hat sie uns dann freundlich und kompetent bedient.<br \/>\nDie Einheimischen waren zumeist nett, aber neutral abwesend. Wir hatten nie irgendwelche Probleme mit ihnen und sie hoffentlich auch nicht mit uns. Lediglich die Stra\u00dfen und der Verkehr waren gef\u00e4hrlich. Die Stra\u00dfen waren f\u00fcr meinen Geschmack viel zu eng und zu kurvig. Zudem noch in einem extrem schlechten Zustand, trotzdem fuhren die meisten Autos viel zu schnell. Fu\u00dfwege? Fehlanzeige! In Tobago wird auf der linken Stra\u00dfenseite gefahren. Vor un\u00fcbersichtlichen Kurven wurde kurz gehupt, auf ein Hupen aus der Gegenrichtung gelauscht und dann mit Gottvertrauen Gas gegeben.<br \/>\nZur\u00fcck im Hotel (18 Uhr Ortszeit) hatten die Handwerker gerade ihr Werkzeug zusammengepackt. Das konnte aber auch daran liegen, dass ein Gewitter aufzog. Zumindest sah es so aus.<br \/>\nIn der Lobby hat Martin versucht mit dem iPod online zu gehen, aber das Internet war zu langsam, bzw. nicht wirklich pr\u00e4sent. Per SMS konnte ich wenigstens in Erfahrung bringen, dass das Wetter in Bielefeld kalt und sch\u00e4big war.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nCoral Garden (Speyside):<br \/>\n57 Minuten, 22,4m tief, Sichte mies, 29\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nCheckdive. Kleine Fische, 5 Taucher plus Guide auf dem Boot. Motor sprang nicht an.<\/p>\n<p>Sleepers (Speyside):<br \/>\n49 Minuten, 25,2m tief, Sicht mies, 28\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nStr\u00f6mung. 2 Taucher verloren, einer Stand auf dem Riff. Kleine Fische.<\/p>\n<p><strong>21.09.2011 Tobago, Speyside (Mittwoch)<br \/>\n<\/strong>(Morgens auf dem Balkon) Die Sonne ist gerade hinter der Insel &#8222;Little Tobago&#8220;, die man vom Balkon unseres Hotelzimmers sehen kann, aufgegangen. Davor liegt, von uns aus gesehen, die kleinere kleine Insel &#8222;Goat Island&#8220;. Martin schl\u00e4ft noch. Ich sitze in der Morgensonne auf dem Balkon. Die D\u00fcnung dr\u00f6hnt heute ganz sch\u00f6n laut. Das Meer sieht etwas welliger aus als gestern. Dutzende V\u00f6gel sitzen auf den Stromleitungen an der Stra\u00dfe und zwitschern fr\u00f6hlich laut. Ich habe gerade keine Uhr, die liegt im Tresor. Bzw. das Handy mit der Uhr.<br \/>\n\u00dcber die Berge kommen dunkle Wolken gezogen. Die Nacht \u00fcber gab es viel Regen. Trotzdem ist es immer noch warm. Es schein hier eine Meisenart zu geben, die ist \u00e4hnlich gelb-schwarz wie bei uns, nur kleiner. Wir wollen versuchen V\u00f6gel mit Keksen auf dem Balkon anzuf\u00fcttern, um sie dann zu fotografieren.<br \/>\nGestern Abend hatte ich im Restaurant Salat gegessen, der war eher bescheiden. Aber gut, hier ist alles etwas anders. Ich bin gespannt ob heute der Bootsmotor anspringt. Und falls er l\u00e4uft, wie lange.<\/p>\n<div id=\"attachment_435\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/speyside.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-435\" class=\"wp-image-435 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/speyside-150x150.jpg\" alt=\"Speyside - Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-435\" class=\"wp-caption-text\">Speyside &#8211; Tobago<\/p><\/div>\n<p>In der aufgehenden Sonne komme ich ganz sch\u00f6n ins Schwitzen. Nicht zu vergleichen mit der Sonne in Deutschland. Gestern hatten wir einen gro\u00dfen Container Wasser gekauft. Die Versorgung mit Trinkwasser ist im Hotel und auf dem Tauchboot nicht wirklich optimal. Habe seltsamer Weise noch keinen rechten Hunger, trotz der Taucherei gestern. Ich vermute mal, dass es am Klima liegt. Martin und ich sind gespannt, ob das P\u00e4rchen aus dem Nachbarzimmer heute zum Tauchen mitkommt. Nach dem Chaos gestern, w\u00fcrden wir sie eigentlich nicht erwarten. Die \u00c4rmsten haben zwei Wochen gebucht, wir zum Gl\u00fcck nur Eine. Gleich will ich mir die Badehose anziehen und in den Pool h\u00fcpfen. Das Meer ist mir heute zu unruhig zum Baden.<\/p>\n<p>(Fr\u00fcher Abend auf dem Balkon) Den ganzen Nachmittag war es bew\u00f6lkt. Nach dem Tauchen, beim Einr\u00e4umen der Ausr\u00fcstung, hat es kurz f\u00fcr 5 Minuten geregnet. Der Himmel ist leicht grau und voller Wolken. Ab und zu gibt es aber gro\u00dfe blaue Stellen. Nicht wirklich gut zum Fotografieren.<br \/>\nWir haben heute zwei sch\u00f6ne Tauchg\u00e4nge gemacht, ohne die Nachbarn. Nur Martin, Cincia (Diveguide) und ich. Wir haben eine gro\u00dfe Schildkr\u00f6te und einen einsamen Barrakuda gesehen. Die warme Oberfl\u00e4chenstr\u00f6mung, die hier seit 2 Monaten auftritt, war heute richtig sicht- und f\u00fchlbar. Wie ein gr\u00fcner Smog der \u00fcber einem liegt. Streckte man die Hand nach oben, so konnte man das w\u00e4rmere Wasser deutlich sp\u00fcren. Der zweite Tauchgang fand vor &#8222;Goat Island&#8220;, der kleinen Insel mit einem verlassenen Haus am Strand, statt. Ein wundersch\u00f6nes Riff, \u201eJapenese Garden\u201c genannt, liegt davor. Nur leider fehlte es an ausreichend Licht von oben, wegen dem beschrieben gr\u00fcnen Smog. W\u00e4hrend der Oberfl\u00e4chenpause, also vor dem Tauchgang an der Insel, bin ich zu dem verlassenen Haus geschwommen. Ein total tolles Lost Place. Die M\u00f6bel waren gro\u00dfenteils noch im Geb\u00e4ude. Sogar der Weihnachtsschmuck lag noch in den Schr\u00e4nken. Drei Flederm\u00e4use wohnten in der oberen Etage und flatterten, ob der St\u00f6rung durch meine Person, aufgeregt umher. Im Wohnzimmer im Erdgescho\u00df lag sogar noch ein offenes G\u00e4stebuch rum, nur leider ohne Stift. Andere Besucher, der Letzte am 01.09.2011, hatten sich mit Bleistift verewigt.<\/p>\n<div id=\"attachment_432\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/goat-island-house.