Danke

Danke der Nachfrage,
es geht mir gut,
auch ohne dich.

Ja,
ich komme klar,
fühle mich freier,
nicht so beengt,
habe wieder angefangen zu leben,

Na klar,
ich vermisse,
dann und wann,
doch es geht schon.

Wie gesagt,
danke der Nachfrage,
ich fühle mich wohl,
auch ohne dich an meiner Seite.

Glück gehabt,
du wendest dich ab,
stellst keine Fragen mehr,
so siehst du meine Tränen nicht.

Denn ja,
ich komme klar,
wenn auch immer nur für einen kurzen Moment.

Scheiße,
du fehlst mir.

17.02.2009

Leer

Will schreiben,
doch die Feder scheint stumpf.

Will etwas sagen,
doch der Kopf bleibt leer.

In mir,
die Seele tobt,
das Herz wie rasend schlägt.

Doch nach außen bleibe ich kalt.

15.12.2008

Liebesschmerzen

Ich kenne Menschen,
die nehmen ihren Schmerz
und bauen daraus ein Haus,
mit kargen Wänden,
und kleinen Fenstern.

Dort verharren sie,
bis endlich eines Tages,
der Tod sie befreit.

Und ich kenne Menschen,
die nehmen ihren Schmerz,
bauen daraus ein Boot,
und segeln damit ab zu neuen Ufern.

Ob sie auch ankommen?
Das kann ich dir noch nicht sagen.
Ich habe gerade erst abgelegt …

03.03.2009

Warum ich weine

Ich weine,
weil nicht nur du,
sondern mit dir unsere Zukunft gegangen ist.

Ich weine,
weil ich mich so auf eine gemeinsames Leben,
ein ganzes Leben lang,
mit dir gefreut hatte.

Eine gemeinsame Zukunft um die zu kämpfen es sich gelohnt hätte,
doch brachte keine von uns mehr die Kraft auf,
denn keiner von uns beiden hat mehr daran geglaubt,
an ein gemeinsames Leben bis zum Ende.

Darum weine ich,
nur darum …

13.01.2009

Verlassen

Nimm mich noch einmal in den Arm,
halt mich fest wie für immer.
Denn es wird die letzte innige Berührung,
der letzte geteilte Moment zwischen uns sein.

Schau mir noch einmal in die Augen,
bis tief in die Seele hinab.
Denn gleich wirst du nur noch Tränen,
und sonst nichts mehr in ihnen sehen.

Ich muss gehen,
und lasse dich dabei zurück.
Das Herz bleibt bei dir,
doch mein Leben führ ich fortan lieber allein.

Die Schmerzen haben mich ausgehölt,
das ist nichts mehr was mich bei dir hält.

06.03.2008

Deine Stimme

Damals,
ließ der Klang deiner Stimme mein Herz rasen.
Jetzt,
drei Jahre später,
lässt deine Stimme mein Herz schlagen,
stark und ausdauernd,
für die nächsten gemeinsamen hundert Jahre.

11.02.2008

Kälte

Die Tage werden kürzer
und die Kälte kehrt zurück,
kriecht durch die Füsse in die Knie,
steigt aufwärts
und trifft die Kälte meiner Seele.

Das Leben,
die Hoffnung und die Zuversicht ging mit dir,
vor Jahren schon …

Herbst 2007

Ohne dich

Das was wirklich schmerzt,
ist die Erkenntnis,
dass sich meine Welt auch ohne dich
weiter dreht.

Das Universum,
ist immer noch dasselbe;
wie letzte Woche,
als wir noch als Paar darin gelebt.

Frühjahr 2008

Ich möchte

Ich möchte weinen,
doch die Welt erwartet von mir dass ich stark bin.

Ich möchte mich verkriechen,
zurückziehen,
verstecken
und doch werde ich immer wieder in die Mitte gezerrt.

Ich möchte eigentlich nur ich sein,
mein Leben leben,
meine Gedanken denken
und Träume träumen.

Aber da sind die Erwartungen,
die Ansprüche,
die an mich gestellt werden.

