Such nicht …

Such nicht nach Worten der Trauer,
nach Worten des Bedauerns,
nach Erklärungen,
nach Gründen.

Du wirst sie nicht finden,
nicht hier,
nicht heute,
nicht jetzt.

Da sind keine Worte,
nur Leere.

Der Rest ist mit dir vergangen …

Bielefeld, 24.01.2003

Eine von diesen Nächten

Zuviel Rosenstolz gehört,
und in alten Erinnerungen gekramt.

Den Blick,
sehnsüchtig bei den Sterne,
und in Gedanken,
nur bei dir.

Dabei soll die Zeit doch alle Wunden heilen.
Doch warum bricht sie dann immer wieder auf,
diese Wunde am Herzen,
die so verflucht schmerzt ?

Die Zeit heilt nicht,
sie hilft nicht zu vergessen,
die Zeit,
ist ein grausamer Gesell an deiner Seite.

Mein Herz,
ist immer noch da,
wo ich es vor Jahren hab zurück gelassen.
Mein Herz,
meine Gedanken.
sind immer noch bei dir,
auch wenn ich es leugne …

Bielefeld, 09.02.2003

Danken wollt ich dir

Danken wollt ich dir
für diesen schönen,
doch kurzen Traum.

Für die hellen Bilder in meinem Kopf,
wenn ich an dich dachte
für die Nächte und Tage,
an deiner Seite,
für all die Heiterkeit,
die du in mir ausgelöst,
für die neuen Dinge,
die mir gezeigt …

Doch der Tag ist angebrochen,
der Traum als solcher erkannt,
und vergangen …

Mir ist,
als blickte ich noch immer in die Tiefe deiner Augen.
Träume können manchmal so verflucht real sein …

Gütersloh, 18.12.2002

Manchmal

Manchmal drehe ich mich kurz um,
und dann seh ich immer noch dich,
bleibe kurz stehen,
verharre,
nur Sekunden lang.

Und da ist er wieder,
der Schmerz,
die Erinnerung,
die nicht,
die nie vergeht.

All die Hoffnungen,
versunken im Moor der Illusion,
zieht es zurück,
hinauf an die Oberfläche …

Und so geh ich weiter,
etwas schneller als normal,
fast wie eine Flucht.

Doch so schnell ich auch laufe mag,
so weit meine Beine mich auch getragen,
vergessen kann
und konnte ich nie.

Und nach all den Jahren,
nach all den Qualen,
hätte ich dich jetzt doch,
ganz gerne hier bei mir …

Bielefeld, 2001

Einsamkeit

Einsamkeit
kommt schleichend,
ganz langsam um die Ecke,
siehst sie nicht kommen,
kannst sie nicht fühlen,
riechen,
oder gar spüren.

Jeden Tag,
einen Schritt näher,
näher an dich ran.

Wird zur Normalität,
bemerkst gar nicht wie die Freunde,
Freundinnen weniger werden,
denn in Gedanken,
in deiner Phantasie leben sie weiter,
weiter bei dir,
sind stets präsent wenn du die Augen schließt,
in deiner Nähe, in dir …

Doch dann kommt der Tag,
und die Nacht danach,
wo die sie öffnest.
Dann dein Blick ins Leere schweift,
kein Mensch,
kein Freund mehr im Blickwinkel,
das Sichtfeld nur noch leer …

Verzweiflung wie eine kalte Hand nach deinem Herzen greift,
und du anfängst dich zu wehren.
Doch zu spät, zu abgehoben,
zu weit hast du dich entfernt,
von den Menschen
vom Leben.

Allein stehst du in der Welt,
die du dir geschaffen,
und allein,
wirst du sterben …

Bielefeld, 2002

Das Herz voller Liebe

Das Herz voller Liebe,
doch der Mensch,
der es trägt bleibt allein.
Soviel Gefühl,
doch wem sollt ich schenken,
wer könnt es vertragen,
wer wäre es wert ?