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-432\" class=\"wp-image-432 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/goat-island-house-150x150.jpg\" alt=\"Verlassenes Haus auf Goat Island - Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-432\" class=\"wp-caption-text\">Verlassenes Haus auf Goat Island &#8211; Tobago<\/p><\/div>\n<p>Das Haus soll angeblich mal Ian Flemming, dem Autor von James Bond, geh\u00f6rt haben. Jetzt geh\u00f6rt es dem Staat Tobago und verf\u00e4llt.<br \/>\nDie Einheimischen auf Tobago bekommen oft subventionierte Staats-Jobs, z.B. als Bauarbeiter. Damit will der Staat verhindern, dass die Bev\u00f6lkerung aus Not den Regenwald ausbeutet. Oder anders formuliert, die Insel-Bewohner bekommen Geld daf\u00fcr den ganzen Tag mit einer Schaufel in der Hand neben einer Grube zu stehen. Die Arbeitsmoral bei &#8222;normalen&#8220; Jobs ist dementsprechend schlecht.<\/p>\n<div id=\"attachment_433\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/zuckermuehle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-433\" class=\"wp-image-433 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/zuckermuehle-150x150.jpg\" alt=\"Die alte Zuckerm\u00fchle auf Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-433\" class=\"wp-caption-text\">Die alte Zuckerm\u00fchle auf Tobago<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Tauchen haben Martin und ich den Geocache an der alten, verfallenen Zuckerm\u00fchle, nur 350 Meter von hier entfernt, gesucht. Nach kurzer Suche hatten wir die besch\u00e4digte Cachedose gefunden und uns ins Logbuch eingetragen. Ebenfalls ein wundersch\u00f6ner Lost Place, diese alte Zuckerm\u00fchle. Das eiserne Wasserrad war noch rostend erhalten. Alte Mauerreste standen auch noch. Sehr h\u00fcbsch alles, sofern man verlassen Orte mag. Ich musste f\u00fcr die Fotos, aufgrund der Wolken, ab und zu den Blitz benutzen. Wir hatten dort eine uns unbekannte Frucht gefunden. Das einheimische Hotelpersonal erz\u00e4hlte uns sp\u00e4ter auf Nachfrage, dass sie daraus Rasseln und Handwerkszeug machen w\u00fcrden. Au\u00dferdem wachsen hier noch die obligatorischen Kokosn\u00fcsse, Papaya, Bananen und Kochbananen. Richtigen Obst- oder Gem\u00fcseanbau gibt es auf der Insel nicht. Wahrscheinlich um den Regenwald zu schonen.<br \/>\nWir haben uns heute mit Cincia und Robert, dem P\u00e4rchen das das Hotel betreibt, unterhalten. Die Beiden renovieren gerade in Eigenarbeit das komplette Hotel, vieles davon in Eigenleistung. Das ist auch echt mehr als notwendig. Wie wir auf einer ausf\u00fchrlichen F\u00fchrung durch die Geb\u00e4ude sehen konnten. Dabei soll das Hotel gerade mal 7 Jahre alt sein, zumindest der Anbau in dem wir wohnen. Er wirkt aber deutlich \u00e4lter. Hier gammelt aufgrund des feuchten Klimas alles sehr, sehr schnell. An dem Hotel ist in den letzten Jahren nichts gemacht worden, selbst die Klimaanlagen wurden angeblich nicht gewartet. Deshalb muss nun viel Arbeit investiert werden. Alle Zimmer werden h\u00fcbsch bunt gestrichen. Eines wird lila mit blauen Kanten, sieht nach dem ersten Schock total geil aus. Wir und unsere Nachbarn bewohnen die beiden einzigen bereits fertig renovierten Zimmer. Bei uns herrscht die Farbe Gr\u00fcn vor. Die Renovierung des Hotels wird sich noch etwas hinziehen. Heute sind z.B. die Tischler, welche die Balkongel\u00e4nder erneuern sollten, nicht erschienen. Robert hat die Vermutung ge\u00e4u\u00dfert, dass sie heute evtl. Government-Jobs bekommen haben, also Geld f\u00fcrs Nichtstun.<br \/>\nDas Klima auf Tobago ist das ganze Jahr \u00fcber nahezu gleich. Um die 30\u00b0 Celsius, schw\u00fcl und nicht zu trocken. Derzeit ist Regenzeit. Zu unserem Gl\u00fcck regnet es aber nicht so viel wie sonst w\u00e4hrend der Regenzeit. Wenn es w\u00e4hrend des Tages kurz regnet, dann dampfen anschlie\u00dfend die asphaltierten Stra\u00dfen. Hinter dem Hotel, am Berg, wurde vor einiger Zeit ein gro\u00dfer Kanal aus Beton und Stein gemauert. Denn mit etwas Verz\u00f6gerung kommt das Wasser nach jedem st\u00e4rkeren Regen aus den Bergen herunter geschossen. Als es den Kanal noch nicht gab, hatte sich deshalb einmal eine m\u00e4chtige Schlammlawine durch das Restaurant gew\u00e4lzt. Anschlie\u00dfend wurde der Kanal gebaut.<br \/>\nWir essen hier deutlich weniger als sonst. Wir haben kaum Hunger. Das scheint, wie schon mal vermutet, am Klima zu liegen. Au\u00dferdem gibt es auch nicht wirklich viel zu essen. Eigenartigerweise ist ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung, vor allem die Frauen, recht dick. Zu viel Junk Food? Heute Abend fehlte im Hotel Restaurant ein Teil des K\u00fcchenpersonals, deshalb werden wir au\u00dferhalb essen gehen. Es gibt im Ort noch zwei bis drei andere Restaurants, die offen zu haben scheinen. Wir werden sehen.<br \/>\nWo ich hier so auf dem Balkon im 2. Stock sitze, bedr\u00e4ngt mich folgender Gedanke. Wenn nun ein Tsunami k\u00e4me, dann w\u00e4re hier am Ufer alles weg. Man m\u00fcsste sich schnell in die Berge, hinter dem Hotel, fl\u00fcchten um zu \u00fcberleben. Laut den Schildern an der Stra\u00dfe, die wir beim Transfer zum Hotel gesehen hatten, gibt es hier angeblich ein Tsunami-Warnsystem. Ob es hier schon mal einen gab, vermag ich nicht zu sagen, es sieht zumindest nicht danach aus.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nBookends:<br \/>\n57 Minuten, 22,1m tief, Sicht mies, 28\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nBarrakuda, Turtle. Sichtbare, warme Oberfl\u00e4chenstr\u00f6mung bis 10m.<br \/>\nJapense Garden:<br \/>\n64 Minuten, 22,3m tief, Sicht mies, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nSch\u00f6nes Riff. Viel Fisch und Korallen. Sch\u00f6ner Schnulli. Leider dunkle Oberstr\u00f6mung.