Schlagwort-Archive: Patagonien

Mülleimer dieser Welt

In Puerto Natales (Chile) habe ich im Januar 2017 den folgenden, witzigen Mülleimer in der Stadt entdeckt. Hier muss Homer Simpson den Müll einsammeln. Eine schöne Idee. Die Aufschrift auf der Figur lautet übrigens Homero, so wird Homer hier in der Landessprache genannt.

In der Stadt gibt es noch andere, z.B. Bauarbeiter, Mülleimer-Figuren.

Wandern in Patagonien 5 – Laguna de los Tres und Fitz Roy

Am 02.02.2017 sind wir auf dem „Senda al Fitz Roy“ bis zu der „Laguna de los Tres“ gewandert. Um nicht den selben hin- und Rückweg gehen zu müssen, haben wir uns mit dem Bus zur „Hosteria El Pilar“ bringen lassen und sind dort gestartet. Zurück sind wir dann direkt bis nach El Chaltén auf dem Trail gewandert.

Beim Aufstieg konnten wir den eindrucksvollen Gletscher Piedras Blancas bewundern, eine kleine Lawine ging auch geräuschvoll ab. Der letzte Aufstieg ist steil und anstrengend, aber wenn man erstmal die beiden Gletscherseen, den Lagoon de los Tres und Laguna Sucia, nebeneinander liegen sieht, dann ist das sehr schnell vergessen.
Den Fitz Roy konnten wir leider nicht sehen, er hatte sich hinter tief hängenden Wolken versteckt.
Das Trinkwasser konnten wir wieder unterwegs, aus den zahlreichen Bächen zapfen.

Wandern in Patagonien 4 – Torres del Paine

Am 31.01.2017 sind wir vom „Refugio Las Torres“ zum  „Mirador Torres Del Paine“ und zurück gewandert. Die Strecke ist wunderschön aber anstrengend. Es gibt zahlreiche Gebirgsbäche an denen man seine Wasserflasche  wieder auffüllen kann. Das frische, kühle Gebirgswasser schmeckt herrlich und erfrischt.

Der Weg ist abwechslungsreich und voller faszinierender Aussichtspunkte. Es gibt Flüsse, Täler, Berge und viel Wald durch den man wandert. Der letzte Anstieg, der durch ein Geröllfeld führt, ist anspruchsvoll.

Der Anblick am Ziel der Wanderung, die drei Spitzen und der Gletschersee, entschädigen für die ganze erlittene Mühsal beim Aufstieg.,
Am Gletschersee unterhalb der Torres del Paine besuchte uns ein wilder Fuchs, der war auf unsere Lebensmittel aus. Ein schönes Tier, gefüttert haben wir es trotzdem nicht.

Auf etwa halber Strecke liegt das „Refugio Chileno“, dort kann man gut rasten. Der müde Wanderer kann sich, oder sein Gepäck, von dort per Pferd den Berg runter tragen lassen.
Unten beim Hotel las Torres Patagonia, gibt es am Weg einen kleinen Kiosk. Dort haben wir „günstig“ ein kaltes Bier für die nahende Ankunft erstanden. Eine Wohltat nach der ca. 7-8 Stündigen Wanderung.

Wandern in Patagonien 3 – Grey Gletscher und der Lago Pehoe

Am 30.01.2017 sind wir am Grey Gletscher über die kleine Halbinsel gewandert. Das Wetter war leider etwas trübe, deswegen war die Aussicht auf den Gletscher nicht so berauschend. Am Ufer schwammen aber zwei kleine Eisberge, Abbrüche vom Gletscher. Diese schimmerten wunderbar eisig blau.

Anschließend haben wir im „Torres del Paine Nationalpark“ den Waterfall View am Lago Pohoe zu Fuss erkundet. Das Wetter hatte sich kurzfristig gebessert und die Aussicht war spektakulär. Die Färbung der Seen rührt übrigens vom dem im Wasser gelöster feinen Steinabrieb der Gletscher her.

Wandern in Patagonien 2 – Der Osorno Vulkan

Am 27.01.2017 sind wir in Chile, von der „Acceso al Volcán Osorno“ (V-555) beginnend, den  „El Solitario Trail“ unterhalb des Osorno Vulkans abgewandert. Zuerst verbarg sich der Gipfel des Osorno noch hinter Wolken, später zeigte er sich uns dann aber in seiner ganzen Pracht. Die Strecke ist abwechslungsreich und beginnt in einem Bambuswald.  Dem schließt sich ein Wäldchen an, gefolgt von einer Steppe einem (gerade leeren) Kanal. Den Abschluss macht wieder ein Wald.
Der Weg ist hoch mit Lava-Asche bedeckt was das Laufen etwas erschwert. Die sandähnliche Asche stammt vom letzten Ausbruch des Calbuco Vulkans, im April 2015.
Überwältigend war am Ende der Wanderung der tiefe, steile Kanal, den das Wasser geschnitten hatte. Diesen mussten wir durchqueren.

