Depression

Vor einer Stunde hast du noch gelächelt,
dein Blick schweifte zum vollen Mond,
hell leuchtend am Firmament.
Nichts,
so dachtest du,
könnte dich nun mehr erschüttern.

Vor einer Stunde noch,
fühltest du das Leben in dir,
wie das Blut warm durch deinen Körper floß,
das Herz kraftvoll schlug.

Doch nun ist der alte Dämon zurück,
seine kalte Hand hat dich gepackt,
fest im Griff.

Plötzlich war alles vorbei,
die ganze Hoffnung,
nur noch Illusion.
Kalt und leer blickst du aus dem Fenster,
Dunkelheit,
wohin dein Blick auch schweift.

Der Telefonhörer liegt vor dir,
zum Greifen nah,
doch wen sollst du anrufen,
was,
kannst du sagen ?

Das es dich wieder erwischt hat ?
Daß du leer und ausgebrannt,
keine Zukunft mehr siehst ?

Allein,
mit deiner Depression,
gefangen in der Leere die dich umgibt …

Hamburg, 11.01.2001

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