<\/p>\n<p><strong>22.09.2011 Tobago, Speyside (Donnerstag)<br \/>\n<\/strong>(Morgens, 7 Uhr Ortszeit) Ich war, wie auch schon gestern Morgen, direkt nach dem Aufstehen eine kleine Runde im Pool schwimmen. Der ist nicht wirklich herausragend oder sauber. Aber fr\u00fch morgens, direkt nach dem Aufwachen, in einem leeren Pool, umgeben von \u00fcppig gr\u00fcner Pflanzenpracht, schwimmen gehen zu k\u00f6nnen, ist so unbeschreiblich sch\u00f6n.<\/p>\n<div id=\"attachment_431\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/charlotteville.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-431\" class=\"wp-image-431 size-thumbnail\" title=\"Charlotteville - Tobago\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/charlotteville-150x150.jpg\" alt=\"Charlotteville - Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-431\" class=\"wp-caption-text\">Charlotteville &#8211; Tobago<\/p><\/div>\n<p>Beim Schwimmen habe ich ein gro\u00dfes, braunes Eichh\u00f6rnchen und zwei V\u00f6gel beobachten k\u00f6nnen. Die V\u00f6gel waren unseren Fasanen \u00e4hnlich, nur kleiner. Sie fra\u00dfen, w\u00e4hrend ich sie beobachten konnte, mir unbekannte gelbe Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte. Ganz kurz nur erschien dann, gegen Ende, noch ein Kolibri. Der winzig klein, mit seinem langen, krummen Schnabel, im Flug aus den Bl\u00fcten trank.<br \/>\n(Abends) Zum Fr\u00fchst\u00fcck hatte ich heute mal Pancakes versucht. Es gab leider nur drei Kleine und die waren nicht so lecker. Beim Fr\u00fchst\u00fcck kommen die zahlreichen, kleinen V\u00f6gel auf den Tisch geflogen und stehlen etwas zu essen, sofern man nicht aufpasst. Bzw.aufpassen will. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sind wir zum heutigen Tauchtag zu den &#8222;Three Sisters&#8220;, dr\u00fcben auf der karibischen Seite, aufgebrochen. Das hei\u00dft, wir wurden zuerst mit dem altersschwachen Pickup \u00fcber den Berg gefahren und im Hafen von Charlotteville abgesetzt. H\u00f6lle war die Strecke steil und kurvig. Diesmal sa\u00dfen wir entgegen unserer Gewohnt nicht ungesichert auf der Ladefl\u00e4che, sondern sicher angeschnallt im Fahrgastraum. Das war uns vorher empfohlen worden, ein guter Rat. Wir sind mit Caroline, einem englischer Diveguide (weiblich), tauchen gegangen. Zus\u00e4tzlich waren noch Marc, der schon erw\u00e4hnte Einheimische und zus\u00e4tzlich ein dicker Amerikaner mit. Diesmal hatten wir kein echtes Tauchboot zur Verf\u00fcgung, sondern nur ein kleines, sehr kleines, Angelboot. Viel zu klein und zu eng f\u00fcrs Tauchen. Voll Schei\u00dfe! Nie wieder mit dem Boot!<\/p>\n<div id=\"attachment_540\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/angelboot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-540\" class=\"wp-image-540 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/angelboot-150x150.jpg\" alt=\"Angelboot\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-540\" class=\"wp-caption-text\">Angelboot, viel zu klein zum Tauchen<\/p><\/div>\n<p>Der Tauchplatz war f\u00fcr hiesige Verh\u00e4ltnisse recht gut. Unterwasser haben wir zwei Ammenhaie aus n\u00e4chste N\u00e4he beobachten k\u00f6nnen und auf der R\u00fcckfahrt, vom Boot aus, haben wir einige Delphine gesehen. Ansonsten wie \u00fcblich nur Kleinzeug und Felsen. Den zweiten Hai habe ich just in dem Moment entdeckt, als ich aus Langeweile nach 60 Minuten auftauchen wollte. Bin dann noch 10 Minuten l\u00e4nger unten geblieben. Martin hing schon auf drei Meter in der Deko. Wir tauchen hier mit Luft und nicht mit Nitrox, das merkt man sofort.<br \/>\nDie Ameisen haben unsere Keksdose geentert. Deshalb mussten wir jeden Keks einzeln von den Ameisen befreien. Die Keksdose lagern wir ab jetzt im K\u00fchlschrank.<br \/>\nZum Abendessen hatte ich mir Tuna mit Salat im Hotelrestaurant bestellt. Ausgesprochen lecker. Gestern Abend waren wir im &#8222;ber\u00fchmten&#8220; Baumhaus-Restaurant, hier im Ort, essen. Schrecklich teuer und nicht wirklich zu empfehlen. Die Lokation hingegen ist sehenswert, das Restaurant ist fast direkt am Meer gelegen, auf ca. 3m H\u00f6he in einen Baum hinein gebaut worden. Sieht witzig aus.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nSisters (Charlotteville):<br \/>\n51 Minuten, 22,2m tief, Sicht ok.<br \/>\nKaribische Seite. Zu kleines schei\u00df Fischerboot. Kleinfisch. Schnulli.<\/p>\n<p>Sisters (Charlotteville):<br \/>\n68 Minuten, 16,4m tief, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\n2 Ammenhaie. Kleinfisch. Das heutige Boot geht gar nicht. Delfine auf der R\u00fcckfahrt vom Boot aus gesehen. Martin leicht im Deko.<\/p>\n<p><strong>23.09.2011 Tobago, Speyside (Freitag)<br \/>\n<\/strong>(Morgens) Ich bin heute wieder um 6 Uhr aufgestanden. Nebenan in Zimmer 10, da wo eigentlich niemand wohnt, l\u00e4rmt seit gestern die Klimaanlage. Ich sitze, w\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe, auf dem Balkon und trinke Instantkaffee. Der Himmel ist grau bew\u00f6lkt, das Meer wellig. Das Wetter wird scheinbar schlechter. Nach dem Kaffee geht es, wie jeden Morgen, ab in den Pool.<\/p>\n<div id=\"attachment_543\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/bird-island-togago.