Doch wie mag ich fragen,
wer meiner Liebe wert sein könnt‘,
sollt‘ sie nicht ein Geschenk sein,
ohne Hintergedanken,
ohne Kalkül ?

Ist es nicht die Liebe,
die mich findet,
wie kann ich so vermessen sein,
zu urteilen,
oder gar auszuwählen ?

Das Leben hat keinen Plan,
ist nicht gradlinig,
oder gar berechenbar …

Und so ist die Liebe …

Bielefeld, 05.03.2002

Du fragtest nach einem Gedicht

Du fragtest nach einem Gedicht,
einem Text,
nach Zeilen die dich ablenken,
hinfort tragen aus des Lebens Trübsal.

Und du fragtest nach Ablenkung,
doch wie kann ich dir alle dies bieten ?

Wie kann ich dein Ziel sein,
das Ziel deiner Wünsche,
deiner Träume
deinen Zukunft ?

Sieh in dich,
schließ die Augen …

Die Sterne die du dann siehst,
versprechen dir die Zukunft.
Folge ihnen …

Denn du bist du …

Und glaube mir,
hab keine Angst,
zwischen all den Sternen,
egal wie weit entfernt von Realität und Raum,
ich bin bei dir,
um dich zu fangen wenn du fällst.

Bielefeld, 11.12.2001

Meine Hände

Hier sitze ich,
und schaue auf meine Hände.

Diese zwei Hände,
können zärtlich sein,
über Haut streichen,
ein Kribbeln hinterlassend,
forschend sich den Weg ertasten.

Diese Hände spenden Wärme,
schüren die Lust,
geben Trost und Leben.

Ich sitze hier,
und starre auf meine Hände.

An ihnen kleben Blut und Tränen,
sie können Schmerz zufügen,
sie können quälen,
können Töten …

Doch sind es nicht meine Hände,
nicht diese 10 Finger,
nicht diese Gebilde aus Knochen, Sehnen, Muskeln und Haut.
Letztendlich bin ich es der die Entscheidung trifft,
ob sie Leben spenden oder nehmen …

Hamburg, 18.06.2001

Depression

Vor einer Stunde hast du noch gelächelt,
dein Blick schweifte zum vollen Mond,
hell leuchtend am Firmament.
Nichts,
so dachtest du,
könnte dich nun mehr erschüttern.

Vor einer Stunde noch,
fühltest du das Leben in dir,
wie das Blut warm durch deinen Körper floß,
das Herz kraftvoll schlug.

Doch nun ist der alte Dämon zurück,
seine kalte Hand hat dich gepackt,
fest im Griff.

Plötzlich war alles vorbei,
die ganze Hoffnung,
nur noch Illusion.
Kalt und leer blickst du aus dem Fenster,
Dunkelheit,
wohin dein Blick auch schweift.

Der Telefonhörer liegt vor dir,
zum Greifen nah,
doch wen sollst du anrufen,
was,
kannst du sagen ?

Das es dich wieder erwischt hat ?
Daß du leer und ausgebrannt,
keine Zukunft mehr siehst ?

Allein,
mit deiner Depression,
gefangen in der Leere die dich umgibt …

Hamburg, 11.01.2001

Könnt ich nur …

Könnt ich nur noch einmal,
dich in meine Arme schließen,
dich drücken,
dich küßen,
deine Haut auf meiner spüren.

Könnten wir nur noch einmal eins sein.

Und doch,
es ist gut so,
wie es ist.

Denn würde mein Wunsch wahr,
die Trennung könnt ich nicht noch einmal ertragen.

Hamburg, 24.08.2000

Ich habe angefangen

Ich habe angefangen dich zu vergessen,
doch es mag mir nicht gelingen,
dein Bild vor meinen Augen,
fühle noch immer meine Tränen,
die ich für uns vergossen.

Mag nicht begreifen,
das es vorbei ist,
das es gewesen ist,
nur noch Vergangenheit.

Was schmerzt ist nicht die Erinnerung,
nicht deine Worte.

Was schmerzt ist mein Unvermögen dich jetzt noch zu verstehen,
denn noch vor Wochen konnt ich es.

