Graveyard

Die vielen alten Bäumen greifen das Sonnenlicht,
nur wenig Strahlen den Boden auch erreichen,
die Luft ist schwanger vom Duft der Harzes,
der grünen Nadeln,
und der feuchten, modrigen Erde.

Ich höre wie der Wind,
sich leis in den Wipfeln bricht,
wie er mit den Ästen spielt und weiter zieht,
und spüre wie manchmal kurz ein Lichtstrahl,
wärmend über mein Gesicht streicht.

Und doch,
er mag mich nicht wärmen,
noch trocknen die Tränen,
die unaufhörlich fließen,
seitdem ich verweile an diesem Ort.

Dem letzten Ort der uns noch verbindet,
der letzte Platz an dem es uns noch gibt.
Ein Eichhörnchen neugierig aus den Ästen Blick,
es ist das enzig lebend Wesen an diesem Ort,
denn ich,
das mag Leben ich nicht nennen …

Doch das war nicht immer so,
da waren einmal wir,
du, ich und tausend Pläne.
Doch so kann man sich irren,
die Ewigkeit ist anders definiert,
anders als wir es erwartet hatten.

Denn nun bin nur noch ich,
oder das was von mir übrig ist.
Doch du,
bist nur noch ein Name in Granit gemeisselt,
lebst nur noch in meiner Erinnerung,
und selbst die wird einmal verblasst.

Aber mein Herz schlägt nur für dich,
wird es immer tun,
und irgendwann,
wie deines stehen bleiben.
Und dann endlich,
darf ich wieder liegen hier bei dir.

Hier unter Bäumen,
auf dem Totenhain …

27.11.2003

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