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-543\" class=\"wp-image-543 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/bird-island-togago-150x150.jpg\" alt=\"Bird-island Togago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-543\" class=\"wp-caption-text\">Die Vogelinsel<\/p><\/div>\n<p>(Nachmittag) Beim Fr\u00fchst\u00fcck bin ich wieder auf das Omelett umgestiegen. Das Meer war, wie gesagt, wellig und der Wind frisch. Der erste Tauchgang fing chaotisch an. Wir hatten eine Amerikanerin mit, die nicht wirklich tauchen konnte, es aber wollte. Sie bekam schon das erste Mal Panik, als sie die Rolle-R\u00fcckw\u00e4rts vom Boot ins Meer machen sollte. Ich habe erfolglos versucht sie an der Wasseroberfl\u00e4che zu beruhigen. Dann kam zum Gl\u00fcck endlich Cincia (Diveguide) und hat den Job \u00fcbernommen. Der Tauchgang war eher ein Schnulli (also ein langweiliger Tauchgang. Der Ausdruck &#8222;Schnulli&#8220; stammt von Theo, Martin seinem Onkel) Wir haben eine Schildkr\u00f6te gesehen, leider keine K\u00f6nigskrabbe, die es hier auch geben soll. W\u00e4hrend der Oberfl\u00e4chenpause haben wir vor \u201eLittle Tobago\u201c, der Vogelinsel, geankert. Ich bin mit Martin ans Ufer geschwommen. Als Schutz gegen die Moskitos hatten wir unsere d\u00fcnnen Tropentauchanz\u00fcge angelassen. So ger\u00fcstet, haben wir uns dann schwitzend den steilen Pfad hinauf gearbeitet. Oben auf dem Berg\/H\u00fcgel stand ein recht neues Holzhaus. Gro\u00df und sch\u00f6n. Es wird von Vogelbeobachtern genutzt und war fest verschlossen. Dem Anschein nach konnte man hier bequem mehrere Tage wohnen. Tobago ist bekannt f\u00fcr seine Vielzahl und Pracht an V\u00f6geln. Von der H\u00fctte f\u00fchrte ein weiterer Pfad durch den Urwald bis zu einer wundersch\u00f6nen Aussicht. Aus ca. 60m H\u00f6he konnte ich von einer Klippe aus auf das Meer und die raue K\u00fcste schauen. Die sich unten mir an den Felsen brechenden Wellen, waren ein unbeschreiblich sch\u00f6ner Anblick. Zur\u00fcck an der H\u00fctte tauchte dann ein kleiner (f\u00fcr die Gegend hier typischer) Hahn aus dem Unterholz auf und schien uns neugierig aber distanziert zu mustern. Beim Abstieg haben wir dann noch diverse Eidechsen gesehen. Sch\u00f6ne Tiere, die aber ganz schnell weg waren, sobald sie uns bemerkt hatten. Unten angekommen sind wir zur\u00fcck zum Tauchboot geschwommen. Dort wurden wir bereits erwartet.<\/p>\n<p>Der zweite Tauchgang fing erst als Schnulli an, nur dann habe ich den engen Kanal mit der starken Str\u00f6mung zu sp\u00e4t gesehen und bin falsch reingetaucht, bzw. reingezogen worden. Es hat mich rumgewirbelt wie in einer Kombination aus Waschmaschine und wild gewordenem Fahrstuhl. Als ich mich wieder gefangen und sortiert hatte, kam ein Manta angeschwebt. Der drehte aber schnell wieder ab und &#8222;flog&#8220; langsam und erhaben von uns weg. Kurze Zeit sp\u00e4ter bekam die Amerikanerin wieder einen Panikanfall. Sie konnte in der mittelstarken D\u00fcnung die Tiefe nicht richtig halten und hatte zus\u00e4tzlich noch Wasser in der Brille. Ich habe versucht sie zu st\u00fctzen, bzw. zu stabilisieren, damit sie sich beruhigen und die Brille ausblasen konnte. Aber ich war wohl bei ihrem Volumen etwas zu zaghaft. Das muss ich noch lernen. Cincia hat sie dann entschlossen gegriffen und ist mit ihr und dem bereits erw\u00e4hnten P\u00e4rchen aus dem Nachbarzimmer, langsam aufgetaucht. Martin zeigte mir an, dass wir unten warten sollten, denn Cincia k\u00e4men wohl gleich wieder runter, um mit uns den Tauchgang zu beenden. Wir hatten schon bei den vorangegangenen Tauchg\u00e4ngen weniger Atemluft als die Mittaucher ben\u00f6tigt und waren deshalb entsprechend l\u00e4nger unten geblieben. Also haben wir uns 10 Minuten lang mit unseren Riffhaken festgemacht und gelangweilt auf unseren Diveguide gewartet. Sie kam aber nicht und Gro\u00dffisch wollte sich ebenfalls nicht zeigen. So haben wir uns dann schlie\u00dflich losgemacht, sind weg von der Kante und raus ins Blaue geschwommen, um dort langsam aufzutauchen. Das Setzen der Boje beim Sicherheitsstopp war etwas schwierig, da ich sie schon beim ersten Tauchgang benutzt hatte. Sprich sie war nicht sauber verstaut bzw. vorbereitet. Die L\u00f6sung, das Seil in einer Vitaminpillendose zu verstauen, ist zwar billig aber murks. Die Leine hatte sich verknotet und dadurch wurde ich 2 Meter mit nach oben gerissen. Es ist aber nichts passiert. Ich muss mir dringend eine Rolle, wie sie auch die meisten Diveguides verwenden, besorgen.<br \/>\nIch d\u00fcmpelte bereits an der Oberfl\u00e4che rum, da tauchte unter Martin, der noch auf 3 Meter Tiefe hing, ein gro\u00dfer Manta auf. Martin schaute zu mir herauf und ist erst durch mein wildes Gestikulieren auf das majest\u00e4tische Tier dicht unter ihm aufmerksam geworden. Der Manta kam dann ganz nah an Martin ran und Martin ist wie immer hinterher getaucht. Der gro\u00dfe Rochen kam anschlie\u00dfend langsam h\u00f6her und ist dann auch ganz nah an mir vorbei geschwommen. Fair ist fair. Ein echt h\u00fcbsches, gro\u00dfes Tier.<br \/>\nDann mussten wir bei Wellen und Str\u00f6mung zur\u00fcck ins Boot steigen, ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Allem in Allem ein leicht chaotischer Tauchtag, der aber aufgrund der letzten Manta-Sichtung einen sch\u00f6nen Abschluss fand. Echt toll.<br \/>\nIch sitze gerade auf dem Balkon vor unserem Hotelzimmer und lausche der laut dr\u00f6hnenden D\u00fcnung. Duschen muss ich auch noch. Auf der Stromleitung vor dem Hotel, an der Stra\u00dfe, singt wundersch\u00f6n ein Vogel.<br \/>\n(18 Uhr) Die Wellen werden h\u00f6her und lauter. Es scheint, dass ein Sturm drau\u00dfen auf der offenen See w\u00fctet. Eine gepflegte Unterhaltung auf dem Balkon funktioniert nur, wenn man laut spricht, so nah steht das Hotel an der K\u00fcste.<\/p>\n<div id=\"attachment_430\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/hund.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-430\" class=\"wp-image-430 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/hund-150x150.jpg\" alt=\"Der alte, graue Hund von Speyside, Tobago\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-430\" class=\"wp-caption-text\">Der alte, graue Hund<\/p><\/div>\n<p>Unter in der Hoteleinfahrt liegt der alte, graue, r\u00e4udige Hund. Morgens treffe ich ihn immer am Pool. Er schleicht mit einem mitleiderregendem, unterw\u00fcrfigen Blick heran. Er ist dabei aber immer darauf bedacht einen gewissen Sicherheitsabstand zu wahren. Habe ihn vorhin, nach dem Tauchen, mal kurz und vorsichtig am Kopf gekrault. Er schien die Streicheleinheiten zu genie\u00dfen. Danach hat er sch\u00fcchtern an meinem Fu\u00df geschn\u00fcffelt. Er scheint hier irgendwie inoffiziell zu wohnen.