Hamburg, 21.08.2000

Ich habe einen Engel gesehen

Ich habe einen Engel gesehen,
sein langes, dunkles Haar wehte im Wind,
sein zartes Gesicht wurde von dem Mond beschienen.

So stand sie vor mir,
in dieser Nacht ist sie mir erschienen.
Noch genau erinnere ich mich an jede Einzelheit:
Das Knistern ihrer Kleider,
ihren Geruch,
ihre dunklen Auge,
die zarte Haut,
die schlanken Hände.

Ich wollte nach ihr greifen,
ihr etwas sagen,
doch bevor ich noch den Mund öffnen konnte,
noch bevor meine Hand sie berührte,
holte mich das Klingeln des Weckers in diese Welt zurürck.

8 Uhr,
aufstehen,
arbeiten.

Alles nur ein Traum ?
Ist der Traum Wirklichkeit,
oder die Wirklichkeit Traum ?

Paderborn, 25.02.1996

Es ist nicht meine Art

Es ist nicht meine Art,
dir zu raten,
den Weg rechten Weg zu beschreiben dir,
bin ich doch selbst unschlüssig wie du …

Bin selbst am taumeln,
zwischen dem hier und jetzt,
zwischen gestern und heute,
zwischen Realität und Wahn.

Dennoch möchte ich Mut dir zusprechen,
denn auch wenn das Ziel
in weiter Ferne,
du nicht erahnen magst.
Vertraue mir,
tief in dir,
in deinem Herzen,
weißt du wohin du gehst,
du gehen sollst,
und wirst.

Vertrau blind der Stimme,
die manchmal leise zu dir spricht,
vertrau deinen Träumen,
die verschwommen zu dir sprechen …

Versuch nicht sie zu deuten,
sind sie doch verschwommen wie der Nebel,
wie an einem kühlen, feuchten Sommer-Morgen.

Getrübt die Sicht,
doch Stunde um Stunde,
wird alles klarer,
die Kälte weicht.

Und dann,
die Sonne beleuchtet klar deinen Weg …

Du mußt nur warten,
mit wachem Geist.

Die Kälte des Nebels weicht,
und Wärme dein Herz erfüllt.

Vergessen ist dann all die Qual,
die dich diese Tage befallen mag …

Bielefeld, 11.12.2001

Träume

Hatte geträumt,
nur kurz,
war entkommen,
der alltäglichen Eintönigkeit,
eine Flucht,
in die Illusion.

Und doch,
du,
wir,
schienen so real,
so echt.

Das Herz schlug schneller,
Tag um Tag,
und das Leben wurde heller,
Stund um Stund.

Alle Instinkte ausgeschaltet,
die stillen Warnungen ignoriert.

Doch es war klar,
hät es schon am ersten Tag erkennen sollen,
als das was es war,
einen Illusion,
nur ein Traum …

Bin nun aufgewacht,
mit Schmerzen in der Brust,
das Herz am bluten,
und doch …

Ich hatte gelebt,
wenn auch nur für wenige Wochen.

Aber nun,
laß mich bitte wieder allein,
in meiner kleinen, privaten Hölle schmoren …

Träume vergehen im Morgengrauen,
das habe ich nun gelernt.

Bielefeld, 20.11.2002

Verzeih mir …

Es gibt Tage,
manchmal sogar Wochen,
da ist man so von sich überzeugt,
sich so sicher das Richtige zu tun,
das Richtige getan zu haben.

Man rennt lächelnd durch sein Leben,
schaut nicht links,
schaut nicht nach rechts,
rennt,
immer nur geradeaus,
und ohne Ziel.

Dann kommt diese Sekunde,
dieser Moment der alles ändert,
dieser Augenblick,
den Blick nur flüchtig über die Schulter geworfen,
und man sieht,
was einmal war
und nun für immer verloren ist.

Dieser verfluchte Augenblick,
in dem man realisiert was wirklich geschah,
was man getan,
was man einfach so weggeworfen hat.

Dann kommen die Fragen,
und keine Antworten …

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