Nach der Wanderung haben wir noch die Saltos de Petrohué Wasserfälle, ganz in der Nähe, besucht. Die Stromschnellen und Wasserfälle, mit dem Osorno im Hintergrund, sind eine wahre Augenweide. Die Wasserfälle sind touristisch voll erschlossen. Inklusive einem Info-Zentrum, einem Gratis-WC (eine Seltenheit in Chile) und breiten Stegen. Auf diesen lassen sich die Fälle sicher und trocken erreichen.

Panorama Osorno Vulkan

Wandern in Patagonien 1 – Bariloche

Bariloche liegt in Argentinien, am Fuße der Anden, direkt an der Grenze zu Chile. Die Stadt lebt vom Tourismus. Im Sommer kommen die Wanderer und im Winter die Skifahrer. Bariloche ist „berühmt“ für seine Schokolade. Aber ganz ehrlich. So toll ist sie nicht. Zumindest für meine verwöhnte europäische Zunge.
Sehr zu empfehlen sind die unzähligen kleinen Brauhäuser die selbst gebrautes Bier ausschenken. Ich hätte nicht gedacht, dass das Bier in Argentinien so vielfältig und vor allem lecker ist.

Neben dem Ort liegt der  „Cerro Campanario“. Die Erhebung  kann man entweder über einen 1000 Meter langen, steilen Weg selbst besteigen oder aber bequem, für kleines Geld,  den Sessellift benutzen. Der Ausblick auf den Ort und die angrenzenden Seen ist echt lohnenswert.

Die Wanderung am „Cerro Otto“ ist einfach schön. Der Wald und der Ausblick auf den Lago Gutiérrez sind einmalig.

Panorama vom Cerro Otto auf den Lago Gutiérrez

Wanderungen in Patagonien

Im Januar, Februar 2017 war ich in Argentinien und Chile unterwegs. Der folgende Film zeigt die Eindrücke von meinen Wanderungen in Patagonien.  Die Bilder sind im Januar/Februar 2017 bei Bariloche, am Osorno Vulkan, Saltos de Petrohue, am Lago Grey, am Salto Grande Waterfall View, bei den Torres del Paine und am Lagoon de los Tres entstanden.
Für Wanderer ist Patagonien ein echtes Paradies.

Der Perito Moreno Gletscher

Der Perito Moreno Gletscher liegt in Patagonien, im Südwesten von Argentinien. Er ist ca. 30km lang und bedeckt eine Fläche von ungefähr 254 km². Er ist damit einer der größten Auslassgletscher in Patagonien. Außerdem ist er einer der wenigen Gletscher die sich aktuell nicht zurückziehen. Seinen Namen hat er von dem argentinischen Geografen und Abenteurer Perito Moreno.

Das Besondere am Perito Moreno Gletscher ist, dass er ca. alle 4 Jahre den Brazo Rico absperrt. In Folge dessen steigt der Wasserspiegel auf der dieser Seite kontinuierlich an, da es nicht mehr in den Lago Argentino abfließen kann. 1965 soll der Pegelunterschied bei sagenhaften 25 m gelegen haben, bevor sich das Wasser einen Weg durch das Eis brechen konnte und sturzflutartig in den Lago Argentino ergoss.  Im Februar 2017, als die folgenden Bilder entstanden sind, hatte der Gletscher das gegenüberliegende Ufer wieder erreicht und damit den Brazo Rico abgesperrt. Allerdings hatte sich das Wasser eine Höhle durch das Eis gefressen und es kam zu keiner Aufstauung.

Der Gletscher ist touristisch voll erschlossen. Die beiden Gletscherkanten können mit Booten besucht werden und an Land gibt es kilometerlange, befestigte Stege auf denen man den Gletscher zu Fuß erkunden kann.

Film vom Perito Moreno Gletscher

Die Aufnahmen vom Perito Moreno Gletscher entstanden am 04.02.2017 während einer Rundreise durch Patagonien und Feuerland. Die ersten Sequenzen sind vom Brazo Rico aus gefilmt worden. Zuerst von Land und danach vom Boot aus. Danach bin ich über die Magellan-Halbinsel gewandert und habe von dort aus die Sperre und den nördlichen Teil des Gletschers gefilmt.