<br \/>\nDie Hotelbetreiber besitzen einen mageren, hellen Kater mit dunklen Tupfen im Fell. Der jagt manchmal Eidechsen und V\u00f6gel, die hier, wie gesagt, zahlreich leben. Wir haben aber noch nie gesehen, dass er etwas gefangen h\u00e4tte. Die schon beschriebenen Schwalben sitzen hier einzeln oder auch in Gruppen auf den Stromleitungen, singen und flattern dabei mit halb angelegten Fl\u00fcgeln. Sieht aus als w\u00fcrden sie Balzen. Was f\u00fcr V\u00f6gel bei unserm Zimmer unter dem Hoteldach wohnen wei\u00df ich nicht zu sagen. Sie sind aber sogar des Nachts laut am Zwitschern. Wir wohnen in der obersten Etage, direkt untern dem Dach.<br \/>\nNebenan ist ein \u00e4lteres Ehepaar eingezogen. Ich hatte vorhin kurz mit ihnen gesprochen, sie sind hier um V\u00f6gel zu beobachten.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nBlack Jack Hole (Speyside):<br \/>\n54 Minuten, 24,2m tief, Sicht ok, 30\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nSchnulli mit Drift. Schildkr\u00f6te.<\/p>\n<p>Manta Point (Speyside):<br \/>\n55 Minuten, 23,1m, Sicht ok, 29\u00b0C Wassertemperatur<br \/>\nWaschmaschine im Kanal. 2 mal Manta. Ein gro\u00dfer kam bei Austauchen mit Martin ganz nah. Sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>24.09.2013 Tobago, Speyside (Samstag)<br \/>\n<\/strong>(Morgens, 7:20 Uhr) Ich habe heute l\u00e4nge geschlafen und komme gerade aus dem Pool. Martin war nicht mit. Er duscht gerade, deshalb sitze ich auf dem Balkon und habe Zeit zum Schreiben. Das Wetter ist sch\u00f6n, trotz einiger Wolken am Himmel. Die Wellen haben sich etwas, wenn auch nicht viel, beruhigt. Gestern Abend wollten wir eigentlich ausw\u00e4rts essen, aber um 17 Uhr hatte alles schon geschlossen. Wahrscheinlich wegen dem Film-Festival, von dem man uns erz\u00e4hlt hatte. Wir haben aber von einem Festival nichts mitbekommen oder geh\u00f6rt. Wir waren dann sp\u00e4ter im Hotelrestaurant essen, Tuna mit Fries, also Tunfischsteak mit Pommes frittes. Lecker.<br \/>\n(Nachmittag) Die Tauchg\u00e4nge heute waren entspannt. Martin und ich waren die einzigen Tauchg\u00e4ste an Bord. So ist das sch\u00f6n, ein Boot f\u00fcr uns allein. Wir haben f\u00fcr morgen noch einen extra Tauchtag gebucht. Danach haben wir dann 25 Stunden Pause bis der Flieger geht, dass sollte reichen um den durch das Tauchen im K\u00f6rper angesammelten Stickstoff loszuwerden. Ist die Tauchpause vor dem Flug zu kurz, dann perlt der restliche Stickstoff aufgrund des leichten Unterdrucks in der Flugzeugkabine im Blut aus. Das f\u00fchrt dann zu L\u00e4hmungen bzw. Tod.<br \/>\nHeute haben wir beim Tauchen viel Kleinkram gesehen. Dazu noch zwei nette Kalmare die mich bis auf zirka 50cm rangelassen haben. Die schienen genauso neugierig auf mich, wie ich auf sie gewesen zu sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_541\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ausfahrt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-541\" class=\"wp-image-541 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ausfahrt-150x150.jpg\" alt=\"Ausfahrt aus Speyside\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-541\" class=\"wp-caption-text\">Mit dem Tauchboot von Speyside aufs Meer<\/p><\/div>\n<p>Robert, der Hotelleiter und Partner von Cincia (unserem weiblichen Diveguide) hat uns gestern Abend beim Dekobier vom Rebreather-Tauchen erz\u00e4hlt. Das sind Ger\u00e4te bei denen die ausgeatmete Luft wieder aufgefangen und aufgearbeitet wird. Das hei\u00dft die Luft flie\u00dft im Kreis und wird nach jedem Atemzug zuerst vom ausgeatmeten Kohlendioxid befreit und anschlie\u00dfend mit Sauerstoff angereicht. So k\u00f6nnen dann l\u00e4ngere und vor allem blasenfreie Tauchg\u00e4nge durchgef\u00fchrt werden. Weil das Tauchen damit deutlich leiser ist, kommt man n\u00e4her an die Fische ran. Gerade z.B. an Mantarochen, die Luftblasen gar nicht m\u00f6gen. Auf Palau konnte ich z.B. mit einem Manta an einer Putzerstation fast schon schmusen, so nah kam er heran. Als ich dann endlich ausatmen musste, ist er sofort wieder weg geschwommen. Robert seine Erz\u00e4hlungen klangen interessant. Leider sind die Ger\u00e4te bislang noch nicht wirklich weit verbreitet.<br \/>\nJetzt gegen Abend ist das Meer wieder ruhiger geworden. Die Brandung an der K\u00fcste vor dem Hotel ist nicht mehr ganz so br\u00fcllend laut. Seit drei Tagen ist auch endlich diese warme, gr\u00fcne Oberfl\u00e4chenwasserschicht verschwunden. Die Sicht ist seit dem deutlich besser geworden. Nur die zahlreichen Schwebeteilchen sind noch immer im Wasser vorhanden. Aber dass die Sicht nicht optimal sein w\u00fcrde, war uns schon beim Buchen bekannt.<br \/>\nWie waren heute wieder am &#8222;Japanese Garden&#8220; vor der Insel &#8222;Goat Island&#8220;. Weil das Sonnenlicht fast ungehindert bis zum Grund durchkam, war er heute super bunt und hell. So viel Gr\u00fcn habe ich noch nie in einem Korallengarten gesehen. Einfach nur sch\u00f6n anzusehen. W\u00e4hrend der Oberfl\u00e4chenpause bin ich wieder zu dem verlassenen Haus geschwommen, Martin kam diesmal mit. Au\u00dferdem hatten wir einen Kugelschreiber dabei um uns ins G\u00e4stebuch eintragen zu k\u00f6nnen. Den Kugelschreiber haben wir anschlie\u00dfend neben dem G\u00e4stebuch liegen lassen. F\u00fcr die Besucher die nach uns kommen. Werden. Hinter der Villa gab es einen Weg hoch zum Gesinde-Haus, so nenne ich es mal. Aber der war nach circa 20 Metern komplett mit dornigem Gestr\u00fcpp zugewuchert. Wir kamen nur bis zum Generator-Haus. Danach ging es nicht weiter. Eine Machete, um uns den Weg zu bahnen, hatten wir leider nicht dabei.