Mein Leben ist so weit entfernt,
von dem was ich jetzt und hier lebe.

In der S5, 20.09.2007

Warten

Das Korn ist bereits abgemäht,
der Sommer fast vorbei.

Ich sitze hier,
und warte noch immer auf den Frühling.

Herbst 2007

Ich bin alt geworden

Ich bin alt geworden,
war früher so voller Magie,
doch jetzt bin ich nur noch langweilig.

Bin alt geworden,
früher war mein Lächeln freundlich,
heute nur noch faltig und leer.

Bin zu alt geworden,
träume nur noch selten,
und hebe kaum vom Boden mehr ab.

Mir ist alt geworden,
Lieblingsfarbe: grau,
die Abende auf dem Sofa.

Ich bin eigentlich schon viel zu alt,
habe das Beste weit hinter mir gelassen,
was jetzt noch kommt ist eintönig, ohne Sinn.

Ich bin alt genug,
hab erlebt was zu erleben war,
den Rest kann ich mir eh nicht leisten.

Und so wird es langsam Zeit …

Frühjahr 2008

Graveyard

Die vielen alten Bäumen greifen das Sonnenlicht,
nur wenig Strahlen den Boden auch erreichen,
die Luft ist schwanger vom Duft der Harzes,
der grünen Nadeln,
und der feuchten, modrigen Erde.

Ich höre wie der Wind,
sich leis in den Wipfeln bricht,
wie er mit den Ästen spielt und weiter zieht,
und spüre wie manchmal kurz ein Lichtstrahl,
wärmend über mein Gesicht streicht.

Und doch,
er mag mich nicht wärmen,
noch trocknen die Tränen,
die unaufhörlich fließen,
seitdem ich verweile an diesem Ort.

Dem letzten Ort der uns noch verbindet,
der letzte Platz an dem es uns noch gibt.
Ein Eichhörnchen neugierig aus den Ästen Blick,
es ist das enzig lebend Wesen an diesem Ort,
denn ich,
das mag Leben ich nicht nennen …

Doch das war nicht immer so,
da waren einmal wir,
du, ich und tausend Pläne.
Doch so kann man sich irren,
die Ewigkeit ist anders definiert,
anders als wir es erwartet hatten.

Denn nun bin nur noch ich,
oder das was von mir übrig ist.
Doch du,
bist nur noch ein Name in Granit gemeisselt,
lebst nur noch in meiner Erinnerung,
und selbst die wird einmal verblasst.

Aber mein Herz schlägt nur für dich,
wird es immer tun,
und irgendwann,
wie deines stehen bleiben.
Und dann endlich,
darf ich wieder liegen hier bei dir.

Hier unter Bäumen,
auf dem Totenhain …

27.11.2003

Manchmal (II)

Manchmal
werde ich wach,
schaue mich um,
suche im Dunkeln,
deine Wärme,
deine Nähe.

Doch da ist nichts,
nur die Kälte der Nacht,
die Leere neben mir.

Du bist gegangen,
und mit dir,
ging auch ein großer Teil von mir.

Nichts ist,
wie es damals war,
und das,
tut manchmal weh …

08.05.2003

Ewigkeit

Es sollte eine Ewigkeit halten,
doch mindestens zwei Leben lang.
Wir waren sicher,
uns,
uns beide gefunden zu haben.

Die Herzen schlugen schneller,
das Leben machte wieder Sinn,
und selbst im Winter war es warm,
das Lächeln,
wie ins Gesicht gemeisselt,
wollt nicht mehr vergehen.

Wir dachten,
es würde eine Ewigkeit währen,
doch mindestens zwei Leben lang,
würden unvergänglich uns Lieben,
und dann irgendwann gemeinsam sterben,
unsere beiden Leben gemeinsam verschwenden …

Doch nichts währt ewig,
die Risse, lange übersehen,
wurden größer,
das Lächeln verging.
Und jetzt ist wieder Winter,
und mir ist kalt.

Ein Jahr ist keine Ewigkeit,
denn zu mehr hat es nicht gereicht,
das Leben holt jede Illusion ein,
so schnell man auch laufen mag …

09.02.2003

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