<br \/>\nDer R\u00fcckweg zum Boot war aufgrund der hohen und starken Brandung recht m\u00fchsam. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr uns kam nach jeder Gro\u00dfen Welle immer eine Serie Kleinerer. Die haben wir genutzt und sind direkt hinter der gro\u00dfen Welle losgeschwommen. So erreichten wir schlie\u00dflich wieder das Tauchboot.<br \/>\nDer n\u00e4chste Tauchplatz war der so genannte Manta-Point. Also da wo wir gestern den oder die Mantas gesehen hatten. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein und dasselbe Tier war. Heute, um es vorweg zu nehmen, war da kein Manta zu sehen, daf\u00fcr aber Kalmare. Eine Schildkr\u00f6te gab es, einen Barrakuda und viele leuchtend blaue Fische deren Augen im Sonnenlicht funkelten. Die Kalmare haben Augen \u00e4hnlich wie die der Haie, ganz anders wie gew\u00f6hnliche Fische.<br \/>\nGerade fliegt eine Turboprop-Maschine \u00fcber Little Tobago, das wir vom Hotel-Balkon aus sehen k\u00f6nnen, das erste Flugzeug, das ich seit unserer Ankunft bewusst sehe. Alles ist hier wunderbar primitiv und improvisiert.<br \/>\nWunden heilen hier nur sehr langsam und schlecht. Meine Brandwunde an der rechten Hand ist immer noch nicht verheilt. Die hatte ich mir noch in Deutschland beim Kuchenbacken zugezogen. Daheim w\u00e4re sie nach einer Woche schon komplett verheilt gewesen. Einige Moskitostiche an den F\u00fc\u00dfen, die Viecher stechen hier am liebsten in die F\u00fc\u00dfe, scheinen sich entz\u00fcnden zu wollen. Und die obligatorische Stelle am linken Fu\u00df, da wo das Flossenband scheuert, f\u00e4ngt seit heute an zu eitern. Das ist bei mir bei jedem Tauchurlaub so. St\u00f6rt aber sp\u00e4ter in normalen Stra\u00dfenschuhen nicht weiter. F\u00fcr unsere beiden letzten Tauchg\u00e4nge, die morgen anstehen, wird es noch gehen.<br \/>\nEs gibt hier auch Pelikane. Die V\u00f6gel haben ein schmutzig graues Gefieder. Ihre Art zu landen ist echt einzigartig. Sie klappen einfach knapp \u00fcber dem Meer die Fl\u00fcgel ein und lassen sich dann Kopf voran ins Wasser plumpsen. Sieht merkw\u00fcrdig aus, funktioniert aber augenscheinlich ganz gut.<\/p>\n<div id=\"attachment_542\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/strasse2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-542\" class=\"wp-image-542 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/strasse2-150x150.jpg\" alt=\"Stra\u00dfe in Speyside\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-542\" class=\"wp-caption-text\">Stra\u00dfe in Speyside<\/p><\/div>\n<p>Die Autos fahren hier auf der linken Stra\u00dfenseite, warum wissen wir nicht. Deshalb und wegen der engen, kurvigen und schlechten Stra\u00dfen bin ich dagegen, dass wir uns f\u00fcr einen Tag einen Mietwagen nehmen. Gerade sind neue G\u00e4ste angereist, damit sind nun 4 Zimmer belegt. Aber gut, es ist auch keine Saison. Ob es Taucher sind, vermag ich nicht zu sagen. Tauchgep\u00e4ck habe ich nicht gesehen, das kann aber auch durchaus sp\u00e4ter, mit einem zweiten Wagen kommen. Cincia hatte uns heute Morgen auf dem Boot erz\u00e4hlt, dass hier fr\u00fcher deutlich mehr Touristen anzutreffen waren. Der Tourismus h\u00e4tte inzwischen stark nachgelassen. Das sieht man auch. Der ganze Ort wirkt etwas abgenutzt und vernachl\u00e4ssigt.<br \/>\nDas Ehepaar aus dem Nachbarzimmer, mit denen wir schon tauchen waren, hat heute den Nachbarort Charlotteville besucht. Dort gibt es laut ihren Aussagen zumindest einen richtigen Strand. Ansonsten aber nicht mehr als hier in Speyside. Einen Souvenirshop mit T-Shirts haben wir bislang vergeblich gesucht.<br \/>\nIch habe heute erfahren, dass die Insel &#8222;Little Tobago&#8220; ein Vogelschutzgebiet ist. Das w\u00fcrde auch die Wanderh\u00fctte erkl\u00e4ren, die wir dort gefunden hatten. Der Name Tobago stammt angeblich aus einer Ableitung der Tabakspfeife, welche die Eingeborenen damals geraucht haben sollen. Von den Eingeborenen ist heute nicht mehr viel zu sehen.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nJapenese Garden (Speyside):<br \/>\n56 Minuten, 20m tief, Sicht ok, 30\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nWundersch\u00f6ner Garten. Viel Gr\u00fcn, noch nie gesehen. 1 Ammenhai.<\/p>\n<p>Manta Point (Speyside):<br \/>\n56 Minuten, 18,4m tief, Sicht ok, 30\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nSch\u00f6ner Drift. Mittlere Str\u00f6mung. Turtle und Barrakuda. Kalmar ganz nah.<\/p>\n<p><strong>25.09.2013 Tobago, Speyside (Sonntag)<br \/>\n<\/strong>(Morgens auf dem Balkon) Unser letzter Tauchtag ist angebrochen. Den haben wir, wie bereits gestern erw\u00e4hnt, extra vor Ort dazu gebucht. Morgen geht es dann zur\u00fcck und \u00fcbermorgen (MEZ) kommen wir an. Dann ist aber auch gut, Tobago ist unserer Meinung nach nicht so das Taucher-Traum-Urlaubsparadies. Gestern waren die Moskitos ziemlich aktiv. Wir sind ziemlich zerstochen. Wir haben uns bei Cincia eine angebrochen Spr\u00fchdose Moskitospray gekauft. Das Zeug riecht ekelhaft, ob es hilft?<br \/>\nGestern Abend haben wir beim Spaziergang entlang der Hauptstra\u00dfe einen Deutschen getroffen. Er arbeitet als Ingenieur auf Trinidad und er ist nun einige Tage zum Tauchen auf Tobago. Er wohnt in einem Hotel neben unserem. Dienstag reist er dann wieder ab. Seine Erz\u00e4hlungen \u00fcber Trinidad klangen nicht so gut. Es sei dort dreckig, \u00e4hnlich wie in \u00c4gypten. Und die Kriminalit\u00e4tsrate w\u00e4re hoch. Momentan g\u00e4be es dort eine n\u00e4chtliche Ausgangsperre von 22 bis 4 Uhr. Das h\u00e4tte bereits zu einem signifikantem sinken der Mordrate gef\u00fchrt. Das Hauptproblem sei wohl die N\u00e4he zu Venezuela. Das Festland ist nur ca. 20km entfernt und von dort k\u00e4men Waffen und Drogen auf die Insel. Tobago sei hingegen ein Ort der Sauber- und Friedlichkeit. Das stimmt, friedlich ist es hier. Und f\u00fcr tropische Verh\u00e4ltnisse auch sauber.<br \/>\nAuf dem Balkon sitzend trinke ich wie jeden Morgen einen Instantkaffee. Die Morgen-Zigarette ist auch schon geraucht, in Deutschland hingegen rauche ich immer erst am Abend. Gleich geht es zum vorletzten Fr\u00fchst\u00fcck. Ein seltsames Gef\u00fchl, wenn das Ende langsam f\u00fchl- und greifbar wird.<br \/>\nDer Himmel h\u00e4ngt teilweise voller dunkler Wolken, trotzdem ist es bereits hei\u00df und schw\u00fcl. Duschen lohnt nicht wirklich, nach dem Abtrocknen war ich genauso verschwitzt wie zuvor. Meine Ohren f\u00fchlen sich zugeschmoddert an. Vom Tauchen, den Taucherohrentropfen (Alkohol und Oliven\u00f6l) und dem Schlafen mit Ohrenst\u00f6pseln. Aber die reinigen sich ja wie von selbst, wenn man sie nur l\u00e4sst.<br \/>\nSo, jetzt geht es gleich zum Fr\u00fchst\u00fcck. Omelett und Toast. Das Omelett besteht aus &#8222;unguten&#8220; Eiern, die, wenn sie fast durch sind mit Tomaten, Zwiebelw\u00fcrfeln sowie K\u00e4se belegt werden. Anschlie\u00dfend wird das Ganze umgeklappt und noch etwas brutzeln gelassen. Fertig ist das &#8222;Omelette \u00e1 la Tobago&#8220;. Innen meist noch etwas fl\u00fcssig. Aber allemal noch besser als die Eier mit Speck oder gar Pancakes. M\u00fcsli gibt es auch, da bin ich aber nicht mutig genug f\u00fcr. Die Milch ist hier n\u00e4mlich &#8222;Reconstituted&#8220;. Das hei\u00dft sie wird aus Milchpulver, Wasser und Chemie zusammengemixt und anschlie\u00dfend in Tetrapacks verf\u00fcllt. Da verzichte ich lieber aufs M\u00fcsli mit Milch.<\/p>\n<p>(Nachmittag) Das Omelette war heute nicht genie\u00dfbar. Innen v\u00f6llig fl\u00fcssig und fettig. Habe es liegen lassen. Nicht das es zwei Stunden sp\u00e4ter beim Tauchen pl\u00f6tzlich raus will. Der Toast war aber genie\u00dfbar und lecker.<br \/>\nWie jeden Morgen mussten wir heute auch wieder auf den Kapit\u00e4n warten. Der l\u00e4sst erst den Motor warm laufen und geht dann noch mal nach Hause. Er wohnt direkt neben dem Jetty (Steg).<br \/>\nUnsere letzten beiden Tauchg\u00e4nge auf Tobago waren ganz ok. Nicht wirklich spektakul\u00e4r aber entspannt.<\/p>\n<div id=\"attachment_544\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/hafen2-speyside.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-544\" class=\"wp-image-544 size-thumbnail\" src=\"\/wpb\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/hafen2-speyside-150x150.jpg\" alt=\"Im Hafen von Speyside\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-544\" class=\"wp-caption-text\">Im Hafen von Speyside<\/p><\/div>\n<p>Robert, der Hotelleiter, erz\u00e4hlte heute, dass er mit Absicht keinen Lobster im Hotelrestaurant anbietet. Er m\u00f6chte nicht, dass die Tiere in der Bucht weggefangen werden, lebend w\u00e4ren sie viel sch\u00f6ner. Recht hat er, wir haben einige Exemplare beim Tauchen gesehen.<br \/>\nAls wir vom letzten Tauchgang ins Boot stiegen, sa\u00df dort auf der hinteren Bank, ganz durchn\u00e4sst, ein ersch\u00f6pfter Vogel. Der Kapit\u00e4n hatte ihn am Ende unseres Tauchganges aus dem Wasser gefischt. Als wir alle an Bord waren ist er dann noch kurz nach &#8222;Little Tobago&#8220; (die Vogelinsel) an den Jetty gefahren und hat den ver\u00e4ngstigten Vogel dort zum Trocknen abgesetzt. Fand ich nett und sympathisch, so hatte ich ihn gar nicht eingesch\u00e4tzt.<br \/>\nIn etwa 24 Stunden werden wir die Insel verlassen. Eigentlich schade, aber hier g\u00e4be es nicht mehr viel Neues f\u00fcr uns zu sehen. Eine gro\u00dfe Regenwaldtour h\u00e4tte ich wohl noch gerne mitgemacht, aber ohne das passende Schuhwerk ging das leider nicht. Irgendwie habe ich keinen Bock auf die Hektik und die vielen Menschen in Deutschland, aber hier bleiben m\u00f6chte ich auch nicht. Gestern haben wir so ganz nebenbei erfahren, dass die Moskitos hier auch das Denguefieber \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Aber daheim k\u00f6nnte man auch von einem Auto \u00fcberfahren werden, oder auf dem Klo sitzend an einem Herzinfarkt sterben.<br \/>\nIch bin gespannt wie die Bilder geworden sind. Ich habe keinen Laptop mit um sie zu sichten. Die Kamera hat zwischendurch mal gesponnen und war auf manuellen Fokus verstellt. Aber gut, so viel gute Motive gab es hier eh nicht.<br \/>\nAus Langeweile habe ich heute mal beim Tauchen das Taucherpaar aus dem Nachbarzimmer beobachtet. Er atmet wie ein Gro\u00dfer. Wenn ich einen Atemzug (einatmen, schauen, ausatmen) gemacht habe, hat er derer drei getan. Und ich hatte schon aus Langeweile mehr als gew\u00f6hnlich geatmet. Es ist schon seltsam, sobald es \u00f6de wird am Riff, bzw. Unterwasser, dann atme ich unbewusst mehr. Mit dem Luftverbrauch liegen Martin und ich gleichauf. Mal kommt er mit 10 bar mehr rauf, mal ich. Seine Unterwasserhupe und das Klopfen am Tank habe ich heute mal wieder \u00fcberh\u00f6rt. Obwohl wir das am Anfang des Tauchganges getestet hatten. Eventuell d\u00e4mmt meine Kopfhaube, die ich auch hier beim Tauchen trage, zu sehr.<\/p>\n<p>(17:30 Uhr) Ich bin so m\u00fcde, dass ich vorhin hier auf dem Balkon im Plastikstuhl sitzend eingeschlafen bin. Wir m\u00fcssen gleich noch los, Wasser und Chips kaufen. Wo ich gerade beim Schlafen war, ich muss zusehen, dass ich morgen im Flieger rechtschaffend m\u00fcde bin damit ich w\u00e4hrend des Fluges gut schlafen kann. Wir m\u00fcssen in Barbados umsteigen, das nervt etwas. Aber gut, das werden wir auch noch \u00fcberstehen. Die Condormaschine die hier aus Deutschland ankommt, fliegt anschlie\u00dfend nach Barbados weiter und setzt dort die letzten Urlauber ab. Von dort geht es dann mit einer neuen Crew zur\u00fcck nach Deutschland. Nach Frankfurt, um ganz genau zu sein. Reisen ist heute deutlich einfacher als noch vor 100 Jahren, trotzdem nervt es. Damals war es noch ein gef\u00e4hrliches Abenteuer, heute besteht Reisen nur noch aus Rumsitzen, Warten und Schlange stehen.<br \/>\nDie lauten V\u00f6gel die unter unserem Dach wohnen, hatte ich bereits erw\u00e4hnt. Aber auch Flederm\u00e4use k\u00f6nnen hier l\u00e4stig werden. Tags\u00fcber h\u00e4ngen ab und zu welche unter dem Hoteldach und kacken dann alles voll. In dem Geb\u00e4ude der Tauchbasis das neben dem Haupthaus steht, wird deshalb des Nachts immer das Licht angelassen. Das schreckt die Tiere erfolgreich ab. Denn unter dem Dach ist rundherum ein 20cm breiter Spalt der zur L\u00fcftung dient. Den w\u00fcrden sie ohne das st\u00f6rende Licht als Ein- und Ausgang nutzen.<br \/>\nIch w\u00fcrde gerne wissen, was hier der Strom kostet. Die Klimaanlage in unserem Zimmer l\u00e4uft den ganzen Tag, nur nachts beim Schlafen machen wir sie aus. Es w\u00e4re sonst zu kalt. Der Deckenventilator bleibt immer an. Nur in den ersten beiden N\u00e4chten hatten wir beides aus.<br \/>\nKlimaanlage = K\u00fchl-Willi<br \/>\nDeckenventilator = Wirbelheinz<br \/>\nDie beiden Bezeichnungen wurden beim letzten Palau-Tauchurlaub gepr\u00e4gt. Damals hatte ich mir mit Ralf das Zimmer geteilt. Wirbel-Heinz stammt von ihm, ein wundersch\u00f6n melodisches Wort.<\/p>\n<p>Taucherlog<br \/>\nShark Bay (Speyside):<br \/>\n51 Minuten, 35,2m tief, Sicht ok, 30\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\n3 Berge. Lobster und Kleinfisch. Wundersch\u00f6ne Alienlandschaft.<\/p>\n<p>Anita (Speyside):<br \/>\n60 Minuten, 25,3m tief, Sicht tr\u00fcbe, 30\u00b0C Wassertemperatur.<br \/>\nSch\u00f6ne Landschaft. Schwarze Fische mit leuchtend blauen Tupfen. Ganz ok.<\/p>\n<p><strong>26.09.2011 Tobago, Speyside (Montag)<br \/>\n<\/strong>(Morgens) Zum letzten Mal schreibe ich diese \u00dcberschrift. Es ist Abreisetag. Gegen 13 Uhr f\u00e4hrt uns Robert mit dem alten Pickup zum Flughafen. Das sind dann ca. 1,5 Stunden Fahrt, sofern die alte Gurke durchh\u00e4lt.<br \/>\nKomme gerade aus dem Pool, bin wie immer direkt nach dem Aufstehen reingesprungen. Ich hatte mit dem gr\u00fcnen Plastikball, der dort immer rumlag, zwischen die Beine geklemmt und bin darauf durch den Pool ged\u00fcmpelt, wie jeden Morgen seit dem wir hier sind. Der alte, graue Hund war heute nicht am Pool. Daf\u00fcr kam Martin aber kurze Zeit sp\u00e4ter nach.<br \/>\nJetzt sitzen wir frisch geduscht auf dem Balkon vor unserem Hotelzimmer, trinken unseren l\u00f6slichen Kaffee und warten, dass es endlich Fr\u00fchst\u00fcck gibt.<br \/>\nSo langsam kommt der Alltag wieder. Hatte letzte Nacht wieder komische Alptr\u00e4ume und meinen Gedanken beginnen bereits um die Arbeit zu kreisen. Das muss ich irgendwie abstellen.<br \/>\nGestern, am Sonntag, gab es hier akute H\u00fchnereier-Knappheit. Morgens vor dem Fr\u00fchst\u00fcck musste Robert noch los und welche besorgen. In der Hotelk\u00fcche waren nur noch 3 St\u00fcck vorr\u00e4tig. Die H\u00fchner des Lieferanten wollten scheinbar nicht legen. Robert konnte trotz seines Einsatzes nur 7 Eier ergattern. Gegen Abend wurden dann aber frische Eier geliefert, die H\u00fchner hatten es sich scheinbar anders \u00fcberlegt. Hier lebt und organisiert es sich ganz anders als in der Heimat.<br \/>\nDie Regenzeit auf Tobago hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Es hat die ganze Woche kaum geregnet. Starkregen gab es zu unserem Gl\u00fcck nur des Nachts. Am Tage gab es nur kurze Schauer die selten mehr als 10 bis 20 Minuten gedauert haben. Davon insgesamt aber auch nur 3-4 St\u00fcck in der Woche. Allerdings soll die Regenzeit dieses Jahr auch deutlich trockener ausgefallen sein als die Jahre davor. Uns soll es recht sein. Jetzt geht es endlich ab zum Fr\u00fchst\u00fcck. Danach steht dann Kofferpacken, auschecken und die Abreise auf dem Plan.<br \/>\nDas s\u00fc\u00dfe Nichtstun in der Sonne, das morgendliche plantschen im Pool, die m\u00fc\u00dfigen Stunden auf dem Balkon und das Ger\u00e4usch der Brandung werden mir fehlen. Aber Leben hei\u00dft nun mal Ver\u00e4nderung.<br \/>\n(Sp\u00e4ter Morgen) Die Koffer sind fast fertig gepackt. Wir sitzen unten in der Raucherlounge und schwitzen wie die Gro\u00dfen. Bei den Tauchausfahrten hatten wir das Wetter immer irgendwie k\u00fchler empfunden. Die Taucheranz\u00fcge h\u00e4ngen noch zum Trocknen an der Basis. Eine Nacht hat nicht gereicht um sie ganz trocken zu bekommen. Die F\u00fc\u00dflinge werden wie immer erst daheim \u00fcber der Heizung wirklich trocken.<br \/>\nDie Rechnung ist bezahlt, pro Person ungef\u00e4hr 220 Euro inklusive dem extra Tauchtag (75$) und der Fahrt zu den &#8222;Three Sisters&#8220; (30$). Das ist nun wirklich nicht viel. Mit dem was wir im Ort ausgegeben haben, macht das so 250 Euro pro Nase und Woche. Ich bin nun auch endlich meine ganzen TTs (Trinidad &amp; Tobago Dollar) los.<\/p>\n<p>Siehe auch <a title=\"Tobago, Karibik ganz ohne Luxus\" href=\"\/wpb\/2011\/10\/tobago-karibik-ganz-ohne-luxus\/\">Tobago, Karibik ganz ohne Luxus<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 19.09. bis zum 26.09.2011 besuchten mein Kumpel Martin und ich die Karibik Insel Tobago um dort gemeinsam einen entspannten Tauchurlaub zu verbringen. Es war gerade Regenzeit, trotzdem haben wir es nicht bereut. Viel Gro\u00dffisch, um es vorweg zu nehmen, bekamen wir nicht zu sehen, auch an Land war eher weniger los, aber allem in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[43,28,10],"class_list":["post-428","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reisetagebuch","tag-reisetagebuch-2","tag-tobago","tag-urlaub"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=428"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berengi.